Atlasul universului

Film von Paul Negoescu (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Atlasul universului (englischer Festivaltitel: Atlas of the Universe, dt.: Atlas des Universums) ist ein rumänisch-bulgarischer Spielfilm für Kinder unter der Regie von Paul Negoescu aus dem Jahr 2026. Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Generation.

TitelAtlasul universului
ProduktionslandRumänien, Bulgarien
OriginalspracheRumänisch, Ungarisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Atlasul universului
Produktionsland Rumänien, Bulgarien
Originalsprache Rumänisch, Ungarisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 85 Minuten
Stab
Regie Paul Negoescu
Drehbuch Paul Negoescu,
Mihai Mincan
Produktion Radu Stancu,
Ioana Lascăr
Musik Marius Leftărache
Kamera Ana Drăghici
Schnitt Mihai Codleanu
Besetzung
  • Matei Donciu: Filip
  • Johanna Mild: Edith
  • Călin Petru: Anton
  • Sofia Marinescu: Alexandra
  • Marin Grigore: Viorel
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Handlung

Der zehnjährige Filip wohnt mit seiner Mutter und seinem Vater Viorel im rumänischen Dorf Livezeni. Seit sein achtzehnjähriger Bruder Andu bei einem Fußballclub in Italien ist, hat Filip Angst davor, nachts allein zu schlafen. Zu Filips Geburtstag hat Andu an die Mutter Geld überwiesen, von dem sich der Junge in der Stadt neue Fußballschuhe kaufen darf. Bei seinen Turnschuhen hat sich nämlich die Sohle vorne schon ein großes Stück weit gelöst, und dort sammeln sich immer wieder Kieselsteine. Die Mutter schickt ihn mit seinem Vater los, gibt aber genaue Anweisungen: Der Vater dürfe auf keinen Fall das Geld in die Hand bekommen, es dürften nur genau die Schuhe gekauft werden, die sie beide schon zusammen angeschaut hätten. Viorel und Filip sollten direkt zum Geschäft und wieder nach Hause gehen, bevor die Übertragung eines wichtigen Fußballspiels im Fernsehen beginne.

Schnell stellt sich heraus, warum die Mutter so genaue Aufträge gegeben hat: Ein Kumpel überredet den Vater, mit ihm in Sânpetru etwas trinken zu gehen, auch von Glücksspiel ist die Rede. Filip geht allein weiter und nimmt dann den Bus. In der Stadt pulsiert das Leben, Kinder spielen und treiben Sport. Eine Markthalle lockt verführerisch mit Nektarinen, von denen Filip zwei stibitzt und aufisst. Im Schuhgeschäft probiert er einen der gewünschten Schuhe und stellt erfreut fest, dass der Preis gesunken ist, sodass er etwas Wechselgeld für ein Eis erübrigen kann. An dem Marktstand mit den Nektarinen hinterlässt er ebenfalls Geld und rennt weg.

Beim Versuch, die Schuhe zu wechseln, stellt sich dann heraus, dass in dem Karton zwei rechte Schuhe sind. Filip rennt zum Geschäft zurück, doch dort kann man ihm nicht helfen. Zwar bietet ihm der Inhaber eine Rücknahme an, doch ein Austausch würde drei bis vier Wochen dauern. Da fällt der Geschäftsfrau ein, dass vor kurzem die Familie Miron aus Grebenișu de Câmpie ein solches Paar in Filips Größe gekauft und möglicherweise zwei linke Schuhe mitgenommen hat. Auf dem Weg dorthin hat der Junge mehrfach Gelegenheit, sich seinen Ängsten zu stellen: Im Wald begegnet er einem wenig freundlichen Mann mit einem Esel, vor dem er schnell die Flucht ergreift. Auf der Landstraße lässt ein Hund ihn nicht vorbei, doch ein entgegenkommender Fahrradfahrer spricht ihm Mut zu, ändert die Richtung und geht ein Stück mit ihm und gibt ihm Hinweise für den Weg: Grebenișu liege hinter dem Dorf mit der goldenen Kirche.

Der Hund folgt Filip, der ihn nach einem von ihm bewunderten Fußballstürmer Mbappé ruft. Als der Junge auf einem Jahrmarkt nach dem Weg fragt, kann ihm zunächst niemand helfen, denn alle sprechen dort nur Ungarisch. Er fühlt sich fremd. Doch ein Mädchen aus einer Schaustellerfamilie erkennt, wie sehr ihn die Kieselsteine im Schuh stören. Er lässt sich auf sie ein, geht mit in ihren Wohnwagen, und sie repariert die Sohle notdürftig mit Paketband. Gemeinsam „fliegen“ sie in einem der Fahrgeschäfte, und Filip verliert seine Angst. Da sieht er plötzlich von oben die Kirche mit den goldenen Kuppeln, in deren Richtung er gehen muss. Auf dem weiteren Weg durch den Jahrmarkt fällt Filip ein Zebra auf. Er merkt, dass es sich dabei um den Esel aus dem Wald handelt, den sein blinder Besitzer angemalt hat. Dieser erlaubt, dass der Junge den Esel streichelt. So löst sich auch diese Angst auf. Inzwischen ist es dunkel geworden. Als Filip auf fußballspielende Jungen trifft und dort Anton, der Sohn der Familie Miron ist, glaubt er sich am Ziel. Doch Anton klärt ihn auf: Filip müsse zu seinem Cousin Mircea Miron in Untergrebenișu gehen, eine Stunde entfernt. Anton leiht ihm ein Fahrrad, das für ihn selbst inzwischen zu klein ist.

Filip sieht in einem Fernseher, dass die Übertragung des Fußballspiels bereits läuft, und macht sich auf den weiteren Weg. Im Wald ist Mbeppé plötzlich verschwunden. Filip wird es unheimlich, es ist längst dunkel geworden. Auf den Feldern werden die trockenen Überreste der Ernte verbrannt. An einem der Feuer macht Filip Halt und lernt von einem alten Mann, mit seiner Angst vor den Flammen umzugehen. Endlich kommt Filip bei Mircea an – doch dieser hat einen rechten und einen linken Fußballschuh! Mirceas Eltern benachrichtigen Filips Familie, und Mirceas Vater fährt den Jungen nach Hause. Zum Abschied schenkt Mircea Filip die Fußballschuhe, die er vor den neuen getragen hat.

Als Filip am nächsten Morgen allein in seinem Bett erwacht, bellt draußen ein Hund. Die Angst, allein zu schlafen, ist überwunden. Seinem großen Bruder zeigt der Junge im Videocall die geschenkten Fußballschuhe und erzählt von seinen Abenteuern. Die beiden können bald auch bei Regen spielen, weil Filip ja ein Ersatzpaar haben wird.

Produktion

Filmstab

Regie führte Paul Negoescu, der zusammen mit Mihai Mincan das Drehbuch schrieb. Die Kameraführung lag in den Händen von Ana Drăghici, die Musik komponierte Marius Leftărache und für den Filmschnitt war Mihai Codleanu verantwortlich. Für das Sound Design war Victor Miu zuständig.[1]

In der Hauptrolle ist Matei Donciu (Filip) zu sehen.

Produktion und Förderungen

Produziert wurde der Film von Radu Stancu und Ioana Lascăr. Produktionsfirma war deFilm, Bukarest.

Dreharbeiten und Veröffentlichung

Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Generation. Der Weltvertrieb liegt in den Händen von Pluto Film, Berlin.

Auszeichnungen und Nominierungen

Einzelnachweise

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