August Schiøtt
dänischer Maler
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Heinrich August Georg Schiøtt (geboren am 17. Dezember 1823 in Helsingør; gestorben am 25. Januar 1895 in Hellebæk) war ein dänischer Architekturmaler, Figuren-, Genre-, Landschafts- und Porträtmaler.

Leben
Schiøtt war ein Sohn des Zollbeamten und Kämmerers Heinrich Erpecum Schiøtt (1797–1870) und dessen Frau Anna Sophie Marie (geborene Fleron; 1800–1862).[1] Er ging bei einem Maler in Kopenhagen in die Lehre und trat später in die Königlich Dänische Akademie der Schönen Künste ein, aus der er 1846 ausschied. Er fertigte zahlreiche Porträts an und stellte mehr als 150 Werke im Schloss Charlottenborg aus, insbesondere Porträts von Mitgliedern des Königshauses und berühmter Persönlichkeiten. In den Jahren 1850 bis 1852 studierte er zunächst in Paris und besuchte anschließend England und Italien. Später bereiste er Norwegen und Island und mit einem Ancker-Stipendium ausgestattet in den Jahren 1872 und 1873 Südeuropa, Ägypten und Palästina. Auf seinen Reisen fertigte er Studien nach lebenden Modellen und hielt die besuchten Landschaften in kleineren Gemälden fest. 1866 wurde Schiøtt ordentlicher Professor und betätigte sich weiterhin als Porträtmaler für den Adel und das wohlhabende Bürgertum.[2]
Werke (Auswahl)
- 1844: Kinderporträt
- Königin Caroline Amalie
- Kronprinz Ferdinand
- Kronprinzessin Caroline
- Prinz Christian von Dänemark (König Christian IX.)
- Baron Carl Frederik Axel Bror von Blixen-Finecke
- Gehejmeraad Fritz Tillisch
- 1850: Kong Vermund og Uffe den spage
- 1852: Asger Rygs Hjemkomst
- Historienmaler Johann Ludwig Lund (führte 1854 zu seiner Aufnahme als Mitglied der Dänischen Akademie der Schönen Künste)
- 1860: Christus i Gethsemane
- 1873: Ansicht der Grabeskirche
- Charlotte Trampe
- Prinzessin Thyra
- Prinz Vilhelm
- Oline Mathilde Lund
- Ada Louisa Grøn
- Ansicht der Grabeskirche
- Meeresküste mit Booten am Strand
- Kinder an einem See im Wald
- Wasserfall
Familie
Schiøtt war zweimal verheiratet[1]
- 25. Mai 1850 mit Betty Augusta Ultima (geborene Søht; 12. Februar 1820 – 2. November 1853), Tochter des Arztes Hans Heinrich, oder Hendrik, Søht (1764 – 21. März 1836) und dessen Frau Laurentse Euphrosyne Bernhardine (geborene Tietchen; um 1776–1867), Witwe des Adolf oder Adolph Ludvig Gustav Philip Schultz (1814–1845)
- 8. Mai 1855 mit Mary Ann oder Anna (geborene Ogelvie; 13. April 1836 – 26. November 1857), eine Adoptivtochter des Kaufmanns Mathias Frederik Oktavius Winther und dessen Frau Emilie Sofie Frederikke (geborene Søht; 1810–1878), einer Schwester seiner ersten Ehefrau
- Sofie Marie Elisabeth Schiøtt (12. Februar 1856 – 19. April 1938) wurde von Vilhelmine Bang (3. Märzs 1848 – 1. Januar 1932) an der Malschule von Peder Severin Krøyer und Laurits Tuxen ausgebildet und besuchte von 1888 bis 1891 die Kunstschule für Frauen der Königlich Dänischen Akademie der Schönen Künste.
Auszeichnungen (Auswahl)
- 1846 die kleine Medaille der Dänischen Kunstakademie und später die große Silbermedaille
- 1854: Mitglied der Königlich Dänischen Kunstakademie
- 1880: Ritter des Dannebrogordens
Literatur
- Sigurd Müller: Schiøtt, Heinrich August Georg. In: Carl Frederik Bricka (Hrsg.): Dansk biografisk Lexikon. Tillige omfattende Norge for Tidsrummet 1537–1814. 1. Auflage. Band 15: Scalabrini–Skanke. Gyldendalske Boghandels Forlag, Kopenhagen 1901, S. 164–165 (dänisch, runeberg.org).
- P. Johansen: Schiøtt [sjøt], Heinrich Aug. Georg. In: Christian Blangstrup (Hrsg.): Salmonsens Konversationsleksikon. 2. Auflage. Band 21: Schinopsis–Spektrum. J. H. Schultz Forlag, Kopenhagen 1926, S. 5–6 (dänisch, runeberg.org).
- Arist Pander: Schiött, August (Heinrich A. Georg). In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 30: Scheffel–Siemerding. E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. 85 (biblos.pk.edu.pl).