Attila Wittmer
Schweizer Künstler
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Attila Wittmer (* 1990 in Adligenswil)[1] ist ein zeitgenössischer Schweizer Künstler.
Leben und Werk
Wittmer studierte Kunst und Design an der Hochschule Luzern sowie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Walter Dahn.[2] Wittmer lebt in Luzern.[3]
Für seine Installation Drive, die im Museum Sankturbahnhof ausgestellt war,[4] besprühte Wittmer zwei gebrauchte Motorhauben mit den Markenbegriffen Ford Mustang und Cadillac Fleetwood.[1] Mittels Graffiti machte er so aus Modellen anderer Hersteller eine Luxuslimousine und einen Sportwagen. Ironisch hinterfragt Wittmer damit Statussymbole unserer Zeit, in der nicht die Wirklichkeit zählt, sondern die Fantasie genügt.[5] Für diese Arbeit erhielt Wittmer im Jahr 2025 als erster Künstler überhaupt den mit 5000 Schweizer Franken dotierten Jurypreis «Regional Luzern».[1][6]
Für seine Installation Only You, die Teil der Ausstellung Love in der Kunsthalle Luzern war, besprühte Wittmer alte, gesprungene, vergilbte und ausgeblichene Leuchtreklameschilder mit ebendiesem Liebesbekenntnis.[7]
Für das Projekt Venus von Muri 56/30 untersuchte er zeichnerisch das Stadtwappen der Schweizer Gemeinde Muri bei Bern. Die Zahl steht dabei für die Postleitzahl von Muri.[3]
Bibliografie
- Only You. Attila Wittmer. 2026, Label Rapace, ISBN 978-2-940695-42-3
- I’ve never been afraid of beauty! Die Sammlung Dirk Lehr. 2025, Hrsg. Mannheimer Kunstverein, ISBN 978-3-69216-000-9.
- Attila Wittmer. Widerhall. 2017, Hrsg. Maniac Press, ISBN 978-3-9524865-1-1.
- Lebensnahe Kunst: Bett wird aus echtem Liebeskummer zersägt. In: Luzerner Zeitung. 5. Juli 2025, S. 35.
- «Adliger» Künstler besprayt Schrott und erhält Kunstpreis. In: Zentralplus. 27. April 2025.
- Attila Wittmer erhält den Jurypreis Regional Luzern 25. In: Innerschweiz online. 23. April 2025.
- Kinderzimmer direkt neben den Ateliers. In: Luzerner Zeitung. 15. Juli 2024, S. 11.
- Ein Ring für die Luzerner Kultur. In: Zentralplus. 26. August 2016.
- Diskutieren statt rebellieren und blockieren. In: Zentralplus. 27. April 2016.
- Stille Post. 27 Begegnungen und Momentaufnahmen. Niklaus Oberholzer, 2013, Hrsg. Flurina und Gianni Paravicini, Edizioni Periferia, ISBN 978-3-90601-627-6.
Ausstellungen
Einzelausstellungen
- 2025: Was bleibt noch zu träumen? Greg Podgorski Contemporary Art, Nyon
- 2025: New Stuff. Galerie Hofmatt, Sarnen
- 2024: Rosebud. Galerie Paul Hafner, St. Gallen
- 2023: Crosshairs. Redaktion Luzern, Luzern
- 2018: Widerhall. M35, Luzern
Gruppenausstellungen
- 2026: Drifted Spaces. Reflector Galerie, Bern
- 2025: I’ve never been afraid of beauty! Die Sammlung Dirk Lehr. Mannheimer Kunstverein, Mannheim
- 2025: Dessin. Galerie im Kloster, Luzern
- 2025: Love. Kunsthalle Luzern, Luzern
- 2025: Regional Luzern 25. Museum Sankturbanhof, Sursee
- 2025: neunmal neu. Galerie Kriens, Kriens
- 2024: Venus von Muri – Eine Spurensuche. Singisen Forum, Museen Murikultur und Klosteranlage, Muri
- 2024: 40. Kantonale Jahresausstellung. Kunstmuseum Solothurn, Solothurn
- 2023: Work-Work-Balance. Zsuzsa’s Galerie, Luzern
- 2019: Kraut#5. Kraut Kunstfestival Luzern, Luzern
- 2018: Stefan Auf der Maur, Sara Gassmann, Attila Wittmer. Galerie Kriens, Kriens
- 2017: Extended Ground – Group Show. Galerie Urs Meile, Luzern