Arist von Schlippe
deutscher Psychologe
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Arist von Schlippe (* 1951 in Emden) ist ein deutscher Psychologe, Psychotherapeut und Hochschullehrer.
Leben
Nach seinem Studium an der Universität Hamburg war von Schlippe 1976 bis 1981 als Stationsleiter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig. Ab 1981 arbeitete er in der Klinischen Psychologie der Universität Osnabrück. Von 1999 bis 2005 war er Erster Vorsitzender der Systemischen Gesellschaft.[1]
2005 wurde er auf den Lehrstuhl Führung und Dynamik von Familienunternehmen der anthroposophischen Universität Witten/Herdecke berufen, 2007 und 2017 leitete er dort als akademischer Direktor das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU). Ab 2017 vertrat er seinen Lehrstuhl mit reduziertem Deputat.[2] 2025 ging er vollständig in den Ruhestand.[3]
Seit 1986 ist von Schlippe Lehrtherapeut und Lehrender Supervisor am Institut für Familientherapie Weinheim[4]. Der Verband der lettischen Familientherapeuten in Riga ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Er fungiert als Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Familiendynamik“ und ist Co-Autor des „Lehrbuchs für systemische Therapie und Beratung“. Seine wissenschaftliche Tätigkeit lässt unschwer einen starken klinischen Akzent erkennen, der durch Fragestellungen in Bezug auf Familienunternehmen und Organisationen ergänzt wird. Er hat sich mit unterschiedlichen familientherapeutischen Fragen befasst und sieht den Übergang von Beratung zu therapeutischer Arbeit mit Familien als fließend an.
Publikationen
- Mehr als Unsinn. Zusammen mit Björn von Schlippe. Göttingen 2020. ISBN 978-3-525-40852-0. (Online)
- Gewusst wie, gewusst warum. Die Logik systemischer Interventionen. Zusammen mit Jochen Schweitzer. Göttingen 2019. ISBN 978-3-525-45904-1.
- Stärke statt Macht. Zusammen mit Haim Omer. Göttingen 2012. ISBN 978-3-525-40203-0.
- Große deutsche Familienunternehmen. Zusammen mit M. Plate, T. Groth, V. Ackermann. Göttingen 2011. ISBN 978-3-525-40338-9.
- Familienunternehmen verstehen. Gründer, Gesellschafter und Generationen. (Hrsg. gemeinsam mit Almute Nischak und Mohammed El Hachimi) Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 2008. ISBN 978-3-525-49135-5.
- Feindbilder – Psychologie der Dämonisierung. (Hrsg. gemeinsam mit Haim Omer und Nahi Alon. Mit einem Vorwort des Dalai Lama.) Göttingen 2007. ISBN 3-525-49100-X.
- Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Gemeinsam mit Jochen Schweitzer. 2. Auflage, Göttingen 2013. ISBN 978-3-525-40185-9.
- Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II: Das störungsspezifische Wissen. Gemeinsam mit Jochen Schweitzer. 5. Auflage, Göttingen 2014. ISBN 978-3-525-46256-0.
- Niemand ist allein krank. (Hrsg. gemeinsam mit St. Theiling) Lengerich 2005. ISBN 3-89967-163-5.
- Personzentrierung und Systemtheorie. (Hrsg. gemeinsam mit Willy Christian Kriz) Göttingen 2004. ISBN 3-525-49078-X.
- Autorität durch Beziehung. Gemeinsam mit Haim Omer. 6. Auflage, Göttingen 2012. ISBN 3-525-49077-1.
- Werkstattbuch Elterncoaching. Gemeinsam mit Michael Grabbe herausgegeben. 3. Auflage, Göttingen 2012. ISBN 978-3-525-49109-6.
- Multikulturelle systemische Praxis. Gemeinsam mit Mohammed El Hachimi und Gesa Jürgens Heidelberg 2003. ISBN 3-89670-407-9.
- Autorität ohne Gewalt. Gemeinsam mit Haim Omer. 8. Auflage, Göttingen 2011. ISBN 978-3-525-01470-7.
- Frühkindliche Lebenswelten und Erziehungsberatung. (Hrsg. gemeinsam mit Gisela Lösche und Christian Hawellek) Münster 2001. ISBN 3-933158-54-0.
- Familientherapie im Überblick. Paderborn 1984 (10. Auflage 1993). ISBN 3-87387-233-1.
Weblinks
- Literatur von und über Arist von Schlippe im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Interview mit Arist von Schlippe
- PsychAuthors-Profil (inkl. Publikationsliste) beim ZPID
- Lebenslauf von Arist von Schlippe auf WIFU Stiftung, abgerufen am 27. Oktober 2022
- WDR 5 (Westdeutscher Rundfunk) Erlebte Geschichte vom 1. Mai 2020