Arno Fleischer
deutscher Künstler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Arno Fleischer (* 15. August 1926 in Obersalzbrunn, Kreis Waldenburg in Schlesien; † 3. Juli 2005 in Schwedt/Oder) war ein deutscher Maler, Grafiker und Karikaturist.
Leben und Werk
Fleischer absolvierte in Graumannsdorf eine Landarbeiterlehre. 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und geriet am 8. Mai 1945 verwundet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Am 22. Mai 1945 wurde er an die Rote Armee übergeben und in der Sowjetunion zum Straßenbau eingesetzt. Am 23. Dezember 1949 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Er ging nach Oelsnitz, wo er ab 1950 als Werbemaler bei der Handelskette Konsum in der Werbeabteilung arbeitete. 1951 ging er nach Bad Elster als Gebrauchswerber für Vertragshäuser. Von 1952 bis 1957 studierte er an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee u. a. bei Ernst Jazdzewski und Werner Klemke, die seinen realistisch-zeichnerischen Stil prägten. Er arbeitete dann als freiberuflicher Diplom-Grafiker.
Seine grafischen Arbeiten beinhalten vor allem politische Themen, auch als Karikatur, aus der Sicht eines überzeugten Anhängers der DDR. Daneben stellte er Landschaften dar. Neben verschiedenen Maltechniken nutzte er vor allem Holzschnitt, auch Offsetdruck, Lithografie und Fotomontage.
Fleischer war von 1958 bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. 1967 wurde Fleischer beim Wettbewerb „Das neue Berlin“ in der Gruppe „Grafik“ prämiert.
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Fleischers (unvollständig)
- Beeskow: Kunstarchiv Beeskow
- Berlin: Deutsches Historisches Museum
- Berlin: Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg[1]
- Dresden: Kunstfonds des Freistaates Sachsen
Werkbeispiele
- Parteiveteran Georg Kaufmann (1965, Holzschnitt, 72,5 × 41 cm)[2]
- Vietnam (1965, Holzschnitt, 73 × 40,2 cm; u. a. im Kunstfonds des Freistaates Sachsen)[3]
- Rückschau (1966, Holzschnitt)[4]
- Das Kapital (Holzschnitt)[5]
- Sturmvogel (1968, Holzschnitt)
- Klassenbrüder (1971, Holzschnitt, 71,3 × 34,4 cm; u. a. im Kunstfonds des Freistaates Sachsen)[6]
- Maxim Gorki (Holzschnitt, 1967).[7]
Ausstellungen (unvollständig)
- 1967/1968. Dresden, VI. Deutsche Kunstausstellung
- 1972: Rostock, Bezirkskunstausstellung
Postum
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 208