Atlantis-2

transatlantisches Kabel From Wikipedia, the free encyclopedia

Atlantis-2 war ein transatlantisches Glasfaser-Telekommunikationskabel, welches Argentinien, Brasilien, den Senegal, die Kapverden, die Kanarischen Inseln und Portugal verband. Es war das erste Unterseekabel, das Lateinamerika und den afrikanischen Kontinent verband und war bis zur Inbetriebnahme von EllaLink im Juni 2021 das einzige Unterseekabel, das Lateinamerika und Europa direkt verband.[3]

Schnelle Fakten
Atlantis-2
Kabeltyp Glasfaserkabel
Eigentümer internationales Konsortium mit ca. 25 Firmen
Landungsstellen 1. Las Toninas, Argentinien

2. Fortaleza, Brasilien
3. Praia, Kapverden
4. Dakar, Senegal
5. El Médano, Kanarische Inseln, Spanien
6. Lissabon, Portugal
7. Conil, Spanien[1]

Gesamtlänge 12.000 km
Geschwindigkeit 40 Gbit/s (2009)[2]
Aktiv seit 1999
Schließen

Das Atlantis-2-Projekt wurde getragen von einem Konsortium mit 25 internationalen Firmen, darunter in erster Linie Embratel, Telintar, Telefonica de Argentina, Telecom Argentina STET-France Telecom, DTAG, Telecom Italia (außerdem Sonatel, Cabo Verde Telecom, Telefonica, Marconi, France Telecom, Belgacom, CAT, DACOM, Korea Telecom, Polish Telecom, SingTel, Sprint, Swisscom, Telefonica Larga Distancia Puerto Rico, Telefonica Mundo, Teleglobe USA, VSNL, Worldcom).[4] Die Gesamtkosten betrugen 370 Millionen US-Dollar, 100 Millionen US-Dollar investierte Embratel.[5]

Das Kabel war bereit für den Dienst im Februar 2000 mit einer Kapazität von 40 Gbit/s. Zum Ende der Betriebszeit galt Atlantis-2 als alt, überlastet und für den Internet-Datenverkehr nicht geeignet. Deshalb wurde das Seekabel nur für die Übertragung von konventionellen Telefongesprächen verwendet.[6]

Im Jahr 2022 wurde es nach 23 Jahren Betrieb abgeschaltet.[7]

Landestellen

Die Landepunkte sind:[4]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI