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Bahnhof Neuekrug-Hahausen

Betriebsstelle in Hahausen (Langelsheim), Landkreis Goslar From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bahnhof Neuekrug-Hahausen ist eine Betriebsstelle in Hahausen (Langelsheim), Landkreis Goslar. Das erste Namensglied bezieht sich auf die Wohnsiedlung Neuekrug.

Schnelle Fakten Neuekrug-Hahausen, Daten ...
Neuekrug-Hahausen
Stellwerk Nf im Bahnhof Neuekrug-Hahausen, April 2022
Stellwerk Nf im Bahnhof Neuekrug-Hahausen, April 2022
Stellwerk Nf im Bahnhof Neuekrug-Hahausen, April 2022
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Bauform Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 0
(bis 31. Mai 1987: 4)
Abkürzung HNHA[1]
Eröffnung 5. August 1856[2][3]
Lage
Stadt/Gemeinde Langelsheim
Ort/Ortsteil Hahausen
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 56′ 11″ N, 10° 12′ 59″ O
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Neuekrug-Hahausen
Bahnhöfe in Niedersachsen
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Der Bahnhof wird nicht mehr im Personenverkehr bedient.

Geschichte

Mit der Braunschweigischen Südbahn wurde der Bahnhof am 5. August 1856 eröffnet.[3] Bereits mit dem Bau war die Infrastruktur auf Zweigleisigkeit ausgelegt, diese erfolgte jedoch erst 1868.[4] Die Strecke nach Langelsheim wurde 1874 zunächst eingleisig eröffnet, der Bau des zweiten Gleises erfolgte in den 1890er-Jahren.[5]

Neuekrug-Hahausen wurde mit der Verlängerung der Braunschweigischen Südbahn nach Westen, durch Inbetriebnahme der Bahnstrecke Kreiensen–Holzminden an die Weser, und weiter über Ottbergen und Altenbeken nach Hamm in den 1860er-Jahren Teil der bedeutenden Fernverbindung des Ruhrgebietes nach Berlin.[6]

Mit der Deutschen Teilung verlagerten sich die Verkehrsströme jedoch und die Ost-West-Verbindung verlor im Fernverkehr an Bedeutung. Der Bahnhof Neuekrug-Hahausen wurde jedoch noch bis in die 1980er-Jahre neben Nahverkehrszügen vereinzelt im Fernverkehr bedient; so ist im Fahrplanjahr 1981 noch der Eilzug E 2873 Flensburg–Kreiensen über Lübeck, Uelzen und Braunschweig mit täglichem Halt in Neuekrug-Hahausen belegt.[7]

Im Juni 1984 wurde das zweite Gleis in Richtung Börßum stillgelegt und später demontiert,[8] im selben Jahr wurde auch der Gleisplan stark bereinigt: Fünf der vormals acht Gleise wurden abgebaut;[9] eine Güterverladung, wie sie bis dato noch mit Holz betrieben wurde, war nun nicht mehr möglich.[10]

Am 30. September 1986 ging das neue Relaisstellwerk Nf (Bauform Dr S 2) in Betrieb und ersetzte die mechanischen Stellwerke Nof und Nw (Bauform beide Jüdel), die 1910 in Betrieb gegangen waren.[11] Damit wurden auch die Formsignale des Bahnhofs durch Lichtsignale ersetzt.[12]

Die Bedienung durch den Personenverkehr wurde schließlich zum 31. Mai 1987 eingestellt.[13]

Der Neubau der Passagieranlagen wurde im Jahr 2015 durch die DB Station&Service untersucht und aufgrund eines zu geringen erwarteten Passagieraufkommens abgelehnt.[14]

Seit der Umwandlung des Bahnhofs Langelsheim zur Haltestelle (Hp mit Awanst) ist der Bahnhof Neuekrug-Hahausen eisenbahnbetrieblich der letzte Bahnhof im Langelsheimer Stadtgebiet.[15] Zur Bedienung der Ausweichanschlussstelle in Langelsheim wurde im Rahmen der Inbetriebnahme des dortigen DSTW im Oktober 2023 die Strecke zwischen Neuekrug-Hahausen und Goslar mit Gleiswechselbetrieb ausgerüstet;[16] dafür erhielt der Bahnhof Neuekrug-Hahausen auch ein neues Einfahrsignal am Gegengleis dieser Strecke sowie ein dazugehöriges Vorsignal.[17]

Busverkehr

Die Bushaltestelle Neuekrug-Hahausen Bahnhof wird von der Linie 655 (Lutter–Seesen) bedient.[18] Seit dem 1. April 2019 führt der Verkehrsbetrieb HarzBus den Verkehr durch; zuvor hatte die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB), Tochterunternehmen der DB Regio AG, die Linie betrieben.[19] Vor dem Fahrplanwechsel zum 25. August 2022 hatte die Bushaltestelle Neuekrug Bahnhof geheißen.[20]

Planungen

Für Oktober 2028 ist die Inbetriebnahme eines Elektronischen Stellwerks (ESTW), das das Relaisstellwerk Nf ersetzen und von der regionalen Bedienzentrale (RBZ) Harz-Weser in Göttingen ferngesteuert und überwacht werden soll, geplant (Stand: Januar 2025).[21] Bis zur Inbetriebnahme des ESTW ist das Stellwerk Nf das letzte im Landkreis Goslar, das noch örtlich besetzt ist.

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Einzelnachweise

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