Auguste Lefèvre
französischer Vizeadmiral und Marineminister (1828-1907)
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Auguste Lefèvre (geboren am 20. Dezember 1828 in Brest; gestorben am 6. Januar 1907 in Paris) war ein französischer Vizeadmiral; 1893/94 war er Marineminister.

Leben
Im Oktober 1845 trat er in die École navale (Marineakademie) ein und schloss sie als Zweitbester ab. Als Fähnrich 2. Klasse (August 1847) diente er auf der Reine-Blanche und anschließend auf der Artémise im Indischen Ozean. Als Fähnrich 1. Klasse (September 1849) diente er auf der Caffarelli und anschließend auf der Iéna und wurde im September 1851 zum Leutnant ernannt. Im Juli 1852 ging er an Bord der Uranie und 1853 auf die Véloce in der Station von Neufundland, bevor er während einer langen Kampagne (1854–1857) im Fernen Osten auf der Fregatte Virginie diente. Dort machte er sich während eines Brandes, der Macau am 4. Januar 1856 verwüstete, einen Namen. Außerdem führte er genaue hydrografische Vermessungen der Küsten Koreas durch.
Im Mai 1858 wechselte er auf die Breslaw und wurde im September 1858 zum Ersten Offizier der Souffleur in Brest ernannt. Als Leutnant zur See (November 1859) diente er als Adjutant des Admirals, der die Division der westlichen Küsten Amerikas auf der Duguay-Trouin befehligte, und nahm bis Anfang 1863 an einem Feldzug im Pazifik teil. Als Kommandant der Pilotenschule auf der Argus an der Westküste Frankreichs (Dezember 1863) versah er seinen Dienst im September 1866 auf dem Schulschiff Jean Bart und kreuzte im Atlantik bis nach Neufundland.
Als Zweiter Offizier der Abeille in Rochefort (Januar 1869) war er an der Gründung und Inbetriebnahme der Torpedoschule von Boyardville beteiligt. Als Fregattenkapitän (März 1870) diente er im Mai als erster Adjutant von Admiral Fourichon auf der Magnanime in der escadre du Nord (Flotte des Nordens) und folgte ihm nach Paris, als dieser Marineminister wurde. Im März 1871 wurde er zum Kommandanten des Avisos Vaudreuil in der Pazifikflotte ernannt, wo er sich mit der Hydrographie Mittelamerikas befasste, zahlreiche Archipele erforschte und dafür zwei offizielle Belobigungen erhielt.
Als erster Adjutant des Marinepräfekten von Brest (1874) und anschließend des Marineministers (März 1876) wurde er im April 1876 zum Kapitän ernannt. Als Kommandant des Kreuzers Dupetit-Thouars (Januar 1877) in der Division der Antillen und Nordamerikas erhielt er den Dank der dänischen Regierung für die Hilfe bei Zwischenfällen auf der Insel Sainte-Croix (Mai 1879). Im März 1881 befehligte er die Revanche in einer Flotte, dann die Friedland (Februar 1882) und trat im November 1882 in den Rat für öffentliche Arbeiten ein. Nach seiner Beförderung zum Konteradmiral und Generalmajor in Brest (Februar 1885) befehligt er die Pazifikflotte mit Seeflagge auf der Duquesne (Februar 1888) und wurde im November 1890 zum Vizeadmiral und Direktor des Hydrografischen Dienstes ernannt. Von April 1890 bis Oktober 1893 befehligte er die Flotte des Nordens mit Seeflagge auf der Suffren und trat im Dezember 1893 in den Ruhestand.
1893 war er in der Regierung von Jean Casimir-Perier Marineminister. Er war Träger des Großkreuzes der Ehrenlegion.[1]
Literatur
- Etienne Taillemite: Dictionnaire des marins français. Tallandrier, 2002, S. 320 f.
Weblinks
- Angaben zu Auguste Lefèvre in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.