Ausbildungsberuf (Deutschland)

Ausbildungsberuf in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Ausbildungsberufe in Deutschland gelten die beruflichen Tätigkeiten, die im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses im dualen System erlernt werden können. Jugendliche dürfen nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden.

Rechtsgrundlagen

Die frühere Bezeichnung „Lehrling“ wurde 1971 im Berufsbildungsgesetz (BBiG) durch die Bezeichnung „Auszubildender“ ("Azubi") abgelöst.

Ausbildungsberufe werden immer wieder in Ausbildungsordnungen nach dem BBiG oder der Handwerksordnung (HwO) staatlich anerkannt. Die durch die Ausbildung zu erwerbenden Befähigungen werden durch das Berufsbildungsgesetz und die Ausbildungsordnung festgelegt. Wichtige Grundlagen zu den Ausbildungsordnungen finden sich in § 4 und § 5 des BBiG.

Damit die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule stimmig verlaufen, werden die Ausbildungsordnung und der berufsschulische Rahmenlehrplan koordiniert entwickelt und gemeinsam veröffentlicht.[1]

Einige Berufe, insbesondere die Gesundheitsfachberufe, sind in speziellen Gesetzen geregelt (beispielsweise Krankenpflegegesetz, Altenpflegegesetz, Notfallsanitätergesetz).

Die anerkannten Ausbildungsberufe werden in einem Verzeichnis geführt, das vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben wird.

Beamte in einer Laufbahnausbildung sind Anwärter im Vorbereitungsdienst. Die Rechtsgrundlage dazu ist in den Beamtengesetzen des Bundes und der Länder sowie speziellen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen enthalten.

Statistik

Dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zufolge gab es zum 1. Oktober 2019 insgesamt 325 anerkannte Ausbildungsberufe.[2]

Die 15 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe 2019[3]

Zwischen 2011 und 2021 hat sich der Anteil der Abiturienten, die sich für eine Ausbildung entscheiden, von etwa 35 Prozent auf rund 47 Prozent erhöht. Daher finden Bewerber mit einem niedrigeren Schulabschluss schwerer eine Stelle.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

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