Ashley Hugill
englischer Snookerspieler
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Ashley Hugill (* 28. September 1994) ist ein englischer Snookerspieler aus Yorkshire im Norden Englands. 2017 qualifizierte er sich erstmals für die World Snooker Tour der Profis. Sein größter Tourerfolg war das Erreichen des Viertelfinals bei den English Open 2022.
| Ashley Hugill | |
|---|---|
| Geburtstag | 28. September 1994 (31 Jahre) |
| Nationalität | |
| Profi | 2017–2019, 2020–2024, 2026– |
| Preisgeld | 189.087 £[1] |
| Höchstes Break | 140[1] (China Open 2019, Q) |
| Century Breaks | 40[1] |
| Weltranglistenplatzierungen | |
| Höchster WRL-Platz | 67 (Juni–Juli, August–Oktober 2023) |
| Aktuell | 126 (Stand: 30. August 2026) |
| Beste Ergebnisse | |
| Ranglistenturniere | Viertelfinale English Open 2022 |
| Amateurturniere | WSF Open 2020 |
Karriere
Erste Anläufe auf das Profisnooker
Ashley Hugill stammt aus der Ortschaft Melbourne östlich von York und ging in Pocklington zur Schule.[2] Er begann mit Poolbillard und wechselte dann zum Snooker. Zu seinem 11. Geburtstag bekam er Snookerunterricht geschenkt. Er trainierte zuerst in York und später mehrmals wöchentlich an der Snooker Academy in Sheffield, wo er auch gegen Profis wie Ronnie O’Sullivan und Ding Junhui antreten konnte.[3] Aber erst mit 19 Jahren nahm er erstmals an den für Amateure offenen Profiturnieren der Players Tour Championship (PTC) in England teil und bewarb sich am Ende der Saison 2013/14 auch in der Q School, verlor aber jeweils seine Auftaktmatches.
Im Jahr darauf spielte er die komplette Eurotour der PTC und erreichte bei den Bulgarian Open 2014 das Hauptturnier. In der Q School 2015 scheiterte er erst im Gruppenhalbfinale an Chen Zhe. Durch seine Platzierung in der Q School Order of Merit gehörte er aber zu den Spielern, die freie Plätze in der Qualifikation für die Profiturniere der Saison 2015/16 besetzen durften. Bei den Australian Open besiegte er Zhang Yong und beim German Masters gelang ihm ein 5:1-Sieg über den Weltranglistendritten Neil Robertson.[4] Danach verpasste er aber jeweils den Einzug ins Hauptturnier. Der gelang ihm dagegen in allen 6 europäischen PTC-Turnieren. Damit qualifizierte er sich auch für die EBSA Amateur Play Offs, wo er aber im Halbfinale ausschied. Auch bei der anschließenden Q School war spätestens im Viertelfinale Schluss.
Amateur- und Profijahre ab 2016
Immerhin reichte es erneut für die Order of Merit, wodurch er auch nach dem Wegfall der Players Tour Championship als Ersatzspieler auf der Main Tour vertreten war. Sein bestes Ergebnis in der Saison 2016/17 war das Erreichen der Runde der Letzten 32 beim Snooker Shoot-Out. Im Mai 2017 trat er dann zum vierten Mal in der Q School an und gleich beim ersten Turnier gelang ihm der Einzug ins Gruppenfinale. Dort besiegte er William Lemons und sicherte sich damit für zwei Jahre die Zugehörigkeit zur Main Tour als Snookerprofi.
In der Saison 2017/18 hatte Hugill seinen ersten Erfolg, als er mit einem Sieg über Mitchell Mann in der Qualifikation für die Indian Open erstmals in die Hauptrunde eines reinen Profiturniers einzog. Bei den Scottish Open erreichte er das Achtelfinale und schlug auf dem Weg u. a. Allister Carter mit 4:3. Im Achtelfinale unterlag er John Higgins mit 0:4. Beim Shoot-Out kam er unter die Letzten 32 und dreimal erreichte er noch Runde 2, bei allen übrigen Turnieren verlor er sein Auftaktmatch. Im zweiten Jahr konnte er sich nicht steigern und kam nie über die zweite Runde hinaus. Darum musste er zum Ende der Saison 2018/19 die Profitour wieder verlassen.
