Armin Linke
italienischer Künstler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Armin Linke (* 19. Februar 1966 in Mailand) ist ein italienischer Multimediakünstler und Hochschullehrer, der hauptsächlich mit den Medien Fotografie und Film arbeitet.
Leben
Armin Linke nahm als Research Affiliate am MIT Visual Arts program in Cambridge/USA teil, er war Gastprofessor an der IUAV in Venedig sowie Professor für Fotografie an der HfG Karlsruhe[1] und Gastprofessor an der ISIA Urbino. Er war Artist in Residence am Kunsthistorischen Institut in Florenz und Gastkünstler am CERN in Genf. Seit 2024 ist er Professor für Fotografie an der Münchner Akademie der Bildenden Künste.[2][3][4]
Arbeit
Armin Linke arbeitet insbesondere mit den Medien Fotografie und Film. In seinen Projekten untersucht er deren Funktionsweisen sowie die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, die ihre Entstehung und Wahrnehmung prägen. Seine Arbeiten machen visuelle Strukturen, Darstellungsformen und Bildsprachen nachvollziehbar. Ein zentraler Aspekt seiner künstlerischen Praxis ist die Beschäftigung mit Bildarchiven – sowohl mit eigenen Beständen als auch mit Materialien anderer Urheberinnen und Urheber. Durch die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und weiteren Fachleuten eröffnet er unterschiedliche Perspektiven auf seine Themen. Dabei kommt der Präsentation und Inszenierung seiner Arbeiten im Ausstellungsraum eine besondere Bedeutung zu.[5][6]
Seine Werke wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Rahmen der 13. Berlin Biennale sowie im Vitra Design Museum in Weil am Rhein.[7][8] Seine Installation Alpi gewann 2004 den Sonderpreis bei der Architekturbiennale in Venedig. Sein Forschungs- und Ausstellungsprojekt Image Capital (über Praxis und Geschichte fotografischer Archive), das er mit der Fotohistorikerin Estelle Blaschke erarbeitete, erhielt 2019 den Kubus.Sparda-Kunstpreis des Stuttgarter Kunstmuseums.
Ausstellungen
- 2025: A robot’s dream. Gemeinsam mit Gramazio Kohler Research (ETH Zürich) & MESH Birr. Biennale Venedig[9]
- 2023/24: Capital Image. Gemeinsam mit Estelle Blaschke. Centre Pompidou, Paris[10]
- 2022: Capital Image. Gemeinsam mit Estelle Blaschke. Museum Folkwang, Essen
- 2022: Earth Indices: Die Verarbeitung des Anthropozäns. Gemeinsam mit Giulia Bruno. Haus der Kulturen der Welt, Berlin[11]
- 2021: Blind Sensorium. Matadero centro de creación contemporánea, Madrid[12]
- 2016: Alpi und raumbilderfolgen (mit Harun Farocki). aut. architektur und tirol, Innsbruck[13]
Publikationen
- Armin Linke, The Appearance of That Which Cannot be Seen Spector Books Leipzig, Herausgeber Joerg Bader, Andreas Beitin, Philipp Ziegler 2017; ISBN 978-3-9590-5070-8
- Armin Linke, Peter Hanappe: Phenotypes/Limited Forms Lars Müller Publishers, 2018; ISBN 978-3-03778-575-1
- Corpo dello Stato. JRP|Editions by Lionel Bovier, 2010; Text by Giorgio Agamben; ISBN 978-3-03764-080-7
Auszeichnungen
- 2019 „Kubus.Sparda Art Prize“, Stuttgart
- 2004 Sonderpreis für Alpi (gemeinsam mit Architekt Piero Zanini), 9. Architektur-Biennale Venedig[14]
Literatur
- Verena Faber: Linke, Armin. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 84, De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-023189-2, S. 528.