Arthur Haim
deutscher Mediziner und Privatdozent
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Arthur Haim (* 8. Juli 1888 in Posen; † 28. Oktober 1948 in San Francisco) war ein deutscher Mediziner und Privatdozent,[1] der 1934 aufgrund seiner jüdischen Herkunft emigrieren musste.
Leben
Haim wurde in eine jüdische Familie geboren, seit 1932 war er konfessionslos. Nach seiner Approbation 1923 habilitierte er sich 1929 und wurde zum Privatdozenten für Bakteriologie und Serologie am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg berufen. Seit 1932 war er kommissarischer Leiter des Instituts für Experimentelle Therapie in Hamburg. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt. Das Hamburger Tageblatt gab am 31. Juli 1933 bekannt, dass er aufgrund § 3 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem Staatsdienst entlassen wurde.[2] 1934 emigrierte er in die Vereinigten Staaten.[3] Nach bestandenem US-Examen arbeitete er seit 1936 als praktischer Arzt im kalifornischen Palo Alto.
Für ihn ist ein Stolperstein vor dem Hauptgebäude des Krankenhauses in der Martinistraße 52 verlegt.[4]
Literatur
- Hendrik van den Bussche: Die Hamburger Universitätsmedizin im Nationalsozialismus. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-496-02870-3, S. 55.
- Haim, Arthur, in: Michael Grüttner, Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse, de Gruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 123.