Arturo de Ascanio

spanischer Zauberkünstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Arturo de Ascanio y Navaz (* 22. März 1929 auf den Kanarischen Inseln; † 6. April 1997 in Madrid) war ein spanischer Zauberkünstler, der als „Vater der spanischen Kartenkunst“ bekannt ist.[1] Er wurde von Milbourne Christopher als „der Dai Vernon von Spanien“ bezeichnet.

Leben

Maestro Ascanio (so wurde er vom zeitgenössischen Zauberkünstler Juan Tamariz genannt) wurde 1929 als Arturo de Ascanio y Navaz auf den Kanarischen Inseln geboren. Er studierte Jura und wurde ein Anwalt und Amateurzauberer. Ascanio nahm an der Begründung der Escuela Mágica de Madrid teil, einem Zusammenschluss von Zauberkünstlern.[2] Ungeachtet des Ruhms, den er durch seine Kartenkunst erreichte, wurde er nie ein professioneller Zauberkünstler und setzte seine Karriere als Anwalt fort. Er starb im Jahr 1997 in Madrid.

Wenn er seine Vorführungen vorbereitete, achtete Ascanio sehr genau auf die Natürlichkeit, die Lässigkeit und die Langsamkeit seiner Bewegungen. Er glaubte, dass jede hektische oder unnatürlich wirkende Aktion die magische Atmosphäre zerstören würde[3].

Zauberkunst

Techniken

Ascanio ist für eine Technik namens „Ascanio Spread“ sehr bekannt. Diesen Namen etablierte Fred Kaps, Ascanio gab seiner Technik den Namen The Wiggle („das Wackeln“). Von dieser Technik wurden später mehrere Variationen des Auffächerns der Karten und mehrere Methoden, die Karten auf den Tisch zu legen, sodass deren eigentliche Anzahl versteckt wird.

Zaubertricks

Ascanio verbesserte mehrere Kartentricks, aber zu seinen bekanntesten Stücken gehören Aces with Love („Asse mit Liebe“) und Sleightless Oil and Water („Öl und Wasser ohne Fingerfertigkeit“). Er entwickelte einige Variationen dieser Zauberkunststücke.

Auszeichnungen

Schriften

  • Navajas y daltonismo (magia de las navajas). Sociedad Española de Ilusionismo, Barcelona 1958 (Neuauflage 2002, ISBN 84-89749-24-8).
  • Los días negros (mi versíon). El juego del enamorado. (Manuskript).
    • französisch: Les jours noirs (ma version). Le tour de l’amoureux. Joker Deluxe, Cergy-Pontoise 1997, ISBN 2-9507417-9-7 (übersetzt von Laurent Vadel und Alain Midan).
  • Arturo de Ascanio, Charly Miret, Reinhard Müller: Das Ascanio Seminar. Graz 1980.[7]
  • Arturo de Ascanio: La magia de Ascanio, Vol.1–Vol.7. 1992.[8][2]

Posthum

Posthum gab Jesús Etcheverry teils vorher unveröffentlichte Aufsätze, Vorträge, Interviews und andere Materialien auf Englisch heraus:

  • Arturo de Ascanio: The Magic of Ascanio, Part One, The Structural Conception of Magic. Hrsg.: Jesús Etcheverry. Páginas, Madrid 2005.
    • Neuauflage als spanisches Hörbuch, La magia de Ascanio. Concepción estructural de la Magia, 2024, ISBN 9788415058663
  • Arturo de Ascanio: The Magic of Ascanio, Part Two, Studies of Card Magic. Hrsg.: Jesús Etcheverry. Páginas, Madrid 2006.
  • Arturo de Ascanio: The Magic of Ascanio, Part Three, More Studies of Card Magic. Hrsg.: Jesús Etcheverry. Páginas, Madrid 2008.
  • Arturo de Ascanio: The Magic of Ascanio, Part Four, Knives and Color-Blindness. Hrsg.: Jesús Etcheverry. Páginas, Madrid.

Literatur

  • Ascanio: A Biographical Interview von Docampo, veröffentlicht in Ilusionismo #178, 1959 (englisch)
  • Reinhard Müller: Arturo de Ascanio weilt nicht mehr unter uns, in: Magie, 77. Jahrgang, Heft Nr. 5/6, Mai/Juni 1997, Seite 302 ff, herausgegeben von Magischer Zirkel von Deutschland, ISSN 2566-6908

Einzelnachweise

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