Architektenhaus (Bremen)

Sitz der Architektenkammer Bremen, Haus aus 1625 From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Architektenhaus in Bremen-Mitte in der Altstadt, Geeren 41–43, ist der Sitz der Architektenkammer Bremen.

Das Gebäude steht seit 1917 unter Bremer Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Um 1625 entstand im Stephaniviertel das zweigeschossige Wohnhaus mit Satteldach. Die Dachkanten sind schlicht. Typisch für den Renaissance-Charakter der Fassade sind die durchlaufenden waagerechten Simse. Ebenso wie die Fensterlaibungen bestehen sie aus Sandstein. Das Backsteinmauerwerk der Wandflächen besteht aus Steinen im Format 28 × 14,6 × 9,2 cm, im Blockverband. Über den Fensterstürzen sind darin dekorative Halbkreisbögen eingelassen, ebenfalls aus Backstein.[2] Ein prächtiges Eingangsportal aus Sandstein mit reicher Verzierung führt in das Bürgerhaus. Engel- und Löwenköpfe verzieren die Halbkreisarchivolte. Im Gewände finden sich Teigkringelornamente und in den Zwickeln Engelfiguren. Die Kopfinschrift über der Tür lautet:

„HERRE, DU BIST MEINE STERKE VNDE KRAFT VND MEINE ZUFLUCHT IN DER NOT“.

Um 1730 wurden die barocken Utluchten aus Sandstein an den Seiten hinzugefügt.[3][4]

1880 waren im Bremer Adressbuch noch 16 Personen unter der Adresse Geeren 41 oder 43 verzeichnet, einer davon betrieb im Haus Nr. 41 eine Wein- und Bierhalle[5]. 1910 war Nr. 41 ein Packhaus und Nr. 43 ein Lagerhaus[6]. 1926 erfolgten weitere Sanierungen und Umbauten, ab 1928 war das Doppelhaus ein Umformwerk für das städtische Elektrizitätswerk mit einer Wohnung für einen Schaltmeister[7], später bis 1984 eine Ausbildungsstätte der Energiebetriebe[8]. 1985 fand der Umbau im Inneren für die Architektenkammer nach Plänen des Architekten Gert Schulze statt.

Einzelnachweise

Literatur

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