Baloxavirmarboxil
chemische Verbindung
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Baloxavirmarboxil ist ein virostatisch wirksamer Arzneistoff, der gegen das Grippevirus vom Typ A als auch vom Typ B wirksam ist. Die Wirkung beruht auf dem erstmals therapeutisch genutztem Mechanismus der Hemmung eines frühen Schrittes im Replikationszyklus des Virus, indem es die CAP-abhängige Endonuklease PA hemmt.
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Baloxavirmarboxil | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C27H23F2N3O7S | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff[1] | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Wirkmechanismus |
Endonuklease-Hemmung | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 571,55 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[2] | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Unter dem Handelsnamen Xofluza wurde Baloxavirmarboxil 2018 in Japan[5] und in den USA[6] zur Behandlung der saisonalen Influenza zugelassen, im Januar 2021 erfolgte die Zulassung in der EU.[7] Entwickelt wurde das Mittel von dem japanischen Unternehmen Shionogi Seiyaku, ab 2016 in Kooperation mit Roche. In der multizentrischen dreiarmigen klinischen Studie CAPSTONE-1 mit mehr als 1400 Influenzapatienten im Alter von 12 bis 64 Jahren wurde die therapeutische Wirksamkeit einer Einmalgabe Baloxavirmarboxil im direkten Vergleich mit einer fünftägigen Oseltamivir-Behandlung und Placebo untersucht.[8]
Markt in Deutschland
Basierend auf einer „frühen Nutzenbewertung“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß § 35a SGB V hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im August 2021 attestiert, dass ein Zusatznutzen lediglich in der Postexpositionsprophylaxe ohne Anwendung der Vergleichstherapie,[9] nicht hingegen in der Behandlung einer unkomplizierten Influenza,[10] bestehe. Im Oktober 2021 nahm Roche das Mittel daraufhin in Deutschland aus der Regelversorgung.[11]