Bahnhof Neuekrug-Hahausen
Betriebsstelle in Hahausen (Langelsheim), Landkreis Goslar
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Der Bahnhof Neuekrug-Hahausen ist eine Betriebsstelle in Hahausen (Langelsheim), Landkreis Goslar. Das erste Namensglied bezieht sich auf die Wohnsiedlung Neuekrug.
| Neuekrug-Hahausen | |
|---|---|
Stellwerk Nf im Bahnhof Neuekrug-Hahausen, April 2022 | |
| Daten | |
| Betriebsstellenart | Bahnhof |
| Bauform | Trennungsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 0 (bis 31. Mai 1987: 4) |
| Abkürzung | HNHA[1] |
| Eröffnung | 5. August 1856[2][3] |
| Lage | |
| Stadt/Gemeinde | Langelsheim |
| Ort/Ortsteil | Hahausen |
| Land | Niedersachsen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 51° 56′ 11″ N, 10° 12′ 59″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
| |
| Bahnhöfe in Niedersachsen | |
Der Bahnhof wird nicht mehr im Personenverkehr bedient.
Geschichte
Mit der Braunschweigischen Südbahn wurde der Bahnhof am 5. August 1856 eröffnet.[3] Bereits mit dem Bau war die Infrastruktur auf Zweigleisigkeit ausgelegt, diese erfolgte jedoch erst 1868.[4] Die Strecke nach Langelsheim wurde 1874 zunächst eingleisig eröffnet, der Bau des zweiten Gleises erfolgte in den 1890er-Jahren.[5]
Neuekrug-Hahausen wurde mit der Verlängerung der Braunschweigischen Südbahn nach Westen, durch Inbetriebnahme der Bahnstrecke Kreiensen–Holzminden an die Weser, und weiter über Ottbergen und Altenbeken nach Hamm in den 1860er-Jahren Teil der bedeutenden Fernverbindung des Ruhrgebietes nach Berlin.[6]
Mit der Deutschen Teilung verlagerten sich die Verkehrsströme jedoch und die Ost-West-Verbindung verlor im Fernverkehr an Bedeutung. Der Bahnhof Neuekrug-Hahausen wurde jedoch noch bis in die 1980er-Jahre neben Nahverkehrszügen vereinzelt im Fernverkehr bedient; so ist im Fahrplanjahr 1981 noch der Eilzug E 2873 Flensburg–Kreiensen über Lübeck, Uelzen und Braunschweig mit täglichem Halt in Neuekrug-Hahausen belegt.[7]
Im Juni 1984 wurde das zweite Gleis in Richtung Börßum stillgelegt und später demontiert,[8] im selben Jahr wurde auch der Gleisplan stark bereinigt: Fünf der vormals acht Gleise wurden abgebaut;[9] eine Güterverladung, wie sie bis dato noch mit Holz betrieben wurde, war nun nicht mehr möglich.[10]
Am 30. September 1986 ging das neue Relaisstellwerk Nf (Bauform Dr S 2) in Betrieb und ersetzte die mechanischen Stellwerke Nof und Nw (Bauform beide Jüdel), die 1910 in Betrieb gegangen waren.[11] Damit wurden auch die Formsignale des Bahnhofs durch Lichtsignale ersetzt.[12]
Die Bedienung durch den Personenverkehr wurde schließlich zum 31. Mai 1987 eingestellt.[13]
Der Neubau der Passagieranlagen wurde im Jahr 2015 durch die DB Station&Service untersucht und aufgrund eines zu geringen erwarteten Passagieraufkommens abgelehnt.[14]
Seit der Umwandlung des Bahnhofs Langelsheim zur Haltestelle (Hp mit Awanst) ist der Bahnhof Neuekrug-Hahausen eisenbahnbetrieblich der letzte Bahnhof im Langelsheimer Stadtgebiet.[15] Zur Bedienung der Ausweichanschlussstelle in Langelsheim wurde im Rahmen der Inbetriebnahme des dortigen DSTW im Oktober 2023 die Strecke zwischen Neuekrug-Hahausen und Goslar mit Gleiswechselbetrieb ausgerüstet;[16] dafür erhielt der Bahnhof Neuekrug-Hahausen auch ein neues Einfahrsignal am Gegengleis dieser Strecke sowie ein dazugehöriges Vorsignal.[17]
Busverkehr
Die Bushaltestelle Neuekrug-Hahausen Bahnhof wird von der Linie 655 (Lutter–Seesen) bedient.[18] Seit dem 1. April 2019 führt der Verkehrsbetrieb HarzBus den Verkehr durch; zuvor hatte die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB), Tochterunternehmen der DB Regio AG, die Linie betrieben.[19] Vor dem Fahrplanwechsel zum 25. August 2022 hatte die Bushaltestelle Neuekrug Bahnhof geheißen.[20]
Planungen
Für Oktober 2028 ist die Inbetriebnahme eines Elektronischen Stellwerks (ESTW), das das Relaisstellwerk Nf ersetzen und von der regionalen Bedienzentrale (RBZ) Harz-Weser in Göttingen ferngesteuert und überwacht werden soll, geplant (Stand: Januar 2025).[21] Bis zur Inbetriebnahme des ESTW ist das Stellwerk Nf das letzte im Landkreis Goslar, das noch örtlich besetzt ist.
Galerie
Links
- Gleise in Serviceeinrichtungen (HNHA). DB InfraGO (PDF; aktueller Gleisplan)
- Gleisplan von 1974, in: Drehscheibe Online.
- Joachim Heindorf: Alltag in Neuekrug-Hahausen und Umgebung in den 70er Jahren (m. 23 B.), 2010. In: Drehscheibe Online.
- Rainer Güttler: Abzweigbahnhof Neuekrug-Hahausen in den 80ern (20 B.), 2010. In: Drehscheibe Online.
