Axel Henninger
deutscher Musikproduzent, Songwriter, Musiker und Toningenieur
From Wikipedia, the free encyclopedia
Axel Henninger (* 13. Dezember 1951 in Darmstadt) ist ein deutscher Musikproduzent, Songwriter, Musiker und Toningenieur. In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren war er vor allem in der Synthiepop-, New-Wave- und Elektronikszene aktiv.

Biografie
Henninger wurde durch seine Arbeit mit dem Frankfurter Techno- und New-Wave-Projekt Moskwa TV bekannt. Er war Co-Produzent des Debütalbums Dynamics & Discipline (1985) sowie des Nachfolgealbums Blue Planet (1987), die im Dynaton Studio in Weiterstadt aufgenommen wurden.[1] 1988 verließ er die Gruppe nach Streitigkeiten mit dem Label.
Besondere Erfolge erzielte Henninger mit der Band Camouflage[2]: Er produzierte, zusammen mit Heiko Maile deren erste beiden Alben Voices & Images (1988) und Methods of Silence (1989). Darauf enthalten sind die Hitsingles The Great Commandment (1987) und Love is a Shield (1989). Beide Alben sowie die beiden Singles erreichten Goldstatus in Deutschland.[3][4]
1988 produzierte Henninger außerdem die Single OK… Das Schönste, was Füße tun können ist tanzen, der Formation OKAY die ebenfalls Goldstatus erreichte.[5]
1989 produzierte Henninger das Album Deborah Sasson der Sängerin Deborah Sasson, aus dem die Singles Danger in Her Eyes und Passion and Pain ausgekoppelt wurden.[6]
In den 1990er Jahren arbeitete Henninger unter anderem mit der Folk-Rock-Band Paddy Goes to Holyhead zusammen. Gemeinsam mit Almut Ritter produzierte er die Singles Come Day Go Day und A Last Song (beide 1996), die in die deutschen Singlecharts einstiegen.[7][8]
1994 gründete Axel Henninger neben seiner Tätigkeit als Musikproduzent das Unternehmen MacChip, das professionelle Telefonansagen für Unternehmen erstellt. Im Jahr 2000 folgte gemeinsam mit Thomas Behm die Gründung der Firma Profivox, die Telefonansagen, Audioproduktionen sowie Imagefilme für Industrie und Mittelstand produziert.
Im Jahr 2000 veröffentlichte Henninger gemeinsam mit der Geigerin Almut Ritter das Projekt Orbis Mundi und das Album Adia,[9] das elektronische und akustische Klangwelten verband.[10]
Diskografie (Auswahl)
Als Produzent / Co-Produzent
- 1985: Dynamics & Discipline – Moskwa TV (Album)
- 1987: Blue Planet – Moskwa TV (Album)
- 1987: The Great Commandment – Camouflage (Single, Goldstatus DE)
- 1988: Voices & Images – Camouflage (Album, Goldstatus DE)
- 1988: OKAY… Das Schönste, was Füße tun können, ist tanzen – (Single, Goldstatus DE)
- 1989: Methods of Silence – Camouflage (Album, Goldstatus DE)
- 1989: Love Is a Shield – Camouflage (Single, Goldstatus DE)
- 1989: Deborah Sasson – Deborah Sasson (Album)
- 1996: Come Day Go Day – Paddy Goes to Holyhead (Single)
- 1996: A Last Song – Paddy Goes to Holyhead (Single)
- 2000: Adia – OrbisMundi (Album)
- 2021: The Collection of OrbisMundi (Doppelalbum)
Auszeichnungen
- Mehrfacher Goldstatus in Deutschland für Produktionen mit Camouflage, und OKAY.