Ausbesserungswerk Kaiserslautern
Bauwerk in Deutschland
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Das Ausbesserungswerk Kaiserslautern war neben dem Ausbesserungswerk Ludwigshafen jahrzehntelang eines von insgesamt zwei seiner Art innerhalb der Pfalz. Ein Teil des Werks besteht bis in die Gegenwart und wird von RailMaint betrieben.[1]
| Ausbesserungswerk Kaiserslautern | ||
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Mittlerweile nach Otterbach umgesetzte Dampflokoktive der Baureihe 50 im März 2016 vor dem Eisenbahnausbesserungswerk Kaiserslautern | ||
| Daten | ||
| Ort | Kaiserslautern | |
| Baustil | Ausbesserungswerk | |
| Baujahr | 1912–1920 | |
| Koordinaten | 49° 26′ 23,1″ N, 7° 43′ 25″ O | |
Lage
Das Ausbesserungswerk befindet unmittelbar nördlich des Kaiserslauterer Stadtteils Vogelweh südlich der Hauptgleise der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken.[2] In südlicher Richtung wird das Gelände durch die Pariser Straße – zugleich Bundesstraße 37 – begrenzt. Südöstlich des Werks liegt die Siedlung Bahnheim.
Geschichte
Bau, Betrieb und Stilllegung
Nachdem Kaiserslautern bereits im Zuge des Baus der Pfälzischen Ludwigsbahn Standort eines Bahnbetriebswerkes – einschließlich einer Hauptwerkstätte – geworden war, entstand ab dem Jahr 1912 einige Kilometer westlich des Hauptbahnhofs ein Ausbesserungswerk für größere Reparaturmaßnahmen.[3] Vier Jahre später war die Wagenhalle vollendet und 1921 schließlich diejenige für Dampflokomotiven.[4]
Das Ausbesserungswerk Ludwigshafen verlor zum 31. März 1930 seine Selbständigkeit und wurde zu einer Abteilung des Ausbesserungswerks Kaiserslautern.[5] 1937 wurde es dem Ausbesserungswerk Darmstadt zugeschlagen.[4]
1933 begann das Reichsbahnausbesserungswerk für das 100-jährige Jubiläum der deutschen Eisenbahn, das zwei Jahre später stattfand, einen Nachbau der Dampflokomotive Adler herzustellen.
Mit der Gründung der Deutschen Bundesbahn 1949 erhielt das Werk den Namen Ausbesserungswerk Kaiserslautern und behielt ihn bis zum Ende der Bundesbahn 1993. Im Zuge der ersten Stufe der Bahnreform ging das AW Kaiserslautern 1994 auf die Deutsche Bahn AG über. Im Sommer 1999 wurde das Werk der DB Cargo AG zugeordnet (zweite Stufe der Bahnreform) und unmittelbar danach in eine neu gegründete Bahntechnik Kaiserslautern GmbH ausgegliedert. Im Jahr 2005 wurde dieses Unternehmen liquidiert und die Anlage förmlich stillgelegt.
Nachnutzung
Die Süddeutsche Rail Service GmbH führte anschließend das Werk weiter.[6] Ab 2009 gehörte es zur schwedischen EuroMaint-Gruppe.[7] Am 28. Dezember 2015 wurde der Verkauf der deutschen EuroMaint-Standorte einschließlich des Werks Delitzsch an das Investmentunternehmen Iberia Industry Capital Group bekanntgegeben.[8][9] Die Betreibergesellschaft firmiert seit 2. Mai 2016 als RailMaint.[10] Ab 2003 war am Werk eine Dampflokomotive der Baureihe 50 aufgestellt, die 2025 zum Bahnhof Lampertsmühle-Otterbach umgesetzt wurde.[11]
Der östliche Teil der Fläche des ursprünglichen Werkgeländes ist seit 2015 ungenutzt.[12][13][14] Die entsprechenden Abrissarbeiten begannen im April 2016.[15] Nachdem ursprünglich ein reines Gewerbegebiet vorgesehen war, wurden die Planungen 2024 dahingehend geändert, dass in diesem Bereich ein Mischgebiet entstehen soll.[16]
Haltepunkt
Eigens für Angestellte des Werks entstand an der aus der Ludwigsbahn hervorgegangenen Strecke von Mannheim nach Saarbrücken bei Streckenkilometer 40,2 der Haltepunkt Kaiserslautern-Ausbesserungswerk, der entsprechend keinen öffentlichen Zugang besaß. Oftmals stiegen an ihm hunderte von Mitarbeitern in Personenzüge ein.[17] Da die Bedeutung des Ausbesserungswerkes nach dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich sank, wurde der Haltepunkt aufgegeben und im Jahr 2015 der Bahnsteig zurückgebaut.
Literatur
- Fritz Engbarth: Von der Ludwigsbahn zum Integralen Taktfahrplan – 160 Jahre Eisenbahn in der Pfalz. 2008 (Online [PDF; 4,1 MB; abgerufen am 20. Mai 2026]).
