August Joly

deutscher Luftpionier From Wikipedia, the free encyclopedia

August Joly (* 2. Oktober 1883 in Rahm im Kreis Düsseldorf; † nach 1919) war ein deutscher Flugpionier.

„Leutnant Jolly und Hauptmann Osius in Johannistal auf ihrem Flug Köln-Königsberg“;
Titelblatt der Zeitschrift Die Luftflotte vom August 1913

Leben

Joly war ein Sohn des königlichen Kommerzienrats Hubert Joly, Gründer und Besitzer des Eisenwerkes Joly in Wittenberg.[1] Zu seinen Onkeln gehörten der Oberförster Paul Joly und der Ingenieur Franz Joly. Seine Cousine war die Dichterin Liesel Joly. Er schlug eine militärische Karriere ein und wirkte anfangs beim Pionier-Bataillon 24. 1912 absolvierte er seine Flugausbildung am Flugplatz Johannisthal und erhielt am 18. Juni 1912 das Flugführerzeugnis mit der Nummer 235.[2] Nach Inbetriebnahme der Fliegerstation Butzweilerhof in Köln diente er unter dem dortigen Hauptmann Wilhelm Goebel.[3] Im Oktober 1912 landete er mit seinem Co-Piloten Niemöller als erster in der Domstadt Speyer.[4]

Joly nahm mit einer Gothaer Taube am Prinz-Heinrich-Flug des Jahres 1913 teil und wurde 4. Platz mit einer Gesamtzeit von 17 Stunden und 59,9 Minuten. Der Gewinner wurde Ferdinand von Hiddessen mit einem Mars-Eindecker.[5] Joly stellte 1913 zusammen mit seinem Beobachter, Hauptmann im Generalstab Ludwig Osius, einen Rekord im Überlandflug auf der Strecke Köln-Berlin-Königsberg auf.[5] Im selben Jahre erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant.[5] Er nahm am Prinz-Heinrich-Flug des Jahres 1914 teil.[6] Während des Ersten Weltkrieges geriet er im November 1914 in französische Kriegsgefangenschaft.[7] Er diente nach seiner Freilassung noch als Flughafenkommandant des Flugplatzes Döberitz[8] und nachfolgend als Flughafenkommandant des Flughafens Müritzsee.[9] 1919 führte er den Rang eines Hauptmanns.[10]

Werke

  • Joly Technisches Auskunftsbuch. 1939

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI