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Bahnstrecke Prostějov–Třebovice v Čechách

Eisenbahnstrecke From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Prostějov–Třebovice v Čechách ist eine regionale Eisenbahnverbindung in Tschechien, die ursprünglich durch die Mährische Westbahn als staatlich garantierte Lokalbahn erbaut wurde. Sie verläuft von Prostějov (Proßnitz) über Moravská Třebová (Mährisch Trübau) nach Třebovice (Triebitz).

Weitere Informationen Prostějov hlavní nádraží–Třebovice v Čechách ...
Prostějov hlavní nádraží–Třebovice v Čechách[1][2]
Kursbuchstrecke (SŽ):017, 306
Streckenlänge:76,605 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C4
Streckengeschwindigkeit:60 km/h
Strecke
von Nezamyslice (vorm. Mährisch-Schlesische Nordbahn)
Bahnhof
0,000 Prostějov hlavní nádraží früher Prossnitz Nordbahnhof
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Šternberk (vorm. Mährisch-Schlesische Nordbahn)
Bahnhof
2,017 Prostějov místní nádraží früher Prossnitz Lokalbahnhof
Abzweig geradeaus und nach links
vlečka Starorežná, Sladovny
Abzweig geradeaus und von links
vlečka býv. vojenské opravny
Bahnhof
6,714 Kostelec na Hané früher Kosteletz bei Prossnitz
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Čelechovice na Hané (vorm. Mährische Westbahn)
Haltepunkt / Haltestelle
9,495 Lutotín
Brücke über Wasserlauf
Romže
Haltepunkt / Haltestelle
12,990 Zdětín u Prostějova früher Bieleckermühle
Bahnhof
16,121 Ptení früher Ptien
Haltepunkt / Haltestelle
18,752 Stražisko
Brücke über Wasserlauf
Romže
Haltepunkt / Haltestelle
21,592 Čunín
Haltepunkt / Haltestelle
22,789 Křemenec
Brücke über Wasserlauf
Romže
Bahnhof
25,583 Konice früher Konitz
Haltepunkt / Haltestelle
28,040 Jesenec
Bahnhof
29,234 Dzbel früher Džbell-Jessenitz
Grenze
ehem. Protektoratsgrenze (1939–1945)
Haltepunkt / Haltestelle
32,449 Šubířov
Abzweig geradeaus und nach links
vlečka
Haltepunkt / Haltestelle
36,948 Nectava früher Netz
Brücke über Wasserlauf
Nectava
Abzweig geradeaus und von links
von Skalice nad Svitavou (vorm. Mährische Westbahn)
Bahnhof
40,519 Chornice früher Kornitz
Brücke über Wasserlauf
Uhřický potok
Haltepunkt / Haltestelle
43,833 Mezihoří
Abzweig geradeaus und von links
vlečka zem. (0,8 km)
Bahnhof
45,836 Městečko Trnávka früher Türnau
Haltepunkt / Haltestelle
47,587 Rozstání früher Rostitz
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
49,000 Radkov u Moravské Třebové
Haltepunkt / Haltestelle
52,539 Linhartice früher Ranigsdorf
Bahnhof
56,631 Moravská Třebová früher Mährisch Trübau
Brücke über Wasserlauf
Třebůvka
Haltepunkt / Haltestelle
60,972 Kunčina früher Kunzendorf
Bahnhof
66,391 Mladějov na Moravě früher Blosdorf
Grenze
68,125 ehem. Landesgrenze MährenBöhmen
Haltepunkt / Haltestelle
69,260 Trpík
Haltepunkt / Haltestelle
70,817 Anenská Studánka früher Annabad
Abzweig geradeaus und von rechts
von Olomouc (vorm. Nördliche Staatsbahn)
Bahnhof
76,605 Třebovice v Čechách früher Triebitz
Strecke
nach Česká Třebová (vorm. Nördliche Staatsbahn)

Quellen: [3][4][5]
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Geschichte

Die Konzession für die Mährische Westbahn wurde am 11. Juli 1886 dem Bankhaus Erlanger & Söhne in Frankfurt am Main erteilt. Die Konzessionäre wurden verpflichtet, den Bau der Strecke sofort zu beginnen und binnen zwei Jahren fertigzustellen. Die Konzessionsdauer war auf 90 Jahre festgesetzt.[6]

Haltestelle Trpík (2010)

Eröffnet wurde die Strecke am 1. September 1889 zusammen mit den Zweigbahnen nach Čellechowitz und nach Opatowitz. Den Betrieb führten die k.k. Staatsbahnen (kkStB) für Rechnung der Eigentümer aus.

Im Jahr 1912 wies der Fahrplan der Lokalbahn drei Personenzüge 2. und 3. Klasse über die Gesamtstrecke aus. Sie benötigten für die 77 Kilometer lange Strecke etwa drei Stunden. Weitere Züge verkehrten auf den Teilstrecken Prossnitz–Kosteletz und Kornitz–Triebitz.[7]

Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns im Oktober 1918 ging die Betriebsführung an die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) über.

Ab Mitte der 1930er Jahre wurde ein Teil der Personenzüge auch mit modernen Motorzügen gefahren. Der Winterfahrplan von 1937 verzeichnete drei durchgehende Reisezugpaare zwischen Prostějov und Třebovice. Weitere – als Motorzug geführte – Reisezüge verdichteten diesen Fahrplan auf Teilstrecken.[8]

Bahnhof Mladějov na Moravě (2010)

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam der Abschnitt zwischen Zbel und Triebitz zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Breslau. Die restliche, im Protektorat Böhmen und Mähren verbliebene Strecke wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Protektoratsbahnen Böhmen und Mähren (ČMD-BMB) betrieben. Im Reichskursbuch war die Verbindung als Kursbuchstrecke 154r Triebitz–Kornitz–Zbel enthalten.[9] Am 10. Oktober 1945 wurde die Mährische Westbahn verstaatlicht. Fortan gehörte auch die Infrastruktur zum Netz der ČSD.

Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Seit 2003 gehört sie zum Netz des staatlichen Infrastrukturbetreibers Správa železniční dopravní cesty (SŽDC).

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 bestellten die ÖPNV-Aufgabenträger Olomoucký kraj und Pardubický kraj den Personenverkehr zwischen Dzbel und Moravská Třebová im Rahmen einer Optimierung („optimalizace“) des öffentlichen Nahverkehrs ab.[10] Seitdem gibt es zwischen Dzbel und Moravská Třebová keinen planmäßigen Reiseverkehr mehr.

Im Jahresfahrplan 2013 wird die Strecke täglich im Zweistundentakt von Personenzügen in den Relationen Prostějov–Dzbel und Moravská Třebová–Třebovice v Čechách bedient. Weitere Züge verdichten diesen Fahrplan zu einem teilweisen Einstundentakt.[11][12]

Literatur

Einzelnachweise

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