Baden (Weinanbaugebiet)

deutsches Weinbaugebiet From Wikipedia, the free encyclopedia

Baden ist das südlichste und mit rund 15.727 Hektar Rebfläche und einem Durchschnittsmostertrag von 1,1 Millionen Hektoliter das drittgrößte Weinanbaugebiet in Deutschland.[1] Als einziges deutsches Weinbaugebiet gehört es zur Weinbauzone B der Europäischen Union, wie auch die benachbarten französischen Gebiete Elsass, Champagne und Loire-Tal.

Schnelle Fakten Weinanbaugebiet Baden ...
Weinanbaugebiet Baden
Deutsche Weinanbaugebiete
Deutsche Weinanbaugebiete
Land: Baden-Württemberg
Unterregionen: Baden
Anerkannte Anbaufläche: 15.727 Hektar (2023)
Weinmenge: 1,1 Mio. Hektoliter
Schließen

Bereiche

Rebsorten

Weißwein

Weinreben am Kaiserstuhl

Für Weißwein angebaut werden unter anderem die Rebsorten Grauburgunder (Ruländer), Müller-Thurgau, Bacchus, Gutedel, Kerner, Riesling, Scheurebe, Sauvignon Blanc, Muskateller, Nobling, Auxerrois, Weißburgunder, Silvaner und Gewürztraminer.

2016 wurden für das bestimmte Anbaugebiet Baden zusätzlich die Weißweinsorten Chenin Blanc, Muscaris und Souvignier gris zugelassen.[4]

Rotwein

Für Rotwein angebaut werden vor allem Spätburgunder, Regent, Schwarzriesling und Dornfelder.

2016 wurden für das bestimmte Anbaugebiet Baden zusätzlich die Rotweinsorten Frühburgunder, Lagrein, Tempranillo und Zweigelt zugelassen.[4]

Cuvée/Verschnitt

Badisch Rotgold, manchmal auch Badischer Rotling genannt, ist keine Rebsorte, sondern ein Verschnitt aus mindestens 51 % Trauben der weißen Rebsorte Grauer Burgunder mit höchstens 49 % Trauben der roten Rebsorte Spätburgunder.[5]

Bekannte Weinbauorte

Weinerzeuger

VDP-Mitglieder

Weingut Markgraf von Baden, Betriebsstätte Schloss Staufenberg

Dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) gehören an:

DLG-empfohlene Weingüter

Von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) werden empfohlen:

Winzergenossenschaften

Holzfasskeller des Badischen Winzerkellers
  • Badischer Winzerkeller Breisach
  • Winzergenossenschaft Oberbergen
  • Winzergenossenschaft Achkarren, Kaiserstuhl
  • Winzergenossenschaft Bickensohl, Kaiserstuhl
  • Winzergenossenschaft Bischoffingen-Endingen am Kaiserstuhl eG, Kaiserstuhl
  • Winzergenossenschaft Burkheim, Kaiserstuhl
  • Winzergenossenschaft Bötzingen, Kaiserstuhl
  • Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim eG, Markgräfler Land
  • Winzerkeller Auggener Schäf eG, Markgräfler Land
  • Winzergenossenschaft Britzingen, Markgräfler Land
  • Affentaler Winzer, Ortenau
  • Alde Gott Winzer eG Sasbachwalden, Ortenau
  • Baden-Badener Weinhaus am Mauerberg, Ortenau
  • Durbacher Winzergenossenschaft, Ortenau
  • Winzerverein Hagnau, Bodensee
  • Winzerverein Munzingen, Tuniberg
  • Gengenbacher Winzergenossenschaft, Ortenau
  • Jechtinger Weinmanufaktur, Kaiserstuhl
  • Winzerverein Meersburg, Bodensee
  • Oberkircher Winzer, Ortenau
  • Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil, Kaiserstuhl
  • Pfaffenweiler Weinhaus, Pfaffenweiler
  • Rammersweirer Winzergenossenschaft, Ortenau
  • Winzergenossenschaft Waldulm, Kappelrodeck-Waldulm, Ortenau
  • Winzerkeller Hex vom Dasenstein Kappelrodeck, Ortenau
  • Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen eG, Kaiserstuhl
  • Becksteiner Winzer eG, Tauberfranken
  • Winzergenossenschaft Sasbach am Kaiserstuhl
  • Winzergenossenschaft eG Schriesheim, Schriesheim
  • Winzerverein Reichenau, Bodensee
  • Winzergenossenschaft Erzingen eG
  • Winzergenossenschaft Lahr eG
  • Winzergenossenschaft Oberschopfheim eG

Werbung

Josefine Schlumberger (rechts) war 2014/15 Badische und 2015/16 Deutsche Weinkönigin.
Umzugswagen auf dem Winzerfest in Erzingen 1971

Die Badische Weinkönigin wird seit 1950 gewählt und repräsentiert den badischen Wein.

Seit 1960 wurde der badische Wein mit dem Slogan „Badischer Wein, von der Sonne verwöhnt“ und einer Figur mit sonnenartigem Kopf und einem Rotweinglas in der Hand beworben. Im Sommer 2021 gab der Badische Weinbauverband bekannt, dass in Zukunft mit „Baden – der Garten Deutschlands“ geworben werden soll und auch andere Branchen sich der Dachmarke anschließen sollen. Das Sonnenmännchen kam schon länger nicht mehr zum Einsatz.[6]

Literatur

  • Bernd Dziersk: Die historisch-geographische Verbreitung des badischen Weinbaues zwischen Bodensee, Hochrhein und Baar, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 90. Jg. 1972, S. 155–234 (Digitalisat).
  • Gebhard Spahr: Geschichte des Weinbaus im Bodenseeraum, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 99/100. Jg. 1981/82, S. 189–230 (Digitalisat).
  • Horst Dippel, Cornelius Lange & Fabian Lange: Das Weinlexikon. S. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15867-2.
  • Natalie Lumpp: Ortenau – Weine aus dem Herzen Badens. DRW-Verlag Weinbrenner, Leinfelden-Echterdingen 2003, ISBN 3-87181-487-3.
  • Gabriele Damasko & Klaus Henning Damasko: WeinAdel – Natalie Lumpp entdeckt Schlossweine in Baden und Württemberg. Hampp-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-936682-20-5.
  • Rolf Steiner: Veränderungen im Weinbau Badens in neuerer Zeit. In: Regio Basiliensis : Basler Zeitschrift für Geographie, Band 48 (2007), Heft 3, S. 195–201 e-periodica

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI