Arda Saatçi
deutschtürkischer Extremsportler
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Arda Saatçi (* 6. September 1997 in Berlin) ist ein deutscher Extremsportler.[1] Sein Fokus liegt auf einer Kombination von Ausdauer- und Krafttraining.
Leben
Arda Saatçi wurde 1997 in Berlin geboren und wuchs in Lichterfelde und Charlottenburg auf. Seine Eltern haben türkische Wurzeln. Der größte Teil seiner Familie lebt in Istanbul.[2][3] Sein anfänglicher Traum war es, Fußballprofi zu werden. Als der platzte, gelangte er zu einem Tiefpunkt in seinem Leben und verschrieb sich dem Extremsport.[4]
Saatçi schloss ein Studium ab und hatte eine Stelle in der Immobilienbranche.[5] Auf Social Media teilt er Einblicke aus seinem Alltag, gibt Trainings- und Ernährungstipps und spricht über mentale Stärke.[6][7]
Sportliche Projekte
Am 16. April 2024 startete Arda Saatçi einen Ultramarathon von Berlin nach New York, genannt Cyborg Season 2024, in Anlehnung an seinen selbstgewählten Spitznamen Cyborg.[6] Der Lauf dauerte 74 Tage, wobei er jeden Tag mindestens einen Marathon lief. Insgesamt legte er eine Strecke von über 3000 km und 20.000 Höhenmetern durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Teile der USA zurück.[7][3] Die Route führte ihn bis nach Porto an die Westküste Portugals, wo er mit dem Flugzeug nach Boston flog, um weiter nach New York City zu laufen.[7] Nach 750 km erlitt Saatçi einen Ermüdungsbruch im Schienbein, sodass er den Lauf erst nach längerer Pause fortsetzen konnte.[8] Der Ultramarathon endete mit seiner Ankunft am New Yorker Times Square am 15. September 2024.[2] Die Reise wurde von einem Kameramann und einem Videoredakteur begleitet, um sie in sozialen Netzwerken und im Internet zu verbreiten.
Beim Berlin-Marathon 2024 belegte er in 3:34:29 Stunden Platz 14696 in der Gesamtwertung.[9]
Anfang Mai 2025 startete die Cyborg Season 2025, in der Saatçi einmal von der Nordspitze Japans bis in den Süden 3000 km lang durch die verschiedenen Klimazonen Japans lief. Täglich rannte er etwa 70 km, was ungefähr anderthalb bis zwei Marathons entsprach. Zu seiner Route gehörten Städte und Sehenswürdigkeiten wie Tokio, der Mount Fuji, Osaka und Hiroshima. Auf dem Weg zum südlichsten Punkt Japans zog sich Saatçi eine Muskelzerrung zu. Laut Medienberichten setzte er das Projekt trotzdem fort.[10] Am 10. Juni kam er an der Südspitze Japans an. Der Ultramarathon wurde über seine Social-Media-Kanäle verbreitet.[11][12]
Am 5. Mai 2026 startete Saatçi einen 600-km-Lauf durch das Death Valley nach Los Angeles.[13] Seine Zielzeit von unter 96 Stunden für die Strecke verfehlte er. Zu dem Zeitpunkt hatte er 458 km zurückgelegt und ein knappes Viertel der Strecke noch vor sich.[14] Am Ende erreichte er das Ziel nach 123 Stunden und 21 Minuten. Der Ultralauf wurde in den sozialen Medien gestreamt.
Sein Training mit 30 bis 40 Stunden pro Woche besteht hauptsächlich aus Laufen, Fahrradfahren und Krafttraining. Saatçi beschreibt seine sportliche Philosophie mit dem Ausdruck You vs. You.[3] Er sieht seine sportliche Tätigkeit als Möglichkeit, andere Menschen zu motivieren.[6][15]
Unternehmertum
Saatçi ist Gründer der Sportbekleidungsmarke Day One, die 2024 ihre erste Kollektion auf den Markt brachte. Am 7. Dezember 2024 feierte er den Start seiner neuen Kollektion auf einer Pop-up-Fläche für 30 Tage im KaDeWe. Unter den Gästen befanden sich bekannte Persönlichkeiten wie UFC-Fighter Islam Dulatov und Rapper Luciano.[3][16] Ferner findet sich Saatçi unter den Gründern einer Fitness-App, die Gym-, Home-, Ausdauer- und Fußball-Workouts anbietet.[17]
Rezeption
Saatçis Projekte haben deutschlandweite mediale Resonanz. Er war Gast in verschiedenen TV- und Printformaten. Saatçi ist Red-Bull-Athlet.[18] Bei den VideoDays Festival Awards in Köln wurde Saatçi im November 2024 zum Anlass seines Ultramarathon von Berlin nach New York in der Sparte Sports ausgezeichnet.[19]