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Auguste Bonheur

französischer Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Auguste François Bonheur (* 3. November 1824 in Bordeaux; † 21. Februar 1884 in Bellevue, Seine-et-Oise) war ein französischer Maler, der sich vor allem auf realistische Landschaftsmalerei mit Tierstaffage spezialisierte. Er entstammte einer künstlerisch produktiven Familie; seine Schwester war die weitaus bekanntere Tiermalerin Rosa Bonheur (1822–1899).[1]

Adolphe-Jean-François-Marin Dallemagne (1811–1882): Porträt von Auguste-François Bonheur. Fine Arts Museums of San Francisco

Leben

Auguste Bonheur wurde 1824 in Bordeaux als Sohn des Malers Raymond Oscar Marie Bonheur geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung bei seinem Vater sowie an der École des Beaux-Arts. Auguste Bonheur stellte von 1845 bis 1868 regelmäßig im Pariser Salon aus, wo er 1852 eine Medaille dritter Klasse, 1859 eine Medaille zweiter Klasse und 1861 eine Medaille erster Klasse erhielt. 1855 war er auf der Pariser Weltausstellung vertreten. Zwischen 1857 und 1874 stellte er mehrfach in der Royal Academy in London aus. 1884 nahm er an der Ausstellung Modern Oil Paintings by Foreign Artists des Art Club in Liverpool teil. 1867 wurde Auguste Bonheur zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt. Auguste Bonheur lebte seit 1865 in Magny-les-Hameaux bei Chevreuse im Département Seine-et-Oise. Er starb am 21. Februar 1884 in Bellevue (Seine-et-Oise).[1]

Werk

Auguste Bonheur debütierte 1845 im Pariser Salon mit dem Gemälde Enfants aux champs (nach Thieme-Becker: einem Kinderbild mit dem Titel Maikäfer flieg). In den folgenden Jahren widmete er sich vornehmlich der Porträtmalerei; nachweislich stellte er Porträts seiner Schwester Rosa Bonheur (1848) sowie seines Vaters Raymond Bonheur (1849) aus. Zu Beginn der 1850er Jahre wandte er sich zunehmend der Landschaftsmalerei zu, die er fortan bis zu seinem Tod pflegte.[2]

Auguste Bonheur entwickelte eine realistische Landschaftsmalerei, die häufig durch Tierstaffage sowie malerische Burgen und Ruinen belebt wird. Der Einfluss seiner Schwester Rosa Bonheur, die als Tiermalerin europaweit Ansehen genoss, auf die thematische Ausrichtung seines Werks ist in der Literatur belegt. Bonheur bereiste für seine Motive das Cantal und die Auvergne sowie die Normandie, die Bretagne, die Pyrenäen, das Rheintal und schottische Seen; die Ausführung der Bilder erfolgte jedoch meist im Atelier.[2]

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 2: Bedeschini – Bülow. Paris, 2006.
  • c.
  • Émile Bellier de la Chavignerie, Louis Auvray: Dictionnaire général des artistes de l'École française. Bd. 1 und Supplément. Paris 1882–1887.
  • Algernon Graves: The Royal Academy of Arts. A Complete Dictionary of Contributors. Bd. 1. London 1905.
  • Algernon Graves: The British Institution 1806–1867. London 1908 [Graves, LE I, 1913].
  • Lydia Harambourg: Dictionnaire des peintres paysagistes français au XIXe siècle. Neuchâtel 1985.
  • Maxime Du Camp: Les Beaux-Arts à l'Exposition Universelle de 1855. Paris 1855, S. 253.
  • Anna Klumpke: Rosa Bonheur. Sa vie, son œuvre. Paris 1908, S. 226, 452.
  • Trenchard Cox: A General Guide to the Wallace Collection. London 1938, S. 173.
  • Gérald Schurr: Les Petits Maîtres de la peinture. Bd. 4. Paris 1979.
  • Pierre Miquel: Le paysage français au XIXe siècle 1840–1900. Bd. 4. Maurs-la-Jolie 1985, S. 159 ff., 383.
  • Friedrich von Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Bd. 1/1. Dresden 1891.
  • Chronique des arts et de la curiosité. Jg. 1884, S. 81.

Einzelnachweise

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