Bandio (Niger)
Dorf in Dargol, Niger
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Geographie

Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf liegt etwa 15 Kilometer westlich des Hauptorts Dargol der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Gothèye in der Region Tillabéri gehört.[1] Rund 20 Kilometer nördlich von Bandio befindet sich die Bergwerkssiedlung Komabangou.[2] Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Bandio zählen Garbougna im Südosten, Tassia im Süden und Boura im Westen.[1]
Bandio wird zur Übergangszone zwischen Sahel und Sudan gerechnet.[3] Das Dorf liegt am Fluss Dargol. Nordwestlich von Bandio erhebt sich der 312 m hohe Hügel Tondi Bandé.[4]
Geschichte
Bei einer Untersuchung im Februar 1974 wurde beim Befall mit der Saugwürmer-Art Schistosoma haematobium unter den 5- bis 19-Jährigen im Ort eine Prävalenz von 16 Prozent festgestellt.[5]
Bevölkerung
Wirtschaft und Infrastruktur

Das Dorf verfügt über einen bedeutenden Wochenmarkt, dem ein Viehmarkt angeschlossen ist. Der Markttag ist Samstag. Hier verkaufen Händler aus der Hauptstadt Niamey ihre Waren und die Produktvielfalt ist dem dortigen Marché de Katako vergleichbar. Die wichtigsten gehandelten Lebensmittel sind Erdnüsse, Sesam und Kartoffeln. Außerdem finden sich hier Töpferwaren, Kalebassen und geflochtene Matten aus Méhana.[9] Mit dem Brückendamm von Bandio wird das ganze Jahr über Wasser aufgestaut.[10]
In Bandio gibt es mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ein Gesundheitszentrum, das 2016 für die Versorgung von rund 26.700 Menschen zuständig war. Hier wurden 2011 und 2012 insgesamt 191 Cholera-Patienten behandelt, von denen 40 aus Bandio selbst kamen.[11] Der CEG Bandio ist eine Schule der Sekundarstufe des Typs Collège d’Enseignement Général.[12]
Die Nationalstraße 4 führt durch den Ort und verbindet ihn mit den Departementshauptorten Gothèye und Téra.
Literatur
- Chaibou Mamane: Proposition d’un plan d’aménagement du terroir selon les niveaux de dégradation des terres au niveau du terroir de Bandio (Téra). Faculté d’Agronomie, Université Abdou Moumouni, Niamey 1998.

