Autoimmun-Regulator

Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Protein Autoimmun-Regulator (AIRE) ist ein Transkriptionsfaktor, der an der Vermeidung von Autoimmunität bei der Bildung von T-Zellen beteiligt ist.[1]

Schnelle Fakten AIRE, Eigenschaften des menschlichen Proteins ...
AIRE
AIRE
nach PDB 1xwh
AIRE
Andere Namen

APECED-Protein

Vorhandene Strukturdaten: 1XWH, 2KE1, 2KFT, 2LRI

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 57,7 Kilodalton / 545 Aminosäuren (Isoform 1 / AIRE-1)

35,7 Kilodalton / 338 Aminosäuren (Isoform 2 / AIRE-2)
25,9 Kilodalton / 244 Aminosäuren (Isoform 3 / AIRE-3)
36,5 Kilodalton / 348 Aminosäuren (Isoform 4)

Isoformen 4
Bezeichner
Gen-Namen
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 326 11634
Ensembl ENSG00000160224 ENSMUSG00000000731
UniProt O43918 Q9Z0E3
Refseq (mRNA) NM_000383 NM_001271549
Refseq (Protein) NP_000374 NP_001258478
Genlocus Chr 21: 44.29 – 44.3 Mb Chr 10: 78.03 – 78.04 Mb
PubMed-Suche 326 11634

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Eigenschaften

AIRE wird am Übergang der Rinde zum Mark des Thymus in Epithelzellen (mTEC, von englisch medullary Thymic Epithelial Cells) gebildet. Die mTEC sind CD45-negativ, CD40-, CD80- und PD-L1-positiv,[2] EpCAM-positiv, UEA1-positiv Cytokeratin-5-positiv und Cytokeratin-14-positiv.[3] AIRE bindet an das CREB-Binding-Protein. Weiterhin induziert AIRE als Transkriptionsfaktor die Genexpression mehrerer tausend verschiedener gewebsspezifischer Autoantigene,[3][4] die nach einem Abbau im Proteasom über die Translokase TAP in das endoplasmatische Retikulum transportiert werden, wo sie an MHCI-Proteine binden. Aus dem endoplasmatischen Retikulum erfolgt die Exozytose der Autoantigene an die Zelloberfläche. Auf der Zelloberfläche werden die Autoantigene an MHCI-Proteine gebunden präsentiert. Binden entstehende T-Zellen daran, wird in diesen autoreaktiven T-Zellen die Apoptose ausgelöst (Negativselektion). Dadurch ist AIRE an der Ausbildung einer zentralen Immuntoleranz gegen Autoantigene beteiligt.[5] Bei fehlerhafter Negativselektion können T-Zell-basierte Autoimmunerkrankungen entstehen. Weiterhin induziert AIRE die Ausbildung von regulatorischen T-Zellen, die zur peripheren Immuntoleranz beitragen.[6]

Ein Gendefekt im Gen von AIRE ist an der Entstehung der Autoimmunerkrankung APECED beteiligt.[7]

Einzelnachweise

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