Bambu Lab
Chinesisches 3D-Druck-Unternehmen
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Bambu Lab (chinesisch 拓竹, Pinyin Tuò zhú) ist ein chinesisches Unternehmen, welches 3D-Drucker entwickelt und herstellt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Shenzhen, China, mit Niederlassungen in Shanghai und Austin, Texas.[2] Es wurde 2020 von einem Team von Ingenieuren, welche das Unternehmen DJI verlassen hatten, gegründet.[3]
Das erste Produkt von Bambu Lab, der Bambu Lab X1, ist ein Desktop-3D-Drucker, der 2022 auf Kickstarter eingeführt wurde. Die Kampagne brachte sieben Millionen US-Dollar ein und ist damit eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Kampagnen für 3D-Drucker aller Zeiten.[4][5] Das Time-Magazin nannte den X1 eine der besten Erfindungen des Jahres 2022.[4]
Produkte
Das Unternehmen stellt 3D-Drucker, Filament und Zubehör für den privaten und gewerblichen Gebrauch her. Die wichtigsten Drucker sind:[6]
| Serie | A1-Serie | P-Serie | X1-Serie | H2-Serie | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modell | A1 Mini | A1 | P1P | P1S | P2S | X1C | X1E | H2S | H2D | H2D Pro | |
| Bild | |||||||||||
| Druck- volumen |
Länge | 180 mm | 256 mm | 256 mm | 256 mm | 340 mm | 325 mm | 300 mm | |||
| Breite | 180 mm | 256 mm | 256 mm | 256 mm | 320 mm | ||||||
| Höhe | 180 mm | 256 mm | 256 mm | 256 mm | 340 mm | 325 mm | |||||
| Betttemperatur (max.) | 80 °C | 100 °C | 100 °C | 110 °C | 110 °C / 120 °C a | 120 °C | |||||
| Weitere Eigen- schaften |
Kamera | ||||||||||
| Netzwerk | WiFi | WiFi | WiFi | WiFi + Ethernet |
WiFi | WiFi + Ethernet | |||||
| Touchscreen | 2,4″ | 3,5″ | 2,7″ | 5″ | 5″ | 5″ | |||||
| Speicher | MicroSD | MicroSD, USB c | USB, 8 GB eMMC | MicroSD, 4 GB eMMC | USB, 8 GB eMMC | USB, 32 GB eMMC | |||||
| Extras | – | Kaltluftsystem, Quick-Swap Düsen, Auto Flusskalibierung, KI-Fehlererkennung | LiDAR | Quick Swap Düsen / KI-Druckplattenüberwachung | Quick Swap Düsen / KI-Druckplattenüberwachung
Doppeldüsendruck / Wolframkarbiddüse (nur H2D PRO) | ||||||
| Gehäuse | offen | offen | geschlossen | geschlossen | geschlossen | ||||||
| Materialien | PLA, PETG | ||||||||||
| ABS, ASA | |||||||||||
| PA, PC, PET | |||||||||||
| CF/GF d | |||||||||||
| TPU, PVA | |||||||||||
| Erweiterungen | AMS Lite | AMS, AMS 2 Pro, AMS HT | AMS, AMS 2 Pro, AMS HT | AMS Pro Combo, Laser Full Combo, Cutting Kit | |||||||
| Preissegment | Einsteiger | Einsteiger/Fortgeschritten | Fortgeschritten | Gewerbe | Professionell | Gewerbe | |||||
Alle genannten Modelle können über ein automatisches Materialsystem mit Mehrfarben-Druck ausgestattet werden. Das AMS 2 Pro und AMS HT unterstützen das Trocknen von Filamenten.[6]
Die Modelle X1E und H2D PRO sind Speziell für öffentliche Einrichtungen und Firmen gedacht. Sie besitzen einem Ethernet Port (LAN) dadurch ist die Steuerung der Geräte im Hauseigenen Netzwerk möglich, ohne zugriff von außen (z. B. Cloud Computing).[7]
Produktrückruf
Im Februar 2024 startete Bambu Lab aufgrund von Sicherheitsbedenken einen Produktrückruf des Modells A1. Durch einen Design-Fehler kann ein Kurzschluss im Heizbettkabel entstehen.
Kritik
Ein Kritikpunkt an den 3D-Druckern von Bambu Lab ist die Abhängigkeit von Cloud Computing. Im August 2023 führte ein Ausfall der Bambu Cloud dazu, dass einige Drucker unkontrolliert druckten oder gar nicht mehr funktionierten.[8][9]
Obwohl Bambu Lab die Verantwortung übernahm und neue Sicherheitsfunktionen versprach, verstärkte sich die Kritik im Jahr 2025 nach der Entdeckung einer Sicherheitslücke in der Cloud-Anbindung.[10][11] Der Hersteller kündigte an, zukünftige Firmwares mit einem Autorisierungs- und Authentifizierungsschutzmechanismus auszustatten.[12] Nutzer befürchteten, dass grundlegende Funktionen, wie das Drucken über das lokale Netzwerk (LAN), die Autorisierung über die Bambu Cloud erfordern und die Verwendung von Slicern von Drittanbietern einschränken würden.[13][14] Es besteht die Befürchtung, dass Bambu Lab Nutzer in ein Cloud-Anbindung/Abo zwingen will. Der „Right to Repair“-Aktivist Louis Rossmann kritisierte, dass Bambu Lab die Funktionen der Geräte im Nachhinein einschränkt.[15]
Allerdings bietet der Hersteller Modelle an, welche genau dieses System von sich aus umgehen (siehe X1E und H2D PRO). Die Drucker können neben Cloud Computing auch lokal betrieben werden (SD-Karte).[16]
