Bahnstrecke Großenhain–Cottbus

Hauptbahn in Sachsen und Brandenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Großenhain–Cottbus ist eine elektrifizierte Hauptbahn in Sachsen und Brandenburg. Sie schließt in Großenhain an die Bahnstrecke Großenhain–Priestewitz an und führt über Ruhland und Senftenberg nach Cottbus. Von Großenhain bis Ruhland ist sie eingleisig, danach zweigleisig.

Weitere Informationen Großenhain Cottb Bf–Cottbus Hbf ...
Großenhain Cottb Bf–Cottbus Hbf
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):6253; sä. GRd
Kursbuchstrecke (DB):208, 225
Streckenlänge:79,730 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV, 16,7 Hz ~
Zugbeeinflussung:PZB
Zweigleisigkeit:Ruhland–Cottbus Hbf
von Priestewitz
Bahnhof
0,000 Großenhain Cottb Bf
Abzweig geradeaus und nach links
nach Großenhain Berl Bf
Bahnhof
11,600 Lampertswalde 150 m
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 13
Grenze
Landesgrenze SachsenBrandenburg
Bahnhof
21,290 Ortrand 115 m
Kreuzung geradeaus unten
Węgliniec–Roßlau
Brücke über Wasserlauf
Ruhlander Schwarzwasser
Abzweig geradeaus und von rechts
von Roßlau
Bahnhof
32,917 Ruhland 99 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Węgliniec
Brücke über Wasserlauf
Schwarze Elster
Abzweig geradeaus und nach links
nach Lauchhammer Ost
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 169
Haltepunkt / Haltestelle
35,434 Schwarzheide Ost
Brücke über Wasserlauf
Pößnitz
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
36,300 Grube Victoria III
Abzweig geradeaus und von rechts
von Hosena
Kreuzung geradeaus oben (Querstrecke außer Betrieb)
Lausitzer Grubenbahn (bis 1999)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 169
Abzweig geradeaus und von rechts
Anst WISAG Senftenberg (seit 2004, früher
Strecke
BKW Franz Mehring / Marga I, II / Brieske I, II)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
42,457 Brieske
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
von Kamenz (Sachs) (1874–1957)
Abzweig geradeaus und ehemals von links
von Schipkau / Finsterwalde (1966–2000 Anst Meurostolln)
Bahnhof
45,291 Senftenberg
Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb)
Lausitzer Grubenbahn (bis 1994)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 96, 169
Abzweig geradeaus, ehemals nach links und ehemals von links
nach Lübbenau (Spreewald) (alte Trasse)
Bahnhof
49,912 Sedlitz Ost
Brücke über Wasserlauf
Ilse-Kanal (seit 2011)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 96, 169
Abzweig ehemals geradeaus und nach linksStrecke von rechts
(Neutrassierung)
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke
Bahnsdorf
Strecke (außer Betrieb)Abzweig geradeaus, nach links und ehemals von links
nach Lübbenau (Spreewald)
Strecke (außer Betrieb)ehemalige Blockstelle
53,000 Abzw Sornoer Buden West
Kreuzung (Strecken außer Betrieb)Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
nach Knappenrode
Abzweig ehemals geradeaus, von links und ehemals von rechtsStrecke nach rechts
Verbindungsbahn von Abzw Sornoer Buden Ost
ehemalige Blockstelle
54,700 Abzw Sornoer Buden Nord
Haltepunkt / Haltestelle
55,023 Bahnsdorf
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
von Hoyerswerda
Haltepunkt / Haltestelle
59,345 Neupetershain
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 169
Bahnhof
66,340 Drebkau 90 m
Haltepunkt / Haltestelle
71,376 Leuthen (b Cottbus)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 15
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
73,900 Hänchen
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
76,933 Cottbus Südwest
Abzweig geradeaus und von links
von Berlin Görlitzer Bf und von Halle (Saale) Hbf
Bahnhof
79,730 Cottbus Hbf 75 m
Strecke mit Straßenbrücke
Bahnhofstraße (Cottbuser Straßenbahn)
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Görlitz
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Forst (Lausitz)
nach Frankfurt (Oder) Pbf und nach Guben
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Geschichte

Die Strecke westlich von Senftenberg

Ihren Ursprung hat die Strecke Großenhain–Cottbus in der Cottbus-Großenhainer Eisenbahn-Gesellschaft.

