Aya Jaff

deutsche Programmiererin, Gründerin und Speakerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Aya Jaff (* 1995 im Nordirak)[1] ist eine deutsche Sachbuchautorin und Vortragsrednerin zu Themen digitaler Nachhaltigkeit, neuer Technologien und der Generation Z.[2]

Portraitaufnahme von Aya Jaff
Aya Jaff (2024)

Werdegang

Jaff wurde 1995 in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks geboren. 1998 siedelte sie mit ihrer Familie nach Deutschland über,[3] wo sich ihr Vater als Taxiunternehmer selbstständig machte.[4] Ihre Schwester ist die Journalistin Sham Jaff.[5][6]

Sie begann bereits in jungen Jahren mit Aktien zu handeln und entwickelte mit einem Team das online Trading-Börsenspiel „Tradity“. Im Anschluss begann sie ein Wirtschaftsinformatik-Studium an der FAU Erlangen-Nürnberg,[4] das sie nach vier Semestern abbrach.[7] 2016 nahm sie an einem siebenwöchigen Programm für Start-Up-Gründer an der privaten Draper University in Kalifornien teil.[8] Einen anschließenden Arbeitsvertrag bei Hyperloop Transportation Technologies (HTT) kündigte sie nach einem halben Jahr.[9] Im Anschluss begann sie, Sinologie und Wirtschaftswissenschaft zu studieren,[10] brach das Studium allerdings noch nach Anmeldung ihrer Abschlussarbeit ab.[4]

2018 gründete Jaff mit Diana zur Löwen,[11][12] Hauke Schwiezer und Victoria Delius-Trillsch die Codesign Factory, die eine „Alternative zur typischen Unternehmensberatung“ darstellen sollte.[9] Allerdings verließ Jaff das Unternehmen bereits nach einem halben Jahr wieder. Das Unternehmensberatungs-Geschäftsmodell konnte nicht erfolgreich umgesetzt werden; nach einem Namenswechsel konzentrierte sich das Unternehmen daher unter neuer Leitung darauf, als Agentur die ursprünglich als Berater angeworbenen Experten als Speaker an Veranstalter und Konzerne zu vermitteln.[12][13]

2019 listete das Wirtschaftsmagazin Forbes Jaff unter den Top „30 Under 30“ im Bereich „Leadership“.[14] 2020 veröffentlichte sie das Sachbuch Money Makers – Wie du die Börse für dich entdecken kannst.[10][15] 2024 untersuchte Jaff in der vierteiligen Finanztipp-Serie „How to get rich“ auf ARD alpha das Versprechen vom schnellen Geld.[16] Im gleichen Jahr erhielt sie den Preis „GLAMOUR Women of the Year Award: ‚Pioneer of the Year gesponsert von Dyson‘“ der Zeitschrift Glamour.[17] Außerdem war sie im selben Jahr Unterstützerin der Yves-Saint-Laurent-Kampagne „Liebe ohne Gewalt“.[18]

Im Mai 2023 nannte die deutsche Ausgabe des Magazins Cosmopolitan sie „eine der bekanntesten Programmiererinnen Deutschlands“.[3] Eine ähnliche Bezeichnung verwendete Die Zeit in einem Interview vom März 2025.[7] Das Handelsblatt hinterfragte jene Bezeichnungen unter dem Titel „Mehr Mythos als Code“.[8] Jaff selbst hatte sich bereits 2022 von der Zuschreibung distanziert.[19]

Für das Wirtschaftsmagazin Surplus schreibt Jaff seit Mitte 2025 die Kolumne „Code & Capital“.[20]

Veröffentlichungen

Commons: Aya Jaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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