August Stegmann
deutscher Maler
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Leben und Wirken
Stegmann war ein Sohn des Oberlehrers Johann Christian Stegmann und dessen Ehefrau Caroline Stegmann geborene Elster. Nach der Schulzeit absolvierte er eine künstlerische Ausbildung im akademischen Atelier von Ferdinand Pauwels in Dresden. Danach ließ er sich dauerhaft in Dresden nieder, wo er als Historien- und Porträtmaler lebte. Daneben betätigte er sich auch als Genre- und Architekturmaler. Am Ende seines Lebens ging er für einige Zeit nach Wolfenbüttel, wo im März 1895 im Lessinghaus mehrere seiner Gemälde ausgestellt waren.
Sein älterer Bruder war der Schriftsteller und Dramatiker Rudolph Stegmann, der ebenfalls in Dresden lebte. Von diesem fertigte er 1887 ein Porträtbild an, das über Emilie Elster (1867–1920), die Frau von Julius Elster (1854–1920), 1920 in den Besitz des Städtischen Museums in Braunschweig kam.[2]
Werke (Auswahl)
Porträts
- 1887: Der Schriftsteller Rudolph Stegmann (Öl auf Leinwand 116 × 81,5 cm, Städtisches Museum Braunschweig)
- 1891: Brustbild des Schriftstellers Dr. Rudolf Döhn
- vor 1894: Rudolph Stegmann (verschollen, ehemals Stadtmuseum Dresden)[3]
- um 1900–1905: Selbstporträt (86,8 × 68,6 cm, Städtisches Museum Braunschweig)
- um 1900–1910: Bildnis der Emilie (Mila) Elster geb. Fink (84,5 × 61,2 cm, Städtisches Museum Braunschweig)
- um 1905–1910: Bildnis des Physikers Prof. Julius Elster (84,2 × 61,4 cm, Städtisches Museum Braunschweig)
- 1907: Bildnis des Opernsängers Eduard Richter (92,4 × 69,3 cm, Städtisches Museum Braunschweig)
Genre-/Historienbilder
- um 1860–1864: Blumenmädchen in Dresden und Susanna im Bade
- 1879: Benedicamus Domino (Motiv aus dem Kloster S. Afra in Meissen)
- 1880: Parmegiano (Connetable von Bourbon und seine Truppen überraschen bei der Erstürmung Roms im Jahr 1527 den Maler Parmegiano beim Malen einer Madonna. Bez: A. Stegmann. – Dresd. ak. KA. 80; Berl. ak. KA. 80. Abb. „Gartenlaube“ u. „Daheim“ 1881.)
- 1882: Christus: „Dein Wille geschehe!“ (Altarbild für eine protestantische Kirche in Norddeutschland)
- 1886: Edeldame mit Federhut betrachtet sich in einem Handspiegel
- 1888: Kartenspielende Landsknechte (Ölmalerei, 29 × 41,2 cm, 1918 erworben, Städtisches Museum Braunschweig)
- 1893: Ein Mönch in seiner hochgewölbten Zelle die Geige spielend
Architekturmalerei
- 1996: Kreuzgang zu Königslutter
- 1897: Brand der Kreuzkirche in Dresden am 16. Februar 1897, Nachm. 5 Uhr. und Brand der Kreuzkirche (die brennende Kirche noch bei Tageslicht)
Literatur
- Stegmann, August. In: Friedrich von Boetticher (Hrsg.): Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band 2/2, Bogen 33–67: Saal–Zwengauer.. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1901, S. 809–810 (Volltext [Wikisource]).
- Stegmann, August Wilh. Ludolph. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 31: Siemering–Stephens. E. A. Seemann, Leipzig 1937, S. 539 (biblos.pk.edu.pl).
- Julia M. Nauhaus: Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig : vollständiges Bestandsverzeichnis und Verlustdokumentation. Olms, Hildesheim 2009, ISBN 978-3-487-13942-5, S. 486–491 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Werke (Auswahl)
Weblinks
- August Stegmann. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
- Eintrag zu August Stegmann in Kalliope