Arosio TI

Dorf und ehemalige Gemeinde in Alto Malcantone im Kanton Tessin, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

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Arosio
Wappen von Arosio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Breno
Gemeinde: Alto Malcantonei2
Postleitzahl: 6939
frühere BFS-Nr.: 5145
Koordinaten: 713126 / 100636
Höhe: 859 m ü. M.
Fläche: 6,56 km²
Einwohner: 437 (31. Dezember 2002)
Einwohnerdichte: 67 Einw. pro km²
Website: www.altomalcantone.ch
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Arosio TI (Schweiz)
Arosio TI (Schweiz)
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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Arosiof zu vermeiden.

Arosio ist eine Ortschaft in der Tessiner Gemeinde Alto Malcantone im oberen Malcantone. Bis 2005 war Arosio eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie

Arosio
Gemeindestand vor der Fusion am 13. März 2005

Arosio besteht aus zwei voneinander getrennten Siedlungen Terra di sopra und Terra di sotto und ist überwiegend eine Wohngemeinde.

Geschichte

Der Fund einer grösseren Menge römischer Münzen spricht für die Überlieferung, nach der eine Römerstrasse von Ponte Tresa TI und Novaggio nach Arosio hinauf und von dort zum Monte Ceneri hinunter geführt haben soll. Frühere Formen des Namens sind Arosium, Aloxio, Aroxio, Roseo. Rosio.[1]

Zum ersten Mal wird das Dorf 1180 erwähnt.[1] Im Mittelalter hatte Arosio zentralörtliche Funktionen im oberen Magliasinatal, das damals Valle d'Arosio hiess und mit den Dörfern Arosio, Breno, Cademario, Mugena, Tortoglio und Vezio eine wirtschaftliche und politische Einheit bildete. Die 1217 erstmals erwähnte Kirche San Michele, 1640 bis 1647 stark umgebaut, besitzt einen Freskenzyklus von Antonio da Tradate und bemerkenswerte Stuckarbeiten lokaler Künstler aus dem 17. und 18. Jahrhundert.[2] 1217 besass hier die Kirche Santa Maria in Como Grundstücke, ebenso das Kloster Sant’Abbondio in Como. Der Bischof von Como hatte den Kastanienzehnten, der am Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgekauft wurde. Unter den Herzögen von Mailand musste Arosio in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts 30 Mann zum Heer stellen.[1]

Arosio gehörte früher zur Kirchgemeinde Agno, doch weiss man nicht, wann es sich davon loslöste. 1571 bildete es bereits eine Unterpfarrei, jedoch verlangte Arosio noch am 30. September 1599 die gänzliche Trennung von Agno.[1]

Einst waren die Baumeister von Arosio in ganz Europa tätig. Zur traditionellen Landwirtschaft gehörte auch die Bewirtschaftung der Alpen. Seit einigen Jahrzehnten dominiert der dritte Sektor, nach 1960 sind neue Wohnquartiere entstanden.[2]

Arosio fusionierte am 13. März 2005 mit den damaligen Gemeinden Breno, Fescoggia, Mugena und Vezio zur neuen Gemeinde Alto Malcantone. Arosio ist aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[3]

Bevölkerung

Arosio: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2000
Jahr  Einwohner
1600
 
150
1683
 
274
1719
 
287
1769
 
230
1799
 
238
1808
 
198
1824
 
242
1836
 
266
1850
 
232
1860
 
176
1870
 
191
1880
 
201
1888
 
197
1900
 
186
1910
 
189
1920
 
198
1930
 
188
1941
 
214
1950
 
197
1960
 
177
1970
 
202
1980
 
237
1990
 
341
2000
 
422
Quelle(n): Bundesamt für Statistik[4][5]
Luftbild aus 1500 Meter von Walter Mittelholzer von 1919
Kirche San Michele
Fresko der Heimsuchung Mariä
Baum auf der Alp Agra
Kastanienwald

Sehenswürdigkeiten

Sport

  • Associazione Calcistica Arosio[9]

Persönlichkeiten

Bildergalerie

Literatur

Einzelnachweise

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