Am 20. April 1870 wurde die Strecke Großenhain–Cottbus als Weiterführung der Bahnstrecke Großenhain–Priestewitz freigegeben. Mit der späteren Eröffnung der Berlin-Dresdener Bahn hatte Großenhain nun zwei Bahnhöfe. Der bereits bestehende Bahnhof an der Strecke nach Cottbus wurde in Großenhain Cottbuser Bahnhof umbenannt, der neugebaute erhielt die Bezeichnung Großenhain Berliner Bahnhof.

Am 26. Mai 1990 nahm die Deutsche Reichsbahn die Elektrifizierung der Teilstrecke Cottbus–Senftenberg, am 31. Mai 1992 die der Teilstrecke Ruhland–Großenhain(–Priestewitz) einschließlich der Verbindungskurve in Großenhain zwischen dem Cottbuser und dem Berliner Bahnhof in Betrieb.[1] Zuvor war bereits am 31. Oktober 1987 die Elektrifizierung der Teilstrecke Ruhland–Senftenberg in Betrieb genommen worden, damals als Teilmaßnahme eines Elektrifizierungsprojekts von Falkenberg–Ruhland–Senftenberg.

Kurz nach dem Bahnhof in Richtung Lampertswalde endete die Start- und Landebahn des militärisch genutzten Flugplatzes Großenhain. Deshalb gab es dort seit der Elektrifizierung 1992 bis zum Abzug der sowjetischen/russischen Streitkräfte im Herbst 1993 ein 660 Meter langes Streckenstück ohne Oberleitung (Streckenkilometer 3,76 bis 4,42). Elektrische Triebfahrzeuge mussten dieses Streckenstück mit gesenktem Stromabnehmer als Schwungfahrt passieren. Es waren die Fahrleitungssignale El 3, El 4 und schließlich El 5 aufgestellt. Zudem stand vor diesem Streckenstück in beide Richtungen je ein Blocksignal, das jedoch nicht vom Fahrdienstleiter, sondern vom Flugplatz aus bedient wurde. Dadurch konnte es vorkommen, dass ein Zug, nachdem das Signal wegen Start oder Landung eines Flugzeugs ohne Vorwarnung auf Halt gestellt wurde, im oberleitungslosen Abschnitt zum Stehen kam und mit einer Diesellok in den Bahnhof geschleppt werden musste.[2]

Heute ist die Strecke Teil der wichtigsten Bahnverbindung zwischen Dresden und Cottbus. Es verkehren zweistündlich Regionalexpresslinien in den Relationen Dresden–Ruhland–Cottbus (RE18), Dresden–Ruhland(–Hoyerswerda) (RE15) und Cottbus–Ruhland(–Falkenberg/Elster) (RB49). Durch die zweistündliche Linie RE11 Leipzig–Ruhland–Hoyerswerda ergeben sich im Bahnhof Ruhland jede Stunde Anschlüsse von und in alle Richtungen. Zwischen Senftenberg und Sedlitz Ost benutzen auch die im Stundentakt verkehrenden Regionalexpress-Züge der Linie RE7 von Senftenberg über Berlin Ostkreuz und Bad Belzig nach Dessau die Strecke.[3]

Fahrzeugeinsatz

Bombardier Talent 2 (Baureihe 442) von DB Regio im Bahnhof Ruhland. (2014)

Seit Betriebsaufnahme des Elbe-Elster-Netzes am 9. Juni 2013 verkehren auf dieser Strecke Triebwagen des Typs Bombardier Talent 2 sowie weiterhin mit elektrischen Lokomotiven bespannte Doppelstockwendezüge.[4]

Einzelnachweise

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