Bamberger Hörnchen (Gebäck)

Plundergebäck aus Oberfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Bamberger Hörnchen (auch Bamberger) ist ein zuckerarmes ungefülltes Plundergebäck, ähnlich einem Croissant.[1][2] Bereits vor dem Jahr 1483 sollen die berühmten Bamberger „Hörnla“ aufgekommen sein, die von Hohlhippe- und Waffelverkäufern am heutigen Kranen in Bamberg verkauft wurden.[3]

Bamberger Hörnchen

Das originale Bamberger Hörnchen basiert auf einem leichten, mit Milch hergestellten Hefeteig, der über Nacht geführt wird. Am nächsten Tag werden mehrere Schichten Butter eingezogen. Dabei beträgt der Butteranteil mindestens 20 Prozent, auf das gesamte Mehl bezogen. Andere Fette als diejenigen, welche in Butter und Milch enthalten sind, sind nicht zulässig. Der gewickelte Teigrohling ist in seiner Grundform länglich. Das Bamberger Hörnchen kann am hohen Krustenanteil und dem butterfarbenen Krumenbild erkannt werden; es ist schlanker als das Croissant.

„Bamberger Hörnchen müssen mit reiner Butter gebacken werden.“ stellte das Landgericht Bamberg 1977 fest.[4][5]

Unter gleichem oder ähnlichem Namen existiert auch eine Kartoffelsorte.

Ein ähnliches, ebenfalls mit Butter zubereitetes Gebäck aus Bad Kissingen heißt Kissinger – eine Bezeichnung, die auch außerhalb Frankens üblich war, bis sich um die Jahrtausendwende die französische Bezeichnung „Croissant“ durchsetzte.

Literatur

  • 100 Jahre Bäckerinnung Bamberg, Festschrift der Bamberger Bäckerinnung, Bamberg 1987
  • 600 Jahre Bamberger Bäckerhandwerk – Beiträge zur Geschichte des Bäckerhandwerks in Bamberg, Alfred Seel sr., Hrsg. Bäcker-Innung Bamberg Stadt und Bäckerfachverein Bamberg 1373, Bamberg 1973

Einzelnachweise

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