Asma Khalifa

libysche Frauenrechts- und Friedensaktivistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Asma Khalifa (arabisch أسماء خليفة) ist eine libysche Frauenrechts- und Friedensaktivistin. Sie war in mehreren Ländern anktiv, inklusive Libyen, Jemen und Syrien. Sie wurde 2016 mit dem Luxembourg Peace Prize ausgezeichnet und 2017 als eine der „100 most influential young Africans“ bei den Africa Youth Awards benannt.

Leben

Asma Khalifa wurde in Zuwara geboren und ist Amazigh (Berber).[1] Bereits vor 2011, als sie in der Jugendarbeit tätig wurde, engagierte sie sich für Frauenrechte. Aufgewachsen als nicht-arabische Amazigh in Libyen unter der Herrschaft von Oberst Muammar al-Gaddafi, erlebte Khalifa die negativen Auswirkungen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Sie widmete ihr berufliches Leben dem Aufbau der libyschen Zivilgesellschaft und arbeitete zuletzt an Friedensförderung und Konflikttransformation im Land.[2] Seit 2014 konzentriert sie sich verstärkt auf Friedensarbeit in Libyen, Syrien und Jemen.[3] In Libyen setzte sie sich unter anderem für die Stärkung der Teilhabe von Frauen an der Kommunalpolitik und den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt ein. Khalifa arbeitete zudem als Beraterin für eine libysche Nichtregierungsorganisation an einem Projekt zur Bekämpfung von Kinderehen und ist Trainerin im Projekt „Junge Friedensstifter“ von Tripoli Good. Sie hat sexuelle Gewalt in Syrien dokumentiert und interviewt weibliche Flüchtlinge für ein Buch über die menschliche Seite der Flüchtlingskrise. Darüber hinaus hat Khalifa Luftangriffe im Jemen untersucht und erforscht.[3]

Khalifa ist Mitbegründerin des Tamazight Women Movement, einer Denkfabrik und Kampagnengruppe, die sich für mehr Geschlechtergleichstellung indigener Frauen in Nordafrika einsetzt. Am 25. Mai 2016 wurde ihr von der Schengen Peace Foundation der Luxemburg-Friedenspreis für ihren Einsatz für Frieden und Konfliktlösung verliehen.[4][5] Khalifa wurde 2017 von den Africa Youth Awards als eine der 100 einflussreichsten jungen Afrikanerinnen des Jahres ausgezeichnet.[6] 2016 bis 2017 war sie Beraterin der Friedrich-Ebert-Stiftung und gab Schulungen zum Thema Friedensförderung.[7] Seit 2019 promoviert Khalifa an der Universität Hamburg in Politikwissenschaft und Philosophie.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI