Arthur Power

britischer Flottenadmiral, Zweiter Seelord From Wikipedia, the free encyclopedia

Sir Arthur John Power, GCB, GBE, CVO (* 12. April 1889 in London; † 28. Januar 1960 im Royal Hospital Haslar, Gosport, Hampshire) war ein britischer Seeoffizier der Royal Navy und zuletzt Flottenadmiral, der unter anderem zwischen 1945 und 1946 Oberkommandierender der East Indies Station, von 1946 bis 1948 Zweiter Seelord, zwischen 1948 und 1950 Oberkommandierender der Mittelmeerflotte sowie von 1949 bis 1952 Oberkommandierender der Marinebasis Portsmouth war. Er fungierte zudem zwischen 1949 und 1952 als Erster und Leitender Marine-Adjutant von König Georg VII.

Admiral Sir Arthur Power (1944)

Leben

Als Kapitän zur See war Power von 1931 bis 1933 Kommandant des Schweren Kreuzers HMS Dorsetshire.
Zwischen 1939 und 1940 war Kapitän zur See Power außerdem Kommandant des Flottenflugzeugträgers HMS Ark Royal.

Arthur John Power, Sohn von E. J. Power, absolvierte seine Ausbildung zum Seeoffizier auf dem Kadettenschulschiff HMS Britannia und wurde nach deren Abschluss in die Royal Navy übernommen. In der Folgezeit fand er zahlreiche Verwendungen als Seeoffizier und Stabsoffizier. Im April 1931 wurde er als Kapitän zur See (Captain) Kommandant des Schweren Kreuzers HMS Dorsetshire und behielt dieses Kommando bis Juli 1933.[1] Nach einer Verwendung von November 1933 bis Oktober 1935 als Leitendes Marinemitglied im Führungsstab des Imperial Defence College (IDC) in London,[2] fungierte er zwischen Oktober 1935 und September 1937 als Kommandant der Marineschießschule (Gunnery School „HMS Excellent“) in Portsmouth[3] und wurde in dieser Verwendung 1936 zum Commander des Royal Victorian Order (CVO) ernannt. Während er von Januar 1938 und April 1940 Kommandant des Flottenflugzeugträgers HMS Ark Royal war,[4] bekleidete er zwischen Januar 1939 und April 1940 auch den Posten als Chef des Stabes beim Kommandeur der Flugzeugträger (Chief Staff Officer, Flag Officer, Aircraft Carriers).[5]

Im Zweiten Weltkrieg war Power als Konteradmiral (Rear-Admiral) von Mai 1940 bis Mai 1942 als Assistierender Chef des Marinestabes für die Heimatverbände der Royal Navy (Assistant Chief of the Naval Staff (Home)) zuständig[6] und wurde für seine dortigen Verdienste 1941 zum Companion des Order of the Bath (CB) ernannt. Anschließend war er zwischen September 1942 und Mai 1943 Kommodore des zur Heimatflotte (Home Fleet) beziehungsweise zur Mittelmeerflotte (Mediterranean Fleet) 15. Kreuzergeschwaders (15th Cruiser Squadron)[7] und im Anschluss als Nachfolger von Sir Stuart Bonham Carter[8] von Mai 1942 bis zu seiner Ablösung durch Sir Louis Keppel Hamilton[9] im Oktober 1943 Flaggoffizier der Marine in Malta (Flag Officer in Command, Malta).[10]

Als Vertreter von Sir James Somerville[11] beziehungsweise ab August 1944 von Sir Bruce Fraser[12] fungierte er zwischen Dezember 1943 und November 1944 als stellvertretender Oberkommandierender der Östlichen Flotte (Second-in-Command, Eastern Fleet)[13] und war zeitgleich von Dezember 1943 bis November 1944 auch Kommodore des 1. Schlachtgeschwaders (1st Battle Squadron).[14] Für seine Verdienste wurde er am 1. Januar 1944 als Knight Commander des Order of the Bath (KCB) geadelt, so dass er fortan das Prädikat „Sir“ führte.[15] Im weiteren Kriegsverlauf wurde er im November 1944 Nachfolger von Sir Geoffrey Layton[16] als Oberkommandierender der Seestreitkräfte in Ostindien (Commander-in-Chief, East Indies Station) und behielt dieses Kommando bis zu seiner Ablösung durch Sir Clement Moody[17] im Dezember 1945.[18]

Sir Arthur Power, der am 1. Januar 1946 auch Knight Grand Cross des Order of the British Empire (GBE) wurde, übernahm als Admiral von Sir Algernon Willis[19] im Februar 1946 das Amt des Zweiten Seelords (Second Sea Lord) und war damit bis zu seiner Ablösung durch Sir Cecil Harcourt[20] im März 1948 als Chief of Naval Personnel für die Personalfragen der Royal Navy zuständig.[21] Im Mai 1948 löste er Sir Algernon Willis als Oberkommandierender der Mittelmeerflotte (Commander-in-Chief, Mediterranean Fleet) ab und behielt dieses Kommando bis Mai 1950, woraufhin Sir John Edelsten[22] seine Nachfolge antrat.[23] Er wurde am 2. Januar 1950 auch noch Knight Grand Cross des Order of the Bath (GCB) und übernahm zuletzt abermals von Sir Algernon Willis im September 1950 den Posten als Oberkommandierender der Marinebasis Portsmouth (Commander-in-Chief. Portsmouth). Dieses Kommando behielt er bis September 1952 und wurde im Anschluss erneut von Sir John Edelsten abgelöst.[24] Er fungierte zudem als Nachfolger von Sir Henry Ruthven Moore[25] zwischen 1949 und seiner Ablösung durch Sir Rhoderick McGrigor[26] 1952 als Erster und Leitender Marine-Adjutant von König Georg VII. und wurde am 22. April 1952 zum Flottenadmiral (Admiral of the Fleet) befördert, ehe er im September 1952 in den Ruhestand trat.

Aus seiner 1918 geschlossenen ersten Ehe mit Amy Bingham, Tochter eines Obersts, gingen drei Söhne hervor, darunter Sir Arthur Mackenzie Power (1921–1984),[27] der als Vizeadmiral der Royal Navy unter anderem von 1973 bis 1975 Marinebasis Plymouth (Flag Officer, Plymouth) sowie im Anschluss zwischen 1975 und seinem Tode 1984 Sekretär des Senats der Anwaltskammern (Inns of Court) war.

Commons: Arthur Power – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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