Bahne Asmussen
evangelischer Geistlicher und Dichter in Nordfriesland
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Leben
Bahne Asmussen war der Sohn des Tagelöhners Peter Asmussen und dessen Frau Margrethe Bahnens.[1] Als Jugendlicher kam er zu Propst Balthasar Petersen in Tondern in Dienst und wurde von diesem an dessen Schulmeisterinstitut unterrichtet. Anschließend studierte er zwei Jahre Theologie in Kiel und ein drittes Jahr in Kopenhagen. 1794 legte er das Amtsexamen in Gottorf ab.[2]
1797 wurde er zum Diakonus der St.-Willehad-Kirche in Leck gewählt. Im Jahre 1805 wurde er Hauptprediger im Kirchspiel St. Nicolai in Boldixum auf der Insel Föhr. Als Pastor widmete er sich auch der Ausbildung begabter Jungen aus seiner Gemeinde, die er in seinem Haus aufnahm und unterrichtete. Von seinen Schülern wurden Peter Schreiner Frandsen und Johannes Tychsen Hemsen Professoren[3] und etliche andere Pastoren.[4] Asmussen bereitete nicht nur künftige Theologen und Juristen auf das Studium vor, sondern verfasste auch ein Lehrbuch zur Navigation in Versform, damit Seeleute sich den Lehrstoff leichter einprägen konnten.[5]
Theologisch war Asmussen ein Vertreter der Aufklärungstheologie. In Leck bemühte er sich zusammen mit Hauptpastor Edlef Hinrichsen vergeblich um die Einführung der Schleswig-Holsteinischen Kirchen-Agende des Generalsuperintendenten Adler.[6] Auf die zum Reformationsjubiläum 1817 veröffentlichten Thesen von Claus Harms gegen den theologischen Rationalismus antwortete er mit einer Gegenschrift.
1799 heiratete er in erster Ehe Anna Margaretha (* 1774), eine Schwester seines Lecker Kollegen und Tochter von Jürgen Hinrichsen († 1791), der Pastor der St.-Johannis-Kirche in Alkersum gewesen war. Sie starb 1819. Nur wenige Monate später schloss er seine zweite Ehe mit Christina (* 1785), einer Tochter von Jacob Boysen († 1828), der 1780–1790 Diakon in Boldixum gewesen war und anschließend nach Hadersleben gewechselt hatte, und Elisabeth Catharina geb. Hinrichsen, einer Schwester seiner ersten Frau. Beide Ehen blieben kinderlos.[1]
Asmussen starb am 12. Juli 1844. Sein Grabstein befindet sich an der Südwand der dortigen Kirche.[2]
Werke
- Ein Wort über die neuen Schnürbrüste oder Korsetts. Von einem Freunde des schönen Geschlechts. In: Neue Schleswig-Holsteinische Provinzialberichte. Band 1, Nr. 6, 1811, S. 695–705.
- Thesen und Antithesen. Harms und Asmussen an der Ost- und Westsee. Getrennt in ihren Meinungen – einig in ihrer Natur und Schwachheit. Altona 1818.
- Handpostille zur Beförderung des christlich-frommen Sinnes. Altona 1820.
- Schiffahrtskunde zum Nutzen und Vergnügen, in Reimen, ohne Tabellen. Schleswig 1828.
Literatur
- Friedrich Schmidt, Bernhard Voight: Neuer Nekrolog der Deutschen. Band 23, 1846, S. 922–923.
- Christian Peter Hansen: Das schleswig’sche Wattenmeer und die friesischen Inseln. 1865, S. 112.