(597) Bandusia

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(597) Bandusia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 16. April 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(597) Bandusia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,672 AE
Exzentrizität 0,143
Perihel – Aphel 2,289 AE  3,055 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 12,798°
Länge des aufsteigenden Knotens 36,4°
Argument der Periapsis 307,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 1. August 2025
Siderische Umlaufperiode 4 a 134 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,13 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 36,1 km ± 3,5 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,24
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 7 h 40 min
Absolute Helligkeit 9,3 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 16. April 1906
Andere Bezeichnung 1906 HE, 1924 MA, 1938 YC, 1950 KK, 1958 HJ
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach einer Quelle bei Venusia in Apulien, Italien. Der römische Dichter und Satiriker Horaz (65–8 v. Chr.) war in der Nähe dieser Quelle geboren und dichtete darüber die bekannte Ode O fons Bandusiae (Horaz, Oden 3,13).

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (597) Bandusia, für die damals Werte von 36,1 km bzw. 0,24 erhalten wurden.[1]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 18. bis 23. Dezember 2017 am Command Module Observatory in Arizona. Aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 7,6636 h bestimmt.[2] Weitere Beobachtungen vom 14. Dezember 2017 bis 19. Januar 2018 während vier Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico konnten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Periode von 7,6643 h bestätigen.[3]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen, eine nahezu in der Ebene der Ekliptik gelegen und die andere mit retrograder Rotation, sowie eine Periode von 7,66437 h berechnet.[4]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (597) Bandusia, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen wie zuvor und eine Periode von 7,6648 h berechnet wurde.[5]

Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 7,6644 h bestimmt werden.[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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