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Baeyer-Pyridinsynthese

Namensreaktion From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Baeyer-Pyridinsynthese, benannt nach dem deutschen Chemiker Adolf von Baeyer, ist eine Namensreaktion aus dem Bereich der organischen Chemie und wurde 1910 erstmals beschrieben.[1] Mit der Baeyer-Pyridinsynthese können Pyran-Derivate und Pyron-Derivate zu Pyridin-Derivaten umgesetzt werden.

Übersichtsreaktion

Das Pyran I wird zunächst mit Dimethylsulfat und Perchlorsäure zu einem Oxoniumsalz umgesetzt.[2] Das Oxonium II reagiert anschließend mit Derivaten des Ammoniaks zum Pyridin III.[3][4]

Baeyer-Pyridinsynthese Übersichtsreaktion
Baeyer-Pyridinsynthese Übersichtsreaktion

Reaktionsmechanismus

Der nachfolgende Mechanismus wird in der Literatur[4] beschrieben:

Baeyer-Pyridinsynthese Mechanismus
Baeyer-Pyridinsynthese Mechanismus

Im ersten Schritt der Synthese lagert sich das Amin an den aromatischen Ring des Oxoniums 1 an, wodurch es zu einer Ringöffnung kommt und Verbindung 2 entsteht. Es kommt zu einer Elektronenumlagerung, wobei das freie Elektronenpaar des Stickstoffs den Ring anschließend wieder schließen kann und Verbindung 3 entsteht. Durch Wasserabspaltung entsteht die Pyridiniumverbindung 4. Durch einen nucleophilen Angriff[5] wird schließlich deprotoniert, es entsteht Pyridin (5).

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

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