Automotive Electronics Council
Branchenorganisation der US-amerikanischen Automobilzulieferindustrie
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Das Automotive Electronics Council (AEC) – übersetzt etwa: „Automobil Elektronik Gremium “ – ist eine US-amerikanisches Komitee (Component Technical Committee) zur Standardisierung der Qualifizierung von Elektronikkomponenten zur Verwendung in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Geräten oder Teilsysteme für moderne Fahrzeuge.
AEC veröffentlicht eine Reihe von Normen und Spezifikationen, darunter die bekannte AEC Q100—„Failure Mechanism Based Stress Test Qualification For Integrated Circuits“.[1] Diese Standards werden in der Automobilindustrie verwendet, insbesondere von Automobilzulieferern und Halbleiterherstellern.
Das Gremium veranstaltet jährlich einen Experten-Workshop zum Thema Zuverlässigkeit von Elektronikbauteilen und verwandten Themen.
Geschichte
Die Idee eines Expertenrats für Elektronik für Automobile entstand im Sommer 1992 bei einer JEDEC-Sitzung. Gerald Servais' (Delco Electronics – General Motors) und Jerry Jennings (Chrysler) besprachen die Schwierigkeiten der Qualifizierung im relativ kleinen Geschäftsbereich der damals aufkommenden Automobilelektronik. Die Idee einer Standardisierung der Qualifizierung wurde als mögliche Weise diese Situation zu verbessern erwähnt.
Bei einer folgenden JEDEC Sitzung besprach Servais diese mögliche Zusammenarbeit mit Robert Knoell (damals Ford, dann NXP Semiconductors), der die Unterstützung von seinem Vorgesetzten L-R Earl Fischer für diese Idee fand.[2] In einer Beratung im Januar 1993 wurden die verschiedenen Zuverlässigkeitstests, die bis dahin von jedem Hersteller verwendet wurden, besprochen.
AEC Q100
Die Arbeit an den Zuverlässigkeitstests für Integrierte Schaltungen (ICs) „Q100“ fing kurz danach an. Während der Entwicklung von Q100, hatten Primär die Lieferanten von Mikroelektronik-Bausteinen bzw. Halbleiterhersteller die Gelegenheit, das Dokument zu kommentieren. Die Erstausgabe der CDF-AEC Q100 (kurz: AEC Q100) wurde allen IC-Lieferanten bei einer Sitzung in Denver im Juni 1994 vorgestellt.
AEC Q100 wurde das bevorzugte Zuverlässigkeitstestdokument für die US-Automobilhersteller Chrysler, Delco Electronics und Ford. Es regte den Austausch von Zuverlässigkeitsdaten an: Schaltkreise, die nach AEC Q100 qualifiziert sind, sind es für alle drei Firmen und benötigen keiner weiteren Zuverlässigkeitstests.
AEC Q101, Q200 etc.
Später wurden Spezifikationen für Zuverlässigkeitstests anderer Teilkategorien entwickelt, z. B. AEC Q101 für Diskrete Halbleiterbauelemente (Thyristoren, Zenerdioden, Bipolartransistoren, Brückengleichrichter, MOSFETs, Triacs, JFETs, Schottkydioden, Diacs, Varistoren) und AEC Q200 für Passive Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren, Spulen).
Verwendung
Weltweit verwenden Automobilhersteller und Zulieferunternehmen den AEC Q100 Standard als Teil des Qualitätsmanagements bzw. fordern ein, dass Bauteile nach dieser Norm hergestellt und prüft wurden.
Seit Mitte der 2010er Jahre werden außerdem weitere Verfahren genutzt, wie z. B. die Robustness Validation, welche versucht, die die Qualitätsanforderungen der Autoindustrie besser abzubilden.
Siehe auch
Weblinks
- AEC Website. Abgerufen am 17. Juni 2026 (englisch).