Arctic Metagaz

Flüssiggastanker, Baujahr 2003 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Arctic Metagaz ist ein Flüssiggastanker unter russischer Flagge, der zur russischen Schattenflotte gezählt wird und der im ersten Quartal 2026 nach Drohnenbeschuss und anschließenden Brand führerlos im Mittelmeer treibt.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Arctic Metagaz
Das Schiff als BW Suez Everett
Das Schiff als BW Suez Everett
Schiffsdaten
Flagge Russland Russland
andere Schiffsnamen Metagas Everest (2024–2025)
Everest Energy (2024)
Metagas Everest (2023–2024)
BW Everett (2018–2023)
BW Gdf Suez Everett (2013–2018)
BW Suez Everett (2008–2013)
Berge Everett (2003–2008)
Schiffstyp Flüssiggastanker
Rufzeichen UAFC8
Heimathafen Sotschi
Eigner Lathyrus Shipping
Reederei Ocean Speedstar Solutions (OPC), Mumbai, Indien
Bauwerft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering
Baunummer 2212
Kiellegung 3. Juni 2002
Stapellauf 31. August 2002
Übernahme 16. Juni 2003
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 277,0 m (Lüa)
266,0 m (Lpp)
Breite 43,4 m
Seitenhöhe 26,0 m
Tiefgang (max.) 12,1 m
Vermessung 93.844 BRZ / 28.154 NRZ
Maschinenanlage
Maschine 1 × Dampfturbine
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 26.985 kW (36.689 PS)
Höchst­geschwindigkeit 19,5 kn (36 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 77.551,5 tdw
Tankkapazität 138.026 m³
Sonstiges
Klassifizierungen Maritime Register of Shipping
Registrier­nummern IMO 9243148
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Geschichte

Der Flüssiggastanker wurde im Jahr 2000 bestellt. Er wurde als einer von mehreren baugleichen Tankern unter der Baunummer 2212 auf der südkoreanischen Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering für die norwegische Reederei Bergensen gebaut. Die Kiellegung fand am 3. Juni 2002, der Stapellauf am 31. August 2002 statt. Die Ablieferung an die Reederei erfolgte am 16. Juni 2003.[1][2]

Das Schiff wurde mehrfach verkauft und umbenannt. Im April 2025 wurde es in Arctic Metagaz umbenannt und unter die russische Flagge gebracht.

Beschädigung 2026

Am 3. März 2026 wurde das Schiff 240 km vor der libyschen Hafenstadt Sirte im Mittelmeer von mehreren Explosionen erschüttert und brannte teilweise aus. Nach russischen Angaben wurden die 30 Besatzungsmitglieder nach den Explosionen gerettet. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Der Tanker transportierte Gas von Murmansk im Nordwesten Russlands Richtung China. Die libysche Küstenwache hatte nach der Explosion zunächst mitgeteilt, das Schiff sei untergegangen. Inzwischen wurde jedoch klar, dass das ausgebrannte Schiff mit Schlagseite im Mittelmeer auf Malta zutreibt.[3] Italien habe den maltesischen Behörden seine Unterstützung angeboten, darunter Techniker sowie verschiedene Einsatzboote, auch solche zur Eindämmung möglicher Umweltschäden.[4]

Als es auf dem Schiff zu der Explosion kam, hatte das Schiff laut der russischen Pressesprecherin 450 Tonnen Schweröl und 250 Tonnen Diesel „sowie eine erhebliche Menge Erdgas“ in den Tanks.[5] Diese könnten, wenn sie austreten, zu einer dauerhaften Verschmutzung in dem Meeresgebiet führen, das zu den artenreichsten im Mittelmeerraum zählt.[3]

Ein internationales Bergungsunternehmen wurde beauftragt, einen Plan für die Bergung des Schiffes auszuarbeiten. Zudem nähert sich der Schiffsposition ein weiteres russisches Tankschiff, die Jupiter (IMO 9397535).[6]

Die Arctic Metagaz steht auf Sanktionslisten der Europäischen Union und der USA.[7]

Technische Daten

Das Schiff wird von einer Dampfturbine mit 26.985 kW Leistung angetrieben. Die Turbine wirkt über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Festpropeller. Für die Stromerzeugung stehen zwei von Dampfturbinen mit jeweils 3.450 kW Leistung und ein von einem Dieselmotor mit 3.450 kW Leistung angetriebene Generatoren zur Verfügung. Weiterhin wurde ein von einem Dieselmotor mit 588 kW Leistung angetriebener Notgenerator verbaut. Das Schiff ist mit einem Bugstrahlruder ausgestattet.

Das Schiff verfügt über vier Ladungstanks mit einem Gesamtvolumen von 138.026 m³. Für den Ladungsumschlag stehen acht Pumpen zur Verfügung. An Deck sind zwei Krane für die Schlauchübernahme installiert.

Einzelnachweise

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