Aya Jaff
deutsche Programmiererin, Gründerin und Speakerin
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Aya Jaff (* 1995 im Nordirak)[1] ist eine deutsche Sachbuchautorin, Unternehmerin und Vortragsrednerin zu Themen digitaler Nachhaltigkeit, neuer Technologien und der Generation Z.[2]

Werdegang
Jaff wurde 1995 in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks geboren. 1998 siedelte sie mit ihrer Familie nach Deutschland über,[3] wo sich ihr Vater als Taxiunternehmer selbstständig machte.[4]
Sie begann bereits in jungen Jahren mit Aktien zu handeln und entwickelte mit einem Team das online Trading-Börsenspiel „Tradity“. Im Anschluss begann sie ein Wirtschaftsinformatik-Studium an der FAU Erlangen-Nürnberg,[4] das sie nach vier Semestern abbrach. Danach bewarb sie sich um 2016 als einzige Frau an der privaten Draper University in Kalifornien für ein Stipendium für Start-Up-Gründer und erhielt es. Einen anschließenden Arbeitsvertrag bei Hyperloop Transportation Technologies (HTT) kündigte sie nach einem halben Jahr.[5] Im Anschluss begann sie, Sinologie und Wirtschaftswissenschaft zu studieren,[6] das sie noch nach Anmeldung ihrer Abschlussarbeit abbrach.[4]
2018 gründete Jaff mit Hauke Schwiezer und Victoria Delius-Trillsch die Codesign Factory, die eine „Alternative zur typischen Unternehmensberatung“ darstellen sollte.[5] Allerdings verließ Jaff das Unternehmen bereits nach einem halben Jahr wieder. Das Unternehmensberatungs-Geschäftsmodell konnte nicht erfolgreich umgesetzt werden; nach einem Namenswechsel konzentrierte sich das Unternehmen daher unter neuer Leitung darauf, als Agentur die ursprünglich als Berater angeworbenen Experten als Speaker an Veranstalter und Konzerne zu vermitteln.[7][8]
2019 listete das Wirtschaftsmagazin Forbes Jaff unter den Top „30 Under 30“ im Bereich „Leadership“.[9] 2020 veröffentlichte sie das Sachbuch Money Makers – Wie du die Börse für dich entdecken kannst.[6][10] 2024 untersuchte Jaff in der vierteiligen Finanztipp-Serie „How to get rich“ auf ARD alpha das Versprechen vom schnellen Geld.[11] Im gleichen Jahr erhielt sie den Preis „GLAMOUR Women of the Year Award: ‚Pioneer of the Year gesponsert von Dyson‘“ der Zeitschrift Glamour.[12] Außerdem war sie im selben Jahr Botschafterin einer Yves-Saint-Laurent-Kampagne mit dem Namen „Liebe ohne Gewalt“.
Im Mai 2023 nannte die deutsche Ausgabe des Magazins Cosmopolitan sie „eine der bekanntesten Programmiererinnen Deutschlands“.[3] Eine ähnliche Bezeichnung verwendete Die Zeit in einem Interview vom März 2025.[13]
Für das Wirtschaftsmagazin Surplus schreibt Jaff seit Mitte 2025 die Kolumne „Code & Capital“.[14]
Veröffentlichungen
- Money Makers. Finanzbuch Verlag, München 2020, ISBN 978-3-95972-022-9.
- Broligarchie. Die Machtspiele der Tech-Elite und wie sie Fortschritt verhindern. Econ, Berlin 2025, ISBN 978-3-430-21212-0.
Weblinks
- Literatur von und über Aya Jaff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eigene Homepage (englisch)
- When Founders Became Kings: A Former Tech Bro Speaks Out, Vortrag auf der re:publica 2025 (deutsche Übersetzung, YouTube, englisch)
- Interview im Podcast Erschöpfung statt Gelassenheit, 15. November 2025 (1 Stunde, 18 Minuten)