Aya Jaff

deutsche Programmiererin, Gründerin und Speakerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Werdegang

Jaff wurde 1995 in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks geboren. 1998 siedelte sie mit ihrer Familie nach Deutschland über,[3] wo sich ihr Vater als Taxiunternehmer selbstständig machte.[4]

Sie begann bereits in jungen Jahren mit Aktien zu handeln und entwickelte mit einem Team das online Trading-Börsenspiel „Tradity“. Im Anschluss begann sie ein Wirtschaftsinformatik-Studium an der FAU Erlangen-Nürnberg,[4] das sie nach vier Semestern abbrach. Danach bewarb sie sich um 2016 als einzige Frau an der privaten Draper University in Kalifornien für ein Stipendium für Start-Up-Gründer und erhielt es. Einen anschließenden Arbeitsvertrag bei Hyperloop Transportation Technologies (HTT) kündigte sie nach einem halben Jahr.[5] Im Anschluss begann sie, Sinologie und Wirtschaftswissenschaft zu studieren,[6] das sie noch nach Anmeldung ihrer Abschlussarbeit abbrach.[4]

2018 gründete Jaff mit Hauke Schwiezer und Victoria Delius-Trillsch die Codesign Factory, die eine „Alternative zur typischen Unternehmensberatung“ darstellen sollte.[5] Allerdings verließ Jaff das Unternehmen bereits nach einem halben Jahr wieder. Das Unternehmensberatungs-Geschäftsmodell konnte nicht erfolgreich umgesetzt werden; nach einem Namenswechsel konzentrierte sich das Unternehmen daher unter neuer Leitung darauf, als Agentur die ursprünglich als Berater angeworbenen Experten als Speaker an Veranstalter und Konzerne zu vermitteln.[7][8]

2019 listete das Wirtschaftsmagazin Forbes Jaff unter den Top „30 Under 30“ im Bereich „Leadership“.[9] 2020 veröffentlichte sie das Sachbuch Money Makers – Wie du die Börse für dich entdecken kannst.[6][10] 2024 untersuchte Jaff in der vierteiligen Finanztipp-Serie „How to get rich“ auf ARD alpha das Versprechen vom schnellen Geld.[11] Im gleichen Jahr erhielt sie den Preis „GLAMOUR Women of the Year Award: ‚Pioneer of the Year gesponsert von Dyson‘“ der Zeitschrift Glamour.[12] Außerdem war sie im selben Jahr Botschafterin einer Yves-Saint-Laurent-Kampagne mit dem Namen „Liebe ohne Gewalt“.

Im Mai 2023 nannte die deutsche Ausgabe des Magazins Cosmopolitan sie „eine der bekanntesten Programmiererinnen Deutschlands“.[3] Eine ähnliche Bezeichnung verwendete Die Zeit in einem Interview vom März 2025.[13]

Für das Wirtschaftsmagazin Surplus schreibt Jaff seit Mitte 2025 die Kolumne „Code & Capital“.[14]

Veröffentlichungen

Commons: Aya Jaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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