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Augusto González Besada

spanischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Augusto González Besada y Mein (* 24. Juni 1865 in Tui, Galicien; † 4. Juni 1919 in Madrid) war ein spanischer Politiker des Partido Conservador, der unter anderem mehrmals Minister sowie zwischen 1914 und 1916 Präsident des Abgeordnetenhauses war.

Augusto González Besada (Fotografie von Kaulak, um 1913).

Leben

„Final del manolo“ (Karikatur von Joaquín Moya Ángeles in der Satire-Zeitschrift Gedeón, 18. Juni 1905).

Augusto González Besada y Mein, Sohn von Basilio González Besada, absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Santiago de Compostela und war nach dessen Abschluss als Rechtsanwalt tätig. Am 16. April 1899 wurde er für die Konservative Partei (Partido Conservador) erstmals Mitglied des Abgeordnetenhauses (Congreso de los Diputados) und vertrat in diesem zunächst bis zum 30. März 1907 den Wahlbezirk „Cambados“ in der Provinz Pontevedra. Am 20. Juli 1903 übernahm er im Kabinett von Ministerpräsident Raimundo Fernández Villaverde[1] den Posten des Finanzministers (Ministro de Hacienda) und behielt dieses Amt bis zum 5. Dezember 1903.[2] Im zweiten Kabinett von Fernández Villaverde fungierte er zwischen dem 27. Januar und dem 23. Juni 1905 als Innenminister (Ministro de Gobernación)[3] und wurde am 21. April 1907 erneut zum Mitglied des Abgeordnetenhauses gewählt, in dem er nunmehr bis zum 14. April 1910 den Wahlbezirk „Algeciras“ in der Provinz Cádiz vertrat.

Er bekleidete im zweiten Kabinett von Ministerpräsident Antonio Maura Montaner[4] vom 25. Januar 1907 bis zu seiner Ablösung durch José Sánchez-Guerra Martínez[5] am 14. September 1908 den Posten des Entwicklungsministers (Ministro de Fomento). Er selbst löste im Zuge dieser Kabinettsumbildung am 14. September 1908 Cayetano Sánchez Bustillo[6] als Finanzminister ab und verblieb in diesem Amt bis zum Ende von Ministerpräsident Maura Montaner am 21. Oktober 1909.[7]

Am 8. Mai 1910 wurde González Besada wiederum zum Mitglied des Abgeordnetenhauses gewählt und vertrat nunmehr bis zum 2. Januar 1914 den Wahlbezirk „Almería“ in der gleichnamigen Provinz Almería. Er wurde 1912 Mitglied der Real Academia Española sowie 1913 Mitglied der Real Academia de Ciencias Morales y Políticas und gehörte diesen beiden wissenschaftlichen Institutionen bis zu seinem Tode am 4. Juni 1919 an. Er wurde am 8. März 1914 wieder zum Mitglied des Congreso de los Diputados und vertrat in diesem nunmehr bis zum 28. April 1916 den Wahlbezirk „Alcoy“ in der Provinz Alicante. Als Nachfolger von Miguel Villanueva y Gómez[8] vom Partido Liberal übernahm er nach der konstituierenden Sitzung am 29. April 1914 das Amt als Präsident des Abgeordnetenhauses (Presidente del Congreso de los Diputados) und bekleidete das Amt bis zum 16. März 1916, woraufhin Villanueva y Gómez wiederum seine Nachfolge antrat. Bei den Wahlen am 9. April 1916 wurde er wieder zum Mitglied des Abgeordnetenhauses gewählt und vertrat dieses Mal den Wahlbezirk „Lugo“ in der gleichnamigen Provinz Lugo bis zu seinem Tode am 4. Juni 1919, woraufhin sein Sohn Carlos González Besada y Giráldez[9] neuer Abgeordneter für diesen Wahlbezirk wurde.

Augusto González Besada y Mein, der ferner Mitglied der Real Academia Galega sowie zeitweise Mitglied der Allgemeinen Gesetzgebungskommission (Comisión General de Codificación) war und 1918 auch Mitglied der Real Academia de Jurisprudencia y Legislación wurde, bekleidete im dritten Kabinett von Ministerpräsident Antonio Maura Montaner zwischen dem 22. März und dem 9. November 1918 noch einmal das Amt des Finanzministers.[10]

Veröffentlichungen

  • Cuadros de la literatura gallega en los siglos XIII y XIV
  • Historia crítica de la literatura gallega
  • Deberes de ciudadanía olvidados o mal cumplidos por generaciones, Real Academia de Ciencias Morales y Políticas, 1916 ISBN 978-84-7296-126-5.
  • Rosalía de Castro, Edicións A Nosa Terra, Promocións Culturais Galegas, Nachdruck 2004, ISBN 978-84-96203-73-0.
Commons: Augusto González Besada – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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