In der Q School 2019 hatte Hugill die Gelegenheit zur sofortigen Rückkehr, doch durch ein 3:4 gegen Lukas Kleckers, das im Decider auf Schwarz entschieden wurde, verpasste er das entscheidende Qualifikationsspiel. In den anderen beiden Turnieren war er chancenlos. Damit blieben ihm im Jahr darauf nur die Gibraltar Open als für Amateure offenes Profiturnier. Nach vier Qualifikationsspielen gewann er dort drei Partien gegen Profispieler und kam bis ins Achtelfinale. Während der Saison spielte er in der Challenge Tour 2019/20 der Amateure und wurde souverän Sieger der Tourwertung, nachdem er 2 der 10 Turniere gewonnen und ein weiteres Mal das Finale erreicht hatte. Das alleine hätte ihm schon zu zwei weiteren Profijahren verholfen, er trat aber auch bei den WSF Open an und sicherte sich mit einem 5:3-Finalsieg über Iulian Boiko die Teilnahme an den Saisons 2020/21 und 2021/22 der Profis.
Tourrückkehr mit neuen Bestmarken
Der zweite Anlauf als Profi begann mit einem Fehlstart und Niederlagen bei den ersten 5 Turnieren. Bei den Scottish Open gewann er im Dezember sein erstes Match. Auch 3 Siege in den 7 Gruppenspielen der WST Pro Series brachten nicht die Wende und bis zum Saisonende gewann er nur noch ein weiteres Spiel. Auch die zweite Saison war von frühen Niederlagen geprägt, doch diesmal gelangen Hugill einzelne Erfolge. Direkt zu Beginn erreichte er die Halbfinal-Gruppenphase der Championship League und später dann das Achtelfinale des European Masters. Schließlich gelang ihm mit der prestigeträchtigen Qualifikation für die Hauptrunde der Snookerweltmeisterschaft noch einer der größten Erfolge seine Karriere. Am Saisonende belegte er zwar mit Platz 70 die höchste Platzierung seiner Karriere, die aber nicht für eine direkte Qualifikation ausreichte. Dank der guten Ergebnisse führte aber Hugill die Ein-Jahres-Rangliste der nicht für die nächste Saison qualifizierten Spieler an, was seine Profikarriere um zwei weitere Spielzeiten verlängerte.[5]
2022/23 begann mit einzelnen Siegen, bevor er in der UK Championship erstmals in Runde 3 kam. Zum Jahresende gelang ihm dann bei den English Open 2022 als neue Karrierebestleistung der Einzug ins Viertelfinale nach einem 4:1-Sieg über Martin Gould. Den Erfolg untermauerte er mit dem Erreichen der dritten Runde in der WM-Qualifikation mit zwei 10:8-Siegen über George Pragnell und Lukas Kleckers. Die nächste Saison begann er damit auf 67 in der Weltrangliste, eine neue Bestplatzierung. Beim European Masters 2023 schlug er die Nummer 11 Ali Carter mit 5:4 und kam danach ins Achtelfinale. In der Saisonmitte gab es aber viele Auftaktniederlagen, weshalb er nicht richtig vorankam. Die Runde der Letzten 32 beim World Open und ein Sieg bei der Weltmeisterschaft am Saisonende reichten lediglich zur Rückeroberung von Platz 67, womit er knapp an der Weiterqualifikation scheiterte und erneut zum Amateur wurde.
Erneuter Kampf um den Profistatus
Nachdem die Q School mit zwei Auftaktniederlagen enttäuschend verlaufen war, nahm er in der folgenden Saison an der Q Tour teil. Er kam zwar bei zwei Turnieren der Serie ins Achtelfinale, aber in der Endwertung nur auf Platz 27.[6] Bei der WSF Championship war im Achtelfinale und bei der Europameisterschaft im Viertelfinale Schluss. In der Q School 2025 spielte er zwar stark, es reichte aber ebenso nicht: Zweimal verlor er im Halbfinale seiner Gruppe. In der Order of Merit war er immerhin als Drittplatzierter regelmäßig Nachrücker in der Profisaison 2025/26 und konnte an 11 Turnieren der Profitour teilnehmen. Dabei hatte er Unterstützung von Anthony Hamilton, der seine eigene Karriere beendet hatte und sein Coach wurde.[7] Beim Saudi Arabia Masters und den Scottish Open kam er in Runde 3 und bei den Northern Ireland Open noch eine Runde weiter unter die Letzten 32. Um wieder fest auf die Tour zurückzukommen, spielte er parallel ein zweites Jahr in der Q Tour. Bereits im zweiten Turnier kam er ins Halbfinale. Mit einem weiteren Halbfinale und dem Sieg im siebten und letzten Turnier sicherte er sich einen Platz in den Play-offs. Dort erreichte er das Entscheidungsspiel gegen Mark Joyce und sicherte sich mit einem 10:5-Sieg zwei weitere Profijahre.[8]
Erfolge
Profiturniere
- Viertelfinale: English Open (2022)
- Achtelfinale: Scottish Open (2017), Gibraltar Open (2020), European Masters (2022, 2023)
Qualifikationsturniere
Amateurturnier
- York Masters 2015[9]
