Bahnstrecke Gräfentonna–Bad Langensalza

eingleisige Nebenbahn im mittleren Thüringen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Gräfentonna–Bad Langensalza ist eine eingleisige Nebenbahn im mittleren Thüringen. Sie ist Teil der Verbindung zwischen Erfurt und Bad Langensalza und weiter Richtung Nordwesten. Sie trägt auch den Spitznamen Hängebittel.

Weitere Informationen Gräfentonna–Bad Langensalza ...
Gräfentonna–Bad Langensalza
Bahnübergang an der B247 in Bad Langensalza (2016)
Bahnübergang an der B247 in Bad Langensalza (2016)
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):6713
Kursbuchstrecke (DB):603
159f (1934)
Streckenlänge:7,200 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:CM4
Minimaler Radius:300[1] m
Streckengeschwindigkeit:80 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
Strecke
von Straußfurt
Haltepunkt / Haltestelle
0,000 Gräfentonna (früher Bf)
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
nach Ballstädt
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
3,190 Nägelstedt
Kreuzung geradeaus oben
6,429 Haussömmern–Bad Langensalza
Abzweig geradeaus und von rechts
von Gotha
Bahnhof
7,200 Bad Langensalza
Strecke
nach Leinefelde

Quellen: [2][3][4][5]
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Geschichte

Die Eisenbahndirektion Erfurt, Bauabteilung Gotha, der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen erbaute die Bahnstrecke Gräfentonna–Langensalza zusammen mit der Bahnstrecke Kühnhausen–Döllstädt. Am 21. Juli 1897 gestattete das Regierungspräsidium Erfurt den Arbeitszugbetrieb.[6] Beide Strecken wurden am 25. November 1897 für den allgemeinen Personen- und Güterverkehr dem Betrieb übergeben.[7] Einzige neue Betriebsstelle war der nur dem Personenverkehr dienende Haltepunkt Nägelstedt.[1] Zusammen mit den dazwischen liegenden Abschnitt Gräfentonna–Döllstädt der 1889 eröffneten Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt wurde so eine neue, kürzere Verbindung zwischen den Bahnstrecken Nordhausen–Erfurt und Gotha–Leinefelde geschaffen.[7]

Verkehr und Fahrzeugeinsatz

Ab dem Tag der Betriebseröffnung verkehrten täglich sechs Zugpaare über die Strecke, davon war jedes zweite bis Erfurt durchgebunden. Die Fahrzeit betrug zwischen Gräfentonna und Langensalza 17 bis 20 Minuten und zwischen Erfurt und Langensalza 92 bis 103 Minuten.[8]

Ab dem Beginn des Fahrplanjahres 1998 am 24. Mai 1998 wurde die Strecke von der Linie EB 1 der Erfurter Bahn befahren. Hierbei kamen Dieseltriebwagen des Typs Stadler Regio-Shuttle RS1 zum Einsatz. Die Züge verkehrten von 5 bis 22 Uhr, zwischen 10 und 18 Uhr im angenäherten Stundentakt und in der Nebenverkehrszeit im 2-Stunden-Takt von Erfurt nach Kassel-Wilhelmshöhe bzw. Mühlhausen und benötigten zwischen Erfurt Hbf und Bad Langensalza 43 bis 52 Minuten.

Baureihe 641 bei Bad Langensalza

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 übernahm die DB Regio Südost unter dem Namen Nordthüringenbahn den Verkehr auf der Strecke. Diese setzt hier im Wechsel jeweils zweistündlich Regional-Express-Züge Erfurt–Kassel-Wilhelmshöhe (seit 2021: Linie RE 2) und Regionalbahn-Züge Erfurt–Leinefelde (seit 2021: Linie RB 52), gebildet aus Dieseltriebwagen der Baureihen 641 und 642 ein.[9] Die Fahrzeit der Regional-Express-Züge beträgt zwischen Erfurt und Bad Langensalza 42 Minuten.[10] Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur kündigte einen Ersatz der Dieseltriebwagen auf der Linie RB 52 durch Akkumulatortriebwagen vom Typ Stadler Flirt Akku ab dem Fahrplanjahr 2029 an.[11]

Literatur

  • Harald Rockstuhl: Geschichte der Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt / Ballstädt–Burgtonna–Gräfentonna–Döllstädt–Herbsleben–Bad Tennstedt–Kleinballhausen–Schwerstedt–Straußfurt 1889 – 1895 – 1906 – 1947 – 1998 sowie Geschichte der Bahnstrecke Kühnhausen–Bad Langensalza / Kühnhausen–Elxleben–Witteroda–Döllstedt–Dachwig–Gräfentonna–Nägelstedt–Bad Langensalza seit 1897. Strecken Ballstädt (Kr. Gotha)–Gräfentonna–Döllstädt–Bad Langensalza. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2017, ISBN 978-3-95966-159-1.

Einzelnachweise

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