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Baeyer-Oxindol-Synthese

Namensreaktion From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Baeyer-Oxindol-Synthese, benannt nach dem deutschen Chemiker Adolf von Baeyer, ist eine Namensreaktion aus dem Bereich der organischen Chemie und wurde 1878 erstmals beschrieben.[1] Die Baeyer-Oxindol-Synthese ermöglicht die Darstellung von Oxindol aus o-Nitrophenylessigsäure.

Übersichtsreaktion

Durch Reduktion der Nitrogruppe und anschließendem Ringschluss, wird aus o-Nitrophenylessigsäure das Oxindol gebildet:[2]

Baeyer-Oxindol-Synthese Übersichtsreaktion V2
Baeyer-Oxindol-Synthese Übersichtsreaktion V2

Die Reduktion der Nitrogruppe kann dabei mit verschiedenen Reagenzien wie Sn/HCl, Zn/H2SO4 oder Fe/CH3COOH durchgeführt werden.[2]

Reaktionsmechanismus

Der nachfolgende Mechanismus wird in der Literatur[2] beschrieben:

Im ersten Schritt wird o-Nitrophenylessigsäure (1) zu o-Aminophenylessigsäure (2) reduziert. Die Reduktion verläuft ähnlich der Béchamp-Reduktion.

Baeyer-Oxindol-Synthese Reduktion V1
Baeyer-Oxindol-Synthese Reduktion V1

Im zweiten Schritt kommt es zu einem Ringschluss zwischen der Aminogruppe und dem Kohlenstoffatom der Carboxygruppe. Durch Protonenverschiebung und anschließende Wasserabspaltung entsteht das Oxindol (3);

Baeyer-Oxindol-Synthese Mechanismus V1
Baeyer-Oxindol-Synthese Mechanismus V1

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

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