Astrid Mair
österreichische Politikerin (ÖVP)
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Astrid Mair (* 4. November 1981[1][2]) ist eine österreichische Politikerin der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Vom 25. Oktober 2022 bis 21. August 2026 war sie Landesrätin in der Landesregierung Mattle.[3][4][5]
Leben
Ausbildung und Beruf
Astrid Mair absolvierte ab 2002 die polizeiliche Grundausbildung und 2011/12 an der Sicherheitsakademie Wien den Grundausbildungslehrgang zur dienstführenden Beamtin. Ab 2012 studierte sie an der Fachhochschule Wiener Neustadt Polizeiliche Führung, das Studium schloss sie 2015 als Bachelor of Arts ab. Ein darauf aufbauendes Masterstudium ab 2017 beendete sie 2019 als Master of Arts.[2]
Mair war Polizistin in der Polizeiinspektion Pradl und ab 2009 in der Polizeiinspektion Kundl. Ab 2017 war sie stellvertretende Bezirkspolizeikommandantin von Kufstein.[2] 2020 arbeitete sie im Kabinett von Innenminister Karl Nehammer.[2][6] Im Jahr 2021 kehrte sie in ihren Heimatbezirk nach Kufstein zurück, wo sie im April Bezirkspolizeikommandantin im Bezirk Kufstein wurde.[2]
Politik
Bei der Landtagswahl in Tirol 2022 kandidierte sie als Spitzenkandidatin im Bezirk Kufstein.[7][8] Allerdings unterlag sie im Vorzugsstimmenwahlkampf Michael Jäger vom Bauernbund, der auf mehr als doppelt so vielen Vorzugsstimmen kam.[4]
In der Landesregierung Mattle ist sie seit dem 25. Oktober 2022 als Landesrätin für die Bereiche Sicherheit, ArbeitnehmerInnen, Generationen sowie Zivil- und Katastrophenschutz zuständig.[1]
Mair gehört dem Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB) an.[4][7][6] Im Februar 2023 wurde sie zur Stellvertreterin von AAB-Landesobmann Jakob Wolf gewählt.[9] Im März 2026 folgte ihr Hermann Gahr als Präsident des Tiroler Zivilschutzverbandes nach.[10]
Im August 2026 geriet Mair wegen ihrer Bewerbung um die stellvertretende Leitung der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung (FGA) der Landespolizeidirektion Tirol in die politische Kritik. Mair, die seit 2022 als Landesrätin der Tiroler Landesregierung tätig ist und zuvor als Polizeibeamtin gearbeitet hatte, bestätigte ihre Bewerbung und erklärte, sie wolle im Fall einer Bestellung zunächst weiterhin Mitglied der Landesregierung bleiben. Für die Zeit ihrer politischen Tätigkeit sollte die Polizeifunktion nach ihren Vorstellungen von einem anderen Beamten ausgeübt werden. Mair begründete ihre Bewerbung unter anderem damit, dass sie den Großteil ihres Berufslebens bei der Polizei verbracht habe und sich rechtzeitig um ihre weitere berufliche Laufbahn kümmern müsse. Die Bewerbung löste innerhalb der Tiroler ÖVP und bei Landeshauptmann Anton Mattle Unmut aus. Nach Medienberichten waren maßgebliche Vertreter der Tiroler ÖVP über die Bewerbung zunächst nicht informiert. Kritisiert wurde insbesondere die Absicht, sich um eine leitende Polizeifunktion zu bewerben, diese jedoch nicht unmittelbar anzutreten und zugleich das politische Amt weiter auszuüben. Politische Mitbewerber warfen Mair in diesem Zusammenhang vor, mehrere öffentliche Funktionen beziehungsweise Karrieremöglichkeiten gleichzeitig offenhalten zu wollen. In der Folge kündigte die Tiroler ÖVP eine personelle Neuordnung der Landesregierung an.[11]
Mair trat am 21. August 2026 als Landesrätin zurück und gab an, sich wieder auf den Polizeiberuf konzentrieren zu wollen. Gleichzeitig verkündete Landeshauptmann Anton Mattle, dass das Amt von Mair nicht nachbesetzt wird und ihre Agenden zwischen den anderen Regierungsmitgliedern aufgeteilt werden.[12]
Mair ist mit dem Tiroler Landespolizeidirektor Helmut Tomac liiert.[6][13]
Weblinks
- Astrid Mair meineabgeordneten.at
- Landesrätin Astrid Mair auf tirol.gv.at