Bach-Museum Leipzig
Museum zum Komponisten Johann Sebastian Bach in Leipzig
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Das Bach-Museum Leipzig ist ein Museum, das sich mit dem Leben und Wirken des Komponisten Johann Sebastian Bachs beschäftigt. Es ist Teil des Bach-Archivs Leipzig im Bosehaus am Thomaskirchhof.
Das Bach-Museum im Bosehaus | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Leipzig |
| Art | |
| Eröffnung | 21. März 1985 |
| Betreiber | |
| Website | |
| ISIL | DE-MUS-853314 |


Geschichte
Vorgänger des Museums waren erste kleine Ausstellungen im Gohliser Schlösschen im Leipziger Stadtteil Gohlis, wo sich bis 1985 das Bach-Archiv befand. 1973 wurde das erste kleine Bach-Denkmal in der Eingangshalle des Bosehauses eingeweiht, einem Haus aus der Barockzeit auf dem Platz an der Thomaskirche[1]. Das Bosehaus wurde von 1983 bis 1985 umfassend renoviert, um das Bach-Archiv und ein Museum unterzubringen.
Das Museum wurde im Bosehaus anlässlich des 300. Geburtstags von Johann Sebastian Bach am 21. März 1985[2] unter dem Namen "Johann-Sebastian-Bach-Museum Leipzig" eröffnet. Die künstlerische Gestaltung der Dauerausstellung "Johann Sebastian Bach. Leben – Arbeit – Folgen" lag in den Händen von Roselind Czernetzki und Ute Holstein (geb. 1942).
Von Oktober 1999 bis März 2000 war das Museum für sechs Monate geschlossen, um es mit moderner Technologie auszustatten. Die Ausstellungsfläche wurde auf 230 Quadratmeter erweitert[3].
Zwischen 2008 und 2010 wurde das Gebäude erneut grundlegend renoviert. Das Museum, heute „Bach-Museum Leipzig“ genannt, wurde umgestaltet und erheblich erweitert. Es wurde ein klimatisierter einstöckiger Anbau mit einem speziellen Ausstellungsraum und einer Schatzkammer geschaffen, der an den historischen Südflügel sowie einen kleinen neu eingerichteten Vergnügungsgarten angrenzt[1]. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2010 verfügt das Museum über eine Ausstellungsfläche von 450 Quadratmetern. Besonderer Wert liegt auf der Arbeit an kultureller Bildung mit Kindern und Jugendlichen sowie auf enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen[4].
Ausstellung
Zwölf thematisch strukturierte Ausstellungsräume befassen sich mit Bachs Leben und Werk, seiner Familie, der Bach-Forschung und vielem mehr[1]. Die Ausstellung ist multimedial und interaktiv gestaltet. Uwe Wolf, Musikwissenschaftler, entwarf die Ausstellung. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist die Schatzkammer, in der originale Bach-Manuskripte und andere Schätze ausgestellt sind. Zu den besonderen Ausstellungsstücken zählen das Porträt von Bach von Elias Gottlob Haussmann (1748), die Orgelkonsole aus der Johanniskirche in Leipzig, die Bach selbst 1743 geprüft hatte, eine Kiste mit Reliquien aus Bachs Grab und eine kürzlich entdeckte Silberkiste aus dem Besitz der Familie Bach[5].
Direktorinnen
Besucher
Seit seiner Eröffnung hat das Museum nach eigenen Angaben bis Dezember 2020[1] mehr als 1.100.000 Besucher empfangen.
Standort
In den 1970er Jahren setzte sich der Direktor des Bach-Archivs, Werner Neumann, für die Verlegung des Bach-Archivs in den Thomaskirchhof, Bachs historischen Arbeitsplatz, ein. Das Bosehaus war Bach aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Familien Bach und Bose vertraut. Der Blick aus den nach Süden gerichteten Fenstern der Thomaskantor-Wohnung in der ehemaligen Thomasschule (1902 abgerissen) ging auf das gegenüberliegende, nur wenige Meter entfernte Haus, das vom Gold- und Silberwarenfabrikanten Georg Heinrich Bose und seiner Familie bewohnt wurde[2].
Die Eingangshalle ist im Renaissancestil erbaut. Barocke und klassizistische Elemente prägen mehrere Räume im Vorderhaus. Ein Konzertsaal aus dem 18. Jahrhundert wurde restauriert. Gelegentlich finden hier Kammerkonzerte statt, hauptsächlich mit Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Leipziger Notenspur
Das Bach-Museum Leipzig ist Teil der UNESCO-Initiative Leipziger Notenspur[9].
Weiteres Bach-Museum
Weblinks
- Bach-Museum Leipzig – Homepage des Museums
- Ein Gang durch das Museum, Seite mit Übersetzungsfunktion: A tour through the permanent exhibition. The treasures at Leipzig's Bach Museum. In: artsandculture.google.com. Abgerufen am 8. April 2026 (englisch).