Arno Pommrich
deutscher evangelischer Theologe und Patristiker
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Arno Adolf Robert Pommrich (* 6. Mai 1873 in Dresden als Arno Adolph Robert Pommrich; † 17. Februar 1946) war ein deutscher evangelischer Theologe und Patristiker.
Leben und Wirken
Er war der Sohn des Ministerialsekretärs Wilhelm Gustav Pommrich und dessen Ehefrau Christiane Helene Pommrich geborene Karisch. Er wurde in der 6. Bürgerschule vorgebildet und besuchte dann kurzzeitig das Wettiner Gymnasium in Dresden, um dann auf das Evangelische Kreuzgymnasium zu wechseln, wo er das Abitur ablegte und aufgrund seiner guten Leistungen das sogenannte Fiedlersche Stipendium erhielt. 1892 begann er sein Theologiestudium an der Universität Leipzig, das er 1895 mit der Prüfung pro candidatura et licentia concionandi (can. ref. min.) abschloss. Im Anschluss war er als Hauslehrer tätig. Im Schuljahr 1896/97 erhielt er eine Anstellung als Lehrer an der Realschule mit Gymnasial- und Elementarklassen in der Seidnitzer Straße in Dresden.[1] Er unterrichtete Religion, Deutsch, Latein und Geschichte. Im folgenden Schuljahr übertrug ihm die Stadtleitung eine Stelle als Realgymnasiallehrer zu Ostern 1897 an der Annenschule (Realgymnasium) in Dresden-Altstadt. Dort wurde er 1900 zum ständigen wissenschaftlichen Lehrer ernannt.
Im Jahre 1901 erlangte er den Abschluss als Lic. theol. an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. 1904 folgte seine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig. Durch seine Dissertation Des Apologeten Theophilus von Antiochia Gottes- und Logoslehre, dargestellt unter Berücksichtigung der gleichen Lehre des Athenagoras von Athen, in der er die Lehren des Kirchenvaters Theophilus von Antiochia im Vergleich zu Athenagoras von Athen analysierte, wurde er als Patristiker bekannt. Seine Dissertation wurde mehrfach nachgedruckt.
1908 heiratete er Frida Veronika, die Tochter des Theologen und Hebraisten August Wünsche in Dresden. Als dieser 1913 starb, trug er bereits den Professoren-Titel.[2]
Nach 17 Jahren Tätigkeit als Gymnasiallehrer erfolgte am 1. Juni 1914 seine Ordination zum evangelisch-lutherischen Pfarrer. Seine erste Stelle erhielt er als Archidiakon in der Stadt Oelsnitz/Vogtl. 1918 wechselte er als zweiter Pfarrer an die Pauligemeinde nach Zwickau-Marienthal. 1925 ging er als Archidiakon an die Stadtkirche St. Jakobi nach Chemnitz. Im Januar 1933 wurde er emeritiert.
Er war Mitglied der Kant-Gesellschaft.
Wirkungsstätten als evangelischer Pfarrer
Werke (Auswahl)
- Des Apologeten Theophilus von Antiochia Gottes- und Logoslehre, dargestellt unter Berücksichtigung der gleichen Lehre des Athenagoras von Athen. In: Jahresbericht des Annen-Realgymnasiums. B. G. Teubner, Dresden 1902.
- Des Apologeten Theophilus von Antiochia Gottes- und Logoslehre, dargestellt unter Berücksichtigung der gleichen Lehre des Athenagoras von Athen. Bär & Hermann, Leipzig 1904 (Reprint 2017 ff.).
- Gottes- und Logoslehre des Theophilus von Antiochia und Athenagoras von Athen. Dieterich, Leipzig 1904.
- Religion und Kultur. Festrede. Dresden 1904
- Kaiser Wilhelm der Persönliche – jeder Deutsche eine Persönlichkeit. Festansprache. C. L. Ungelenk, Dresden 1905.
- Kaiser Wilhelms II. sittlich-religiöse Lebenseinstellung. Festrede. v. Zahn & Jaensch, Dresden 1908.
- Kaiser Wilhelm, Heimatdank, Frauendank. Festrede gehalten in der Oskar Koch-Halle zu Oelsnitz i. V. am 27. Jan. 1917. C. O. Nuhr, Oelsnitz i. V. 1917.
Literatur
- Deutscher Litteratur-Kalender auf das Jahr 1910. 1910, S. 1273.
- Degeners Wer ist's? 10. Auflage, 1935, S. 1228.