Astellas Pharma

deutsches Arzneimittelunternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Astellas Pharma GmbH ist ein deutsches, forschendes Arzneimittelunternehmen und die Tochtergesellschaft des japanischen Unternehmens Astellas Pharma Inc. (auch Astellas Seiyaku K.K.; japanisch: アステラス製薬株式会社 Asuterasu Seiyaku Kabushiki-kaisha). Neben Takeda Pharmaceutical und Daiichi Sankyo ist Astellas Pharma Inc. eines der drei größten japanischen Pharmaunternehmen mit einem Umsatz von ca. 10,8 Milliarden Euro. Die deutsche Tochtergesellschaft verzeichnete im Fiskaljahr 2024 in etwa 719 Millionen Euro.[2][3]

Schnelle Fakten
Astellas Pharma GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 2005
Sitz München, Deutschland Deutschland
Leitung Anders Norden
Mitarbeiterzahl 250[1]
Umsatz 719 Mio. EUR
Branche Pharmazie
Website astellas.com
Stand: 4. November 2025
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In Deutschland hat die Astellas Pharma GmbH einen Standort in München mit rund 250 Mitarbeitenden. International beschäftigt die Muttergesellschaft Astellas Pharma Inc. mehr als 13.500 Mitarbeitende.[4]

Geschichte in Deutschland

Im Januar 2002 wurde die Klinge Pharma zu einer 100%igen Tochter von Fujisawa, es erfolgt die Umbenennung in Fujisawa Deutschland GmbH. Die Astellas Pharma GmbH entstand 2005 als deutsches Tochterunternehmen der Astellas Pharma Inc., Tokio aus der Fusion der beiden Unternehmen Yamanouchi Pharma GmbH und Fujisawa Deutschland GmbH.

Im Jahr 2016 übernahm Astellas dann das Mainzer Biotech-Unternehmen Ganymed Pharmaceuticals zu einem Kaufpreis von 422 Millionen Euro, plus weiteren erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen von bis zu 860 Millionen Euro.[5]

Die Gesellschaft ist in München ansässig und wird seit 2025 von Andreas Norden als Geschäftsführer gesteuert. Die deutsche Niederlassung ist außerdem Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller und engagiert sich international in der klinischen Forschung.[6][7][8][9]

Immunsuppression

Zu den wichtigsten Forschungsschwerpunkten der Astellas zählt die Immunsuppression, ein Vorgang, bei dem immunologische Prozesse unterdrückt werden. Unerwünschte Reaktionen des Immunsystems müssen z. B. nach Organtransplantationen gehemmt werden. Der Körper reagiert auf das neue, d. h. "fremde" Organ mit einer natürlichen Abstoßungsreaktion. Diese kann mithilfe der Immunsuppression unterbunden werden.

Forschungspreise

DTG Forschungspreis Immunsuppression

Das Unternehmen fördert alljährlich den DTG Forschungspreis Immunsuppression, der ursprünglich von der Fujisawa GmbH ins Leben gerufen wurde. Mit dem Preis werden theoretisch und klinisch tätige Wissenschaftler ausgezeichnet, deren wissenschaftliche Tätigkeit sich mit der Immunsuppression mit Tacrolimus beschäftigt. Er besteht aus einem mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis und zwei mit je 2.500 Euro dotierten Förderpreisen.[10]

Astellas Forschungspreis Dermatologie

Der Forschungspreis Dermatologie wird seit 2007 alle 2 Jahre verliehen und für wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der entzündlichen Hauterkrankungen an in Deutschland arbeitende Wissenschaftler vergeben. Er besteht aus einem mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis und einem mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis.[10]

Forschungspreis Prostatakarzinom

Astellas unterstützt jährlich den von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) ausgeschriebenen „Forschungspreis Prostatakarzinom“. Der von Astellas Pharma gestiftete Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird im Rahmen der Jahrestagung der DGU verliehen.[10]

Einzelnachweise

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