Aspergillsäure

Antibiotikum und Fungizid From Wikipedia, the free encyclopedia

Aspergillsäure ist ein Antibiotikum und Fungizid aus manchen Stämmen von Aspergillus flavus.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Aspergillsäure
Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Aspergillsäure
Andere Namen
  • 6-Butan-2-yl-1-hydroxy-3-(2-methylpropyl)pyrazin-2-on
  • 6-sec-Butyl-1-hydroxy-3-isobutyl-2(1H)-pyrazinon
  • 6-sec-Butyl-3-isobutylpyrazinol-1-oxid
  • 2-Hydroxy-3-isobutyl-6-(1-methylpropyl)pyrazin-1-oxid
  • 3-Isobutyl-6-sec-butyl-2-hydroxypyrazin-1-oxid
Summenformel C12H20N2O2
Kurzbeschreibung

blassgelbe Nadeln[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 490-02-8
PubChem 10272
Wikidata Q4807880
Eigenschaften
Molare Masse 224,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

97–99 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Toxikologische Daten

4–5 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Aspergillsäure ist toxisch,[4] vermutlich teilweise als Chelator aufgrund einer Bindung von Calcium-Ionen.[5] In Mäusen können Dosen von über 5 Milligramm zu Krämpfen und zum Tod führen.[6] Aspergillsäure besitzt eine verminderte Wirksamkeit in Anwesenheit von Eisen-Ionen.[6]

Darstellung

Analoga der Aspergillsäure

Aspergillsäure kann aus Zellkulturen extrahiert werden.[3][6] Verschiedene Stämme von Aspergillen produzieren unterschiedliche Analoga der Aspergillsäure, z. B. Flavacol aus Aspergillus flavus, das dann von Aspergillus sclerotiorum am Stickstoffatom zu Neoaspergillsäure hydroxyliert werden kann.[7][8] Durch weitere Hydroxylierung entsteht Neohydroxyaspergillsäure.[8]

Abbau von Aspergillsäure[7]

Eine Totalsynthese für racemische Aspergillsäure wurde beschrieben.[9] Aspergillsäure kann zu Leucin und Isoleucin abgebaut werden.[7]

Geschichte

Edwin C. White und Justina H. Hill entdeckten 1940 eine bakterizide Wirkung gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien in Filtraten von Trypton-Salz-Kulturmedien, nachdem ein Stamm von Aspergillus flavus darin kultiviert wurde. Im Jahr 1943 wurde Aspergillsäure kristallisiert.[3][10]

Einzelnachweise

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