Argentinischer Nachtschatten

Art der Gattung Nachtschatten (Solanum) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Argentinische Nachtschatten (Solanum physalifolium), auch Glanzfrüchtiger Nachtschatten genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschatten (Solanum) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Argentinischer Nachtschatten

Argentinischer Nachtschatten (Solanum physalifolium)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Nachtschatten (Solanum)
Art: Argentinischer Nachtschatten
Wissenschaftlicher Name
Solanum physalifolium
Rusby
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Beschreibung

Habitus, Indument, Laubblätter und Blüte
Solanum physalifolium var. nitidibaccatum
Frucht der Varietät nitidibaccatum

Der Argentinische Nachtschatten ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kaum klebrig und ohne einen auffälligen Geruch. Der im Querschnitt runde Stängel ist dicht abstehend drüsig behaart.

Der Fruchtkelch bedeckt die untere Hälfte der Beere. Die Kelchzipfel sind 2,5 bis 3,5 mm lang, breit-dreieckig und durch stumpfe abgerundete Buchten miteinander verbunden.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Der Blütenstand enthält vier bis acht Blüten. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig.

Die dunkelgrünen bis braunvioletten Beeren beinhalten etwa 15 bis 25 braune Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[1]

Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Argentinischen Nachtschattens liegt im westlichen Südamerika und umfasst Bolivien, Peru und das nordwestliche Argentinien.[2] In der Varietät var. nitidibaccatum kommt aber noch ganz Argentinien und Chile hinzu. Als Neophyt ist die Art aber in Europa, Nordamerika, Mittelamerika und Australien aber weit verbreitet.[2]

Der Argentinische Nachtschatten besiedelt Ruderalstellen und Äcker. In Deutschland ist er ein eingebürgerter Neophyt und kommt in Mannheim, Heidelberg und im gesamten Rhein-Main-Gebiet und im Gebiet von Elbe, Saale und Havel vor.[3] Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Klasse Chenopodietea.[1] Er kommt in Mitteleuropa auch im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark, in der Schweiz und in Südtirol vor.[3]

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Solanum physalifolium erfolgte 1896 durch Henry Hurd Rusby in Memoirs of the Torrey Botanical Club, Band 6, Seite 88–89. Synonyme für Solanum physalifolium Rusby sind: Solanum nitidibaccatum Bitter, Solanum physalifolium var. nitidibaccatum (Bitter) Edmonds.

Solanum physalifolium gehört zur Sektion Solanum innerhalb der Gattung Solanum.

Literatur

  • Otto Schmeil, Jost Fitschen (Begr.), Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. 95. vollst. überarb. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
  • Eckehart J. Jäger (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. Begründet von Werner Rothmaler. 20., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8274-1606-3.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2., korrigierte und erweiterte Auflage. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi, Arno Wörz (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 5: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Asteridae): Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-3342-3.

Einzelnachweise

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