Arnold Soboloff

US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Tänzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Soboloff war der Sohn von Sarah Artman und Morris Soboloff und wuchs in New York City auf.[3] Nach seiner Schulzeit studierte er Kunst am Cooper-Union-College und hatte später Schauspielunterricht bei Herbert Berghof, Harold Clurman und Mira Rostova.[3]

Am 2. August 1960 heiratete er Suzanne „Sue“ Kauffman Romm, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war.[1][3]

Soboloff erlitt nach einer Bühnenaufführung des Musicals Peter Pan einen Herzinfarkt, in dessen Folge er hinter der Bühne des Lunt-Fontanne-Theater kollabierte; er wurde am selben Abend um 21:10 Uhr im New Yorker St. Clare’s Hospital für tot erklärt.[1][3][5][6]

Soboloff wurde 48 Jahre alt und hinterließ seine Frau Suzanne.[3]

Karriere

Sein Fernsehdebüt hatte Soboloff 1959 in einer Folge der US-amerikanischen Fernsehserie Brenner.[1] Es folgten in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Rollen in Filmen und Fernsehserien.[1]

Zu seinen Rollen im Film gehörten unter anderem Auftritte in Der Detektiv, Mel Brooks’ letzte Verrücktheit: Silent Movie, Nickelodeon, Mel Brooks’ Höhenkoller sowie in Die Katze aus dem Weltraum.[1] Nach seinem Tod wurden die Filme Fetty – Der Dicke legt los!, Promenade am Strand und Liebe nach Feierabend veröffentlicht.[1]

Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen war Soboloff von 1957 an, bis zu seinem Tod im Jahr 1979, fast zwei Jahrzehnte lang regelmäßig in Broadway- und Off-Broadway-Aufführungen zu sehen.[2][7][8]

Hierzu gehörten unter anderem Auftritte in The Act an der Seite von Liza Minnelli, in Der Revisor, in dem auf Scapins Streiche basierenden Theaterstück Scapino, in Are You Now or Have You Ever Been, Anyone Can Whistle und Einer flog über das Kuckucksnest mit Kirk Douglas.[2][9][10][11][12][7][8]

Er war als „Big Daddy“ in Sweet Charity zu sehen, wo er in der Nummer "Rhythm of Life" brillierte; seine Vielseitigkeit stellte er außerdem in Bühnenstücken unter Beweis, die mehrere Rollen erforderten, darunter The Egg und The Beauty Part, in denen er bis zu fünf Charaktere verkörperte.

Einem breiten Publikum in den Vereinigten Staaten war der hagere Soboloff auch durch seine Fernseh-Werbespots bekannt, unter anderem für die Marke Alka-Seltzer.[3]

Im deutschen Sprachraum wurde er unter anderem von Friedrich Georg Beckhaus, Friedrich W. Bauschulte, Erich Ebert, Wilfried Herbst, Klaus Jepsen, Thomas Wolff, Harry Wüstenhagen und Santiago Ziesmer synchronisiert.[13][14]

Filmografie (Auswahl)

Film

  • 1968: Der Detektiv (The Detective)
  • 1969: Leben um jeden Preis (Popi)
  • 1973: Mr. Inside/Mr. Outside (Fernsehfilm)
  • 1975: Strike Force – Die Spezialeinheit (Strike Force; Fernsehfilm)
  • 1976: Wildes neues Land (Young Pioneers; Fernsehfilm)
  • 1976: Kiss Me, Kill Me (Fernsehfilm)
  • 1976: Mel Brooks’ letzte Verrücktheit: Silent Movie (Silent Movie)
  • 1976: Young Pioneers’ Christmas (Fernsehfilm)
  • 1976: Nickelodeon (auch: Klapperschlangen beißen nicht)
  • 1977: Corey: For the People (Fernsehfilm)
  • 1977: Der Mann in der Todeszelle (Kill Me If You Can; Fernsehfilm)
  • 1977: Mel Brooks’ Höhenkoller (High Anxiety)
  • 1978: Die Katze aus dem Weltraum
  • 1978: Sergeant Matlovich vs. the U.S. Air Force (Fernsehfilm)
  • 1979: Promenade am Strand (Boardwalk)
  • 1980: Fetty – Der Dicke legt los! (Fatso)
  • 1980: Liebe nach Feierabend (Hardhat and Legs; Fernsehfilm)

Fernsehen

Theater (Auswahl)

Broadway

Off-Broadway

  • 1957: The Brothers Karamazov
  • 1962: In the First Place
  • 1964: Gogo Loves You
  • 1968: Bananas
  • 1969: Papp
  • 1970: Show Me Where the Good Times Are

Sonstige

Literatur

  • Dan Dietz: The Complete Book of 1960s Broadway Musicals. Neuauflage Auflage. Rowman & Littlefield, 2014, ISBN 978-1-4422-3072-9 (englisch, 622 S.).
  • Dan Dietz: Off Broadway Musicals, 1910–2007. Casts, Credits, Songs, Critical Reception and Performance Data of More Than 1,800 Shows. In: illustriert. McFarland, 2010, ISBN 978-0-7864-5731-1 (englisch, 656 S.).
  • Famous People Who Dropped Dead. Dorrance Publishing, ISBN 978-1-4349-4262-3, S. 39 (englisch).

Einzelnachweise

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