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Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren

Dokumentarfilm von Wilfried Hauke From Wikipedia, the free encyclopedia

Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren ist ein deutsch-schwedischer Kinofilm aus dem Jahr 2025. Der Film ist eine Interpretation der Kriegstagebücher von Astrid Lindgren (siehe Die Menschheit hat den Verstand verloren) und spielt im Zeitraum von 1939 bis 1945 und in der Gegenwart mit den direkten Nachfahren der weltberühmten schwedischen Autorin. Er ist eine Koproduktion von IDA Film und TV Produktion, Auto Images und Neue Lloyd Film Distribution, in Zusammenarbeit mit ARTE/NDR, SVT, NRK und Film i Skåne. Der Kinoverleih ist Farbfilm Verleih, der Weltvertrieb Rise and Shine Worldsales.

TitelAstrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren (Tagebücher 1939 - 1945)
OriginaltitelA World Gone Mad – Astrid Lindgrens War Diaries 1939-1945
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheSchwedisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren (Tagebücher 1939 - 1945)
Originaltitel A World Gone Mad – Astrid Lindgrens War Diaries 1939-1945
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Schwedisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen IDA Film & TV Produktion GmbH
Stab
Regie Wilfried Hauke
Drehbuch
Musik George Kochbeck
Kamera
Schnitt Friederike Dörffler
Besetzung
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Handlung

In Stockholm, Schweden, nimmt eine 32-jährige unbekannte Frau am 1. September 1939 einen Stift in die Hand. An diesem Tag beginnt sie, ein Tagebuch zu führen. An diesem Tag beginnt mit dem Überfall von Hitlers Armee auf Polen der Zweite Weltkrieg. Der Griff zum Stift wird für Astrid Lindgren zu einer lebensverändernden Inspiration. Von diesem Tag an bis Ende Dezember 1945 schreibt sie mit politischer Weitsicht ein Protokoll des Krieges und des Alltags im neutralen Schweden. Ihr Tagebuch entwickelt sich dabei immer mehr zu einem leidenschaftlichen Text der Anklage gegen Diktatur und Menschenverachtung. Sie schreibt über ihr Entsetzen angesichts der Ignoranz in ihrem Land, über grausame Schlachten an den Fronten und über die Deportation der Juden. Sie wünscht sich, dass jemand Hitler erschießt, der wie alle Diktatoren für sie ein Psychopath ist. Seit 1940 arbeitet Astrid Lindgren für den schwedischen Geheimdienst, eine Arbeit, die so geheim ist, dass sie es in ihrem Tagebuch nur andeuten kann. Im Winter 1941 ist ihre Tochter Karin monatelang krank. Sie zwingt ihre Mutter, ihr immer wieder neue Geschichten von einer Pippi Langstrumpf zu erzählen, eine Figur, die sie sich selber ausgedacht hat. Astrid Lindgren beginnt im Jahr darauf, die Geschichten von dem starken rothaarigen Mädchen aufzuschreiben und schenkt sie ihrer Tochter Karin am 21. Mai 1944 in einer Kladde zum 10. Geburtstag. Kurz darauf gesteht ihr Mann Sture Lindgren, dass er eine Geliebte hat und sich scheiden lassen will. Während an den Fronten draußen in Europa weiterhin Blut vergossen wird und die Zivilbevölkerungen unter immer heftigeren Bombenangriffen zu leiden haben, bricht ihre eigene Welt zusammen. Mehr und mehr entdeckt Astrid Lindgren die heilende Kraft des Schreibens für sich. Kurz bevor sie das Kriegstagebuch mit dem letzten Eintrag vom 31. Dezember 1945 schließt, erscheinen die Geschichten von Pippi Langstrumpf erstmals gedruckt im Stockholmer Verlag Raben & Sjögren. Die dokumentarische Rahmenhandlung zeigt die Tochter Karin Nyman, die Enkelin Annika Lindgren und den Urenkel Johan Palmberg in der Gegenwart, die in den Tagebüchern lesen und an die Originalorte aus den Kriegsjahren fahren, um die Motivation Astrid Lindgrens, ein Tagebuch zuschreiben, ihre Mitarbeit beim Geheimdienst, die Lebenskrise und den Beginn ihrer literarischen Produktion für sich neu zu ergründen.

Hintergrund

Astrid Lindgrens Kriegstagebücher sind erstmals 2015 unter dem Titel „Krigsdagböcker 1939-1945“ im Salikon Förlag, Stockholm, erschienen. Im selben Jahr erschien die deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel „Astrid Lindgren -Die Menschheit hat den Verstand verloren“ bei Ullstein Buchverlage Berlin. Die Lindgren Familie hatte lange gezögert, die Tagebücher zu veröffentlichen. Tochter Karin Nyman sagt rückblickend, ihre Mutter hätte nach so langer Zeit sicher keine Einwände, dass ihre Geheimnisse nun gelüftet werden. „Ihr Mut, zu verzeihen und ihr unbedingter Wille, mit Hilfe der Fantasie die Welt besser zu machen“, sagt Karin Nyman, „waren ihrer Zeit voraus – und sind es immer noch“.[2]

Filmförderung und Dreharbeiten

Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren erhielt von der nordmedia Film- und Mediengesellschaft 150.000 Euro Produktionsförderung. Creative Europe Media förderte das Co-Development mit 120.000 Euro. MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein förderte Materialsicherung und Produktion mit 100.000 Euro. Der Deutsche Filmförderfonds DFFF gewährte eine Produktionsförderung in Höhe von ebenfalls 100.000 Euro. Weitere finanzielle Unterstützung kam vom schwedischen Film i Skåne.[2]

Die Dreharbeiten für den Film fanden zunächst dokumentarisch von Januar 2023 bis Juni 2024 mit der Lindgren-Familie an den Originalschauplätzen in Schweden statt, in Stockholm, Furusund und Vimmerby. Der fiktionale Part wurde mit Produktionsvorbereitung und Dreh in der Zeit von März bis September 2024 in Schleswig-Holstein und Niedersachsen realisiert.[2] Der Film wurde vom 16. August 2024 bis zum 23. August 2024 in Schleswig-Holstein und Schweden gedreht.[3]

Veröffentlichung

Die Weltpremiere fand am 6. November 2025 auf den 67. Nordischen Filmtagen Lübeck statt.[4][5] Der schwedische Sender SVT strahlte am 14. Dezember 2025 eine gekürzte TV-Version in der Primetime aus. Kinostart in Deutschland war am 22. Januar 2026.[2] Eine weitere Premiere soll im März 2026 in Kopenhagen auf dem Dokumentarfilmfestival CHP:DOX stattfinden.[6]

Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronisation übernahm die Hamburger Synchronfirma DMT nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Wilfried Hauke.

Weitere Informationen Rollenname, Schauspieler/in ...
Rollenname Schauspieler/in Synchronsprecher/in
Astrid Lindgren Sofia Pekkari Simona Pahl
Sture Lindgren Tom Sommerlatte -
Karin Lindgren (6 Jahre) Edda Braune -
Karin Lindgren (10 Jahre) Ida Marlene Schütte -
Dokumentarischer Cast Synchronsprecher/in
Karin Nyman (Tochter) Margot Rothweiler
Annika Lindgren (Enkelin) Sabine Falkenberg
Johan Palmberg (Urenkel) Finn Posthumus
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Einzelnachweise

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