Bandariba
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Bandariba (auch Banda'riba) ist ein Distrikt auf der Insel Curaçao. Er ist einer der drei Distrikte und umfasst den südöstlichen Teil der Insel. Der Name ist Papiamentu und bedeutet "oben". Zum Distrikt gehören die Städte und Dörfer Santa Rosa, Spaanse Water, Montaña, Grandi und Oostpunt.[1]
| Bandariba | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Curaçao |
| Einwohner | 24.796 (2011) |
| ISO 3166-2 | CW |
Geschichte
1634 wurde Curaçao von der Niederländischen Westindien-Kompanie erobert und die Stadt Punda gegründet. Um die Bevölkerung zu ernähren, wurden auf der Insel Plantagen angelegt. Aufgrund des unfruchtbaren Bodens waren die Plantagen klein und es wurden Yamswurzeln, Mangos und Orangen angebaut. Außerdem gab es Viehzucht. Später siedelten sich in Bandariba freie und freigelassene Sklaven auf dem unbebauten Land an.[2][3][4]
Im 19. Jahrhundert gründete die römisch-katholische Kirche die Dörfer Santa Rose und Montaña, um die ehemalige Sklavenbevölkerung zu erziehen und zu bekehren. 1875 wurde eine große Phosphatmine eröffnet. 1927 errichtete Royal Dutch Shell ein Ölterminal in Spaanse Water.[5][6]
Die heutige Aufteilung der Insel geht auf das Jahr 1930 zurück, als Willemstad erweitert wurde und den Großteil der Vororte umfasste. Im späten 20. Jahrhundert gewann der Tourismus an Bedeutung, und auf Bandariba entstanden Ferienorte.[7]
Das Dorf Oostpunt, der östlichste Punkt der Insel, befindet sich im Privatbesitz der Familie Maal. Der größte Teil des 54 Quadratkilometer großen Gebiets um die Dörfer Oostpunt, Sint Joris und Santa Catharina ist Sperrgebiet. Oostpunt umfasst etwa 10 % der Insel.[8]
Dörfer
| Bandariba | |
|---|---|
| Ort | Einwohner (2011) |
| Montaña Rey | 5.307 |
| Santa Rosa | 5.198 |
| Montaña Abou | 4.382 |
| Koraal Partir (Groot Sint Joris, Popo, Abrahamsz) | 3.958 |
| Spaanse Water (Jan Thiel, Nieuwpoort, Santa Barbara) | 3.119 |
| Seru Grandi (Fuik) | 2.277 |
| Oostpunt (Sint Joris) | 555 |
| Gesamt | 24.796 |