Assaba-Massiv

Bergmassiv in Mauretanien From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Assaba-Massiv ist ein Hochland in der Wüste Sahara im südlichen Zentrum von Mauretanien. Nach ihm benannt ist die mauretanische Verwaltungsregion Assaba. Das Assaba-Massiv besteht im Prinzip aus einer unregelmäßig umrandeten Schichtstufe, die durch Erosion vielfach zerschnitten ist und so eine Vielzahl von Tafelbergen und Schluchten aufweist, die oft um 50 bis 100 Meter oder mehr steil abfallen.

Das Assaba-Massiv erstreckt sich als vielfach zergliedertes Plateau und südwestlicher Ausläufer des Tagant-Plateaus 195 Kilometer weit in Nord-Süd-Richtung bei einer Breite von meist etwa 40 Kilometer.[1] Es trennt das westmauretanische Tiefland südöstlich der Wüste Erg Amatlich, Aftoût genannt,[2] von dem Landschaftsbecken El Hodh, das einen großen Teil des Südostens von Mauretanien einnimmt. Die Grenze zum Tagant-Plateau im Norden markiert ein von Nordwesten nach Südosten verlaufender verkehrsgünstiger Einschnitt in das Bergland, den die Nationalstraße N3 als wichtigste West-Ost-Straßenverbindung Mauretaniens nutzt. Für den westlichen Foum Djoûk genannten Anstieg zu diesem Einschnitt wird die Passhöhe mit 223 m angegeben.[3]

Verwaltungsmäßig gliedert sich das Assaba-Massiv in das Département Guerou für das nördliche Drittel, die Gemeinde Legrane im Département Kiffa für den Mittelteil, beide in der Verwaltungsregion Assaba, und im Süden liegt das Département Ould Yengé in der Verwaltungsregion Guidimaka. Hier enden die südlichen Ausläufer des Massivs, 14 Kilometer von der Grenze zwischen Mali und Mauretanien entfernt.

Die höchsten Erhebungen des Assaba finden sich am Ostrand über dem Becken El Hodh. Bei der Stadt Guerou erreicht der vorgelagerte Berggipfel Mont Tizzai 637 m.[4] Südlich und östlich von Legrane (139 m) liegen die Steilabfälle bei 420 m und bei 409 m Gipfelhöhe[5][6]

Das Assaba-Massiv ist Quellgebiet des Gorgol sowie des Oued Garfa und vieler ihrer Zuflüsse, die sich in der Regenzeit füllen und ihr Wasser nach Südwesten dem Senegal zuführen.

Einzelnachweise